SPD will Hartz IV be­gra­ben

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BERLIN. Nach jah­re­lan­gen De­bat­ten will die SPD das vom da­ma­li­gen Bun­des­kanz­ler Ger­hard Schrö­der ein­ge­führ­te Hartz-iv-sys­tem ab­wi­ckeln und statt­des­sen ein Bür­ger­geld ein­füh­ren. Der Vor­stand stimm­te am Sonn­tag bei ei­ner Klau­sur in Berlin ein­stim­mig für das neue Mo­dell, das aber in der gro­ßen Ko­ali­ti­on mit der Uni­on vor­erst kei­ne Chan­ce auf Um­set­zung hat.

„Wir kön­nen heu­te mit Fug und Recht sa­gen: Wir las­sen Hartz IV hin­ter uns und er­set­zen es nicht nur dem Na­men nach“, er­klär­te Spd-che­fin Andrea Nah­les. Das Bür­ger­geld ste­he für we­ni­ger Sank­tio­nen und hö­he­re Leis­tun­gen für äl­te­re Ar­beits­lo­se.

Wer lan­ge ein­ge­zahlt hat, soll dem Spd-mo­dell zu­fol­ge bis zu drei Jah­re Ar­beits­lo­sen­geld be­kom­men, statt heu­te nach zwölf oder 24 Mo­na­ten in die So­zi­al­hil­fe zu fal­len. Die bis­he­ri­gen Re­gel­sät­ze wür­den un­ver­än­dert blei­ben. Der Staat sol­le als ein Part­ner, nicht als Kon­trol­leur wahr­ge­nom­men wer­den, so Nah­les.

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