Werden Sie un­ser Au­to­tes­ter!

Ist der E-mo­tor, kom­bi­niert mit ei­nem Ver­bren­ner, das Au­to der Zu­kunft? Be­wer­ben Sie sich!

Aller-Zeitung - - ERSTE SEITE - VON GERD PI­PER

Die Bun­des­re­gie­rung hat gera­de ihr Ziel, bis 2020 ei­ne Mil­li­on Elek­tro­fahr­zeu­ge auf Deutsch­lands Stra­ßen zu be­kom­men, um zwei Jah­re nach hin­ten ver­scho­ben. Nach To­yo­ta und Vol­vo plant nun auch Por­sche den Die­sel-aus­stieg. Durch die­se bei­den Nach­rich­ten rückt ein An­trieb in der Fo­kus, der nach An­sicht vie­ler Fach­leu­te viel mehr ist als nur ei­ne Brü­cken­tech­no­lo­gie: der Plug-in-hy­brid. Die­ser löst auf dem noch Jahr­zehn­te dau­ern­den Über­gang vom Ver­bren­nungs­mo­tor zum rei­nen Elek­tro­au­to nicht nur das Reich­wei­ten­pro­blem, son­dern ver­spricht auch lo­kal emis­si­ons­frei­es Fah­ren in den Bal­lungs­räu­men.

Wir wol­len es jetzt ge­nau wis­sen: Wie all­tags­taug­lich ist der An­trieb, der sei­ne Ener­gie aus nach­lad­ba­rer Bat­te­rie und kon­ven­tio­nel­lem Ben­zin­tank zieht? Des­halb su­chen wir Le­ser, die ei­ne Wo­che lang vom 24. No­vem­ber bis zum 1. De­zem­ber ei­nen VW Pas­sat GTE auf Herz und Nie­ren tes­ten.

Die Dis­kus­sio­nen, wie sich un­se­re Mo­bi­li­tät in Rich­tung Zu­kunft ent­wi­ckeln wird, rei­ßen nicht ab. Denn klar ist ei­gent­lich nur eins: Den ei­nen Kö­nigs­weg wird es nicht ge­ben. Zu­min­dest für den Pk­wBe­reich hat sich die Au­to­in­dus­trie auf bat­te­rie­elek­tri­sche Au­tos ver­stän­digt, die ein­mal – so die Hoff­nung – das leis­ten werden, was wir heut­zu­ta­ge von den kon­ven­tio­nel­len An­trie­ben ge­wohnt sind.

Doch bis da­hin ist es noch ein wei­ter Weg. Da­bei gibt es mit dem Plug-in-hy­brid be­reits ei­ne Tech­no­lo­gie, die das Pro­blem zu­min­dest teil­wei­se löst: Auf Au­to­bah­nen und lan­gen Über­land­stre­cken ga­ran­tiert ein Ver­bren­nungs­mo­tor die not­wen­di­gen Reich­wei­ten, in der Stadt da­ge­gen sorgt ein Elek­tro­an­trieb für sau­be­res, Co2-frei­es Vor­wärts­kom­men und ent­las­tet so die Um­welt und da­mit auch die Men­schen.

Wir wol­len jetzt wis­sen, wie sich ein Plug-in-hy­brid im ganz nor­ma­len Au­to­fah­re­r­all­tag schlägt – da­für stellt Volks­wa­gen zehn Ta­ges­zei­tun­gen des Re­dak­ti­ons­netz­werks Deutsch­land zehn Pas­sat GTE ei­ne Wo­che lang ex­klu­siv zur Ver­fü­gung. Denn das Fahr­zeug gibt es au­gen­blick­lich nicht zu kau­fen – die Wolfs­bur­ger ha­ben es we­gen der Schwie­rig­kei­ten bei der Um­stel­lung vom NEFZ- auf der Wltp-prüf­zy­klus vom Markt ge­nom­men. Da­bei ist die­ser Plug-in-hy­brid an­triebs­tech­nisch mit das Mo­derns­te, was Volks­wa­gen ge­gen­wär­tig an­bie­ten kann. Die Bat­te­rie­ka­pa­zi­tät bie­tet laut Her­stel­ler ei­ne rein elek­tri­sche Reich­wei­te bis zu 50 Ki­lo­me­ter, im Zu­sam­men­spiel mit dem Ver­bren­nungs­mo­tor sol­len so­gar Reich­wei­ten bis zu 1000 Ki­lo­me­ter mög­lich sein.

