Men­ta­li­tät ge­fragt

96 in Mainz mit dem nächs­ten Wen­de-ver­such. Brei­ten­rei­ter hat gu­te Ge­füh­le.

Aller-Zeitung - - SPORT - VON JO­NAS SZEMKUS

HAN­NO­VER. Der Ma­na­ger steht hin­ter Trai­ner An­dré Brei­ten­rei­ter, der Prä­si­dent hat ei­ne Job­ga­ran­tie aus­ge­spro­chen, die Fans sa­gen der Mann­schaft trotz des Är­gers um 50+1 die vol­le Un­ter­stüt­zung zu. Ei­gent­lich al­les schön bei 96. Au­ßer auf dem Platz und in der Ta­bel­le. In Mainz muss mor­gen (15.30 Uhr) mal was her. Ger­ne Punk­te, min­des­tens aber ei­ne gu­te Leis­tung. Da­für ist dem Coach be­son­ders die Men­ta­li­tät wich­tig.

Brei­ten­rei­ter ließ in die­ser Wo­che mal et­was an­ders trai­nie­ren. Spa­ßi­ge Wett­kämp­fe in­klu­si­ve, für noch mehr Kom­mu­ni­ka­ti­on und et­was Selbst­ver­trau­en. „Wir wol­len ge­mein­sam in die Lo­cker­heit zu­rück­fin­den. Uns als Mann- schaft klei­ne Zie­le set­zen und die er­rei­chen, um das Po­si­ti­ve im Kopf zu ver­mit­teln.” Erst im Trai­ning, mor­gen in Mainz? Brei­ten­rei­ters Plan: „Wir brin­gen die Mann­schaft auf den Platz, die am sta­bils­ten ist. Un­ab­hän­gig von der Qua­li­tät ist dann auch Men­ta­li­tät ge­fragt. Wir ha­ben nur als Team ei­ne Chan­ce.”

Die Pro­fis brau­chen mehr Sta­bi­li­tät als beim kraft­lo­sen 0:2 ge­gen Her­tha, die Si­tua­ti­on des 96-Trai­ners ist der­weil trotz Kri­se noch recht sta­bil. Von Klub­chef Mar­tin Kind gab’s ei­ne Job­ga­ran­tie. Egal was in Mainz pas­siert, Brei­ten­rei­ter soll Trai­ner blei­ben. Erst­mal bis Weih­nach­ten. Kom­men­de Wo­che steht ein Sechs-au­gen-ge­spräch mit Trai­ner, 96-Boss und Ma­na­ger an. Horst Heldt: „Ich bin fest da­von über­zeugt, dass wir un­se­re Zie­le er­rei­chen wer­den – mit An­dré.”

Die 96-Fan­sze­ne hat das „Kri­sen­ge­spräch“schon hin­ter sich. We­gen 50+1 und der Ab­sa­ge der an­ge­peil­ten Au­ßer­or­dent­li­chen Mit­glie­der­ver­samm­lung. Die Ent­schei­dung: Krea­ti­ve Pro­tes­te – aber kein neu­er Stim­mungs­boy­kott. Das freut den Trai­ner. „Es macht mich sehr glück­lich, die­sen Rück­halt zu spü­ren”, sagt Brei­ten­rei­ter. „Un­se­re Fans ha­ben ein sehr gu­tes Ge­spür für un­se­re ak­tu­el­le Si­tua­ti­on. Wenn sie sich trotz der ei­ge­nen schwe­ren Si­tua­ti­on ent­schei­den, die Mann­schaft wei­ter zu un­ter­stüt­zen und be­din­gungs­los da zu sein, dann macht mich das ein Stück weit stolz”, be­tont er. „Wir ha­ben nur ge­mein­sam ei­ne Chan­ce, die­se schwie­ri­ge Pha­se zu übers­tee­ben­falls hen und wie­der er­folg­reich zu sein. Emo­tio­nal aus­ge­drückt, fin­de ich das wirk­lich su­per.”

Emo­tio­nen und Mainz – das passt zu­sam­men für 96. Ver­gan­ge­ne Sai­son gab’s zwei Sie­ge. Beim Hin­run­den­start ge­wann Han­no­ver in Mainz mit 1:0, beim 3:2-Sieg im Rück­spiel schoss Ni­clas Füllkrug drei To­re. „Klar ist das noch in den Köp­fen der Spie­ler, dass wir die zwei­mal ge­schla­gen ha­ben. Und dass wir mit ei­nem Sieg in Mainz in die Sai­son ge­star­tet sind, was uns Flü­gel ver­lie­hen hat.” Vi­el­leicht ist’s er­neut ei­ne gu­te Ba­sis, um end­lich ab­zu­he­ben. Das hofft je­den­falls Ma­na­ger Heldt. Der fei­ert am Spiel­tag 49. Ge­burts­tag. Sein Wunsch: „Dass wir ein gu­tes Spiel ma­chen – und na­tür­lich ge­win­nen.”

Er weiß, wie es geht: 96-Stür­mer Ni­clas Füllkrug er­ziel­te im Ja­nu­ar die­ses Jah­res al­le drei To­re beim 3:2-Heim­sieg ge­gen Mainz – nach ei­nem 0:2-Rück­stand. Mor­gen in Mainz will er mal wie­der tref­fen – Füllkrug hat erst zwei Sai­son­to­re.

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