Dau­er­the­ma Po­stär­ger: Zu­stel­lung in Gif­horn läuft im­mer noch nicht rund

Un­ter­neh­men setzt auf Sprin­ger und zu­sätz­li­che Mit­ar­bei­ter – Im­mer noch ho­her Kran­ken­stand

Aller-Zeitung - - GIFHORN -

GIF­HORN. Der Po­stär­ger in Gif­horn scheint an­zu­dau­ern – und das pünkt­lich zum Weih­nachts­ge­schäft. Nach Ver­stär­kung des durch Krank­heit de­zi­mier­ten Per­so­nals in Gif­horn sei­en nun Aus­hil­fen wie­der ab­ge­zo­gen wor­den, be­rich­ten ver­är­ger­te Kun­den. Das stim­me – aber nur zum Teil, sagt die Deut­sche Post AG.

Nach­dem Bür­ger, Po­li­tik und Ver­wal­tung ge­mein­sam schar­fe Kri­tik an man­gel­haf­ter Zu­stel­lung ge­übt ha­ben, re­agier­te die Post und ver­stärk­te ihr Per­so­nal. Doch sind da­mit die Pro­ble­me end­lich ge­löst? Ein An­woh­ner aus der Dr.-ul­rich-ro­shop-stra­ße in Gif­horn war­te­te fast zwei Wo­chen auf die Zu­stel­lung wich­ti­ger Post. Ver­si­che­rungs­un­ter­la­gen und Rech­nun­gen, die am 23. No­vem­ber ab­ge­schickt wor­den wa­ren, lan­de­ten erst in die­ser Wo­che in sei­nem Brief­kas­ten. Auch wich­ti­ge Brie­fe für sei­nen Sohn sei­en viel zu spät ge­lan­det. „Plötz­lich kam die ge­sam­te Post in ei­nem Schwung – mehr als zehn Brie­fe steck­ten im Brief­kas­ten“, be­rich­tet der Fi­nanz­be­am­te sau­er. Über ähn­li­che Pro­ble­me be­rich­ten Post­kun­den aus dem Bol­de­cker Land – und dass ih­nen Zu­stel­ler sag­ten, nach ei­ner An­wei­sung vor­ran­gig Pa­ke­te zu­stel­len zu müs­sen. Per­so­nal aus an­de­ren Be­rei­chen sei nach Gif­horn ge­schickt wor­den, zu­dem ge­be es ei­ne Auf­sto­ckung der Gif­hor­ner Zu­stell­kräf­te, er­läu­ter­te Pos­tspre­cher Jens-uwe Ho­gardt Mit­te No­vem­ber ein­ge­lei­te­te Maß­nah­men. „Wir ha­ben zehn Neu­ein­stel­lun­gen vor­ge­nom­men“, ver­si­cher­te Ho­gardt. Zu­dem ge­be es sie­ben wei­te­re Mit­ar­bei­ter für das be­vor­ste­hen­de Weih­nachts­ge­schäft. Die zehn neu ein­ge­stell­ten Kräf­te wür­den dau­er­haft in Gif­horn blei­ben.

Ho­gardt räum­te ein, dass Sprin­ger-kräf­te aus an­de­ren Be­zir­ken wie­der ab­ge­zo­gen wur­den. „Sie muss­ten in ih­re

Ver­zö­ge­run­gen bei der Zu­stel­lung: Der Po­stär­ger bleibt in Gif­horn trotz An­stren­gun­gen des Un­ter­neh­mens ein Dau­er­the­ma.

Be­rei­che zu­rück.“Da­für sei­en je­doch an­de­re Sprin­ger-kräf­te ran­ge­holt wor­den. Beim Un­ter­neh­men selbst sei­en ak­tu­ell „re­la­tiv we­nig Be­schwer­den“ auf­ge­lau­fen. Zum Bol­de­cker Land sag­te Ho­gardt, dass dort we­gen Krank­heits­aus­fäl­len drei Ein­schrän­kun­gen zu ver­mel­den sei­en.

Die Post set­ze dar­auf, dass in den kom­men­den Ta­gen ei­ne Nor­ma­li­sie­rung ein­tre­te, was den Kran­ken­stand der Mit­ar­bei­ter an­ge­he.

➡ Sprin­ger-kräf­te aus an­de­ren Be­zir­ken wur­den von der Post be­reits wie­der ab­ge­zo­gen.

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