Nach ei­ner Stu­die des Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums sind die Deut­schen täg­lich durch­schnitt­lich 39 Ki­lo­me­ter mit dem Au­to un­ter­wegs, 16 Ki­lo­me­ter da­von ent­fal­len auf den Weg zur Ar­beit. Da­mit wür­de der GTE rein elek­trisch das ab­de­cken, was an Ki­lo­me­ter­leis­tung Tag für Tag be­nö­tigt wird – sei es auf dem Weg zur Schu­le, in den Kin­der­gar­ten, zum Sport, zum Ein­kau­fen oder eben zur Ar­beit. Wird es mehr, über­nimmt der Ver­bren­nungs­mo­tor. Idea­ler­wei­se wird das Fahr­zeug dann über Nacht wie­der auf­ge­la­den. Steht kein La­de­punkt zur Ver­fü­gung, bie­tet das Mo­tor­ma­nage­ment die Mög­lich­keit, die Bat­te­rie wäh­rend der Fahrt nach­zu­la­den – der Ver­brauch er­höht sich dann al­ler­dings ein we­nig. Mit ei­ner Sys­tem­leis­tung aus Elek­tro- und Ver­bren­nungs­mo­tor von 218 PS und ei­nem Dreh­mo­ment von 400 New­ton­me­tern ist die Mit­tel­klas­se­li­mou­si­ne äu­ßert agil un­ter­wegs.

Wie kom­men Sie als nor­ma­ler Au­to­fah­rer mit der Tech­no­lo­gie zu­recht? Uns in­ter­es­siert, wie viel sie täg­lich fah­ren, ob sie das Mo­tor­ma­nage­ment nut­zen, wie sie nach­la­den und ob es gra­vie­ren­de Un­ter­schie­de zwi­schen Land- und Stadt­be­woh­nern gibt? Wo sind Gren­zen und wann sind sie er­reicht? Rei­chen Ih­nen die 50 Ki­lo­me­ter elek­tri­sche Reich­wei­te oder hät­ten Sie gern ein biss­chen mehr? Plu­gin-hy­bri­de der nächs­ten Ge­ne­ra­ti­on ver­spre­chen hier ein deut­li­ches Plus.

Die Tech­no­lo­gie an sich gilt als an­spruchs­voll, schließ­lich müs­sen zwei grund­ver­schie­de­ne Mo­to­ren­kon­zep­te so mit­ein­an­der ver­bun­den werden, dass die Fahr­zeug­in­sas­sen den Über­gang von dem ei­nen zum an­de­ren An­trieb gar nicht mit­be­kom­men – der An­triebs­strang muss ruck- und ge­räusch­frei ar­bei­ten. Au­ßer­dem soll­te die Be­die­nung für den Fah­rer ein­fach sein – ob­wohl es hin­ter der Ku­lis­se hoch kom­pli­ziert zu­geht: rein elek­trisch, als Hy­brid mit pro­gram­mier­tem Ma­nage­ment, mit „ein­ge­fro­re­ner“Reich­wei­te oder im La­de­mo­dus – al­les auf Knopf­druck. Wie der Plu­gin-hy­brid

mit der Tech­nik zu­recht­kommt und welche Mög­lich­kei­ten sich dem Fah­rer bie­ten, be­rich­ten wir nächs­te Wo­che.

FO­TOS: VOLKS­WA­GEN AG

Der Pas­sat GTE Va­ri­ant: Tes­ten Sie den Plug-in-hy­brid ei­ne Wo­che lang.

Auf dem Prüf­stand der Le­ser: Mit 1000 Ki­lo­me­tern Reich­wei­te könn­te der GTE ei­nem Die­sel Kon­kur­renz ma­chen.

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