Wie si­cher ist mein Brow­ser?

Ob Chro­me, Fi­re­fox oder Sa­fa­ri, die meis­ten Brow­ser bie­ten gu­te Si­cher­heits­fea­tures – vor­aus­ge­setzt, man be­folgt ei­ni­ge Re­geln

Aller-Zeitung - - NETZWELT - VON LI­SA STEG­NER

Wer im In­ter­net surft, hin­ter­lässt Spu­ren. Wie vie­le das sind und wie gut die Da­ten, die wir selbst ein­ge­ben oder aber durch un­ser Ver­hal­ten preis­ge­ben, ge­schützt sind, hängt auch vom ver­wen­de­ten Brow­ser ab.

Da­ne­ben kommt es aber vor al­lem auf un­ser ei­ge­nes Ver­hal­ten an: „Das Wich­tigs­te ist, dass – egal, wel­chen Brow­ser man ein­setzt – die­ser re­gel­mä­ßig ak­tua­li­siert wird, so­dass be­kann­te Si­cher­heits­lü­cken ge­schlos­sen wer­den“, er­klärt Ste­phan Dör­ner, On­line­chef­re­dak­teur des Fach­ma­ga­zins „t3n“. An­sons­ten kön­ne es sinn­voll sein, ei­nen zwei­ten Brow­ser für be­son­de­re Zwe­cke ein­zu­set­zen. „Wer hier auf Num­mer si­cher ge­hen will, kann et­wa den auf Fi­re­fox ba­sie­ren­den Tor­brow­ser be­nut­zen, der die ei­ge­nen Da­ten durch al­ler­lei Maß­nah­men ver­schlei­ert.“Hier­für müs­sen Nut­zer al­ler­dings län­ge­re La­de­zei­ten in Kauf neh­men. Wer be­son­ders si­cher ge­hen will, kann ei­nen zwei­ten Brow­ser auch in­ner­halb ei­ner vir­tu­el­len

Ma­schi­ne ein­rich­ten, in der ein ei­ge­nes Be­triebs­sys­tem wie Li­nux oder Win­dows läuft. Das hat den Vor­teil, dass bei ei­nem An­griff in der Re­gel nicht das Gast-be­triebs­sys­tem, son­dern nur das Sys­tem in­ner­halb der vir­tu­el­len Ma­schi­ne be­trof­fen ist.

In­ter­net Ex­klo­rer „ein­got­tenm

Wich­tigs­te Ver­hal­tens­maß­nah­me für In­ter­net­nut­zer: Je­des Pass­wort soll­te ein­zig­ar­tig sein und nicht dop­pelt ver­wen­det wer­den. Ei­ni­ge Brow­ser bie­ten hier­für ei­ne in­te­grier­te Pass­wort­ver­wal­tung mit Mas­ter­pass­wort an. Oder aber man in­stal­liert zu­sätz­lich ei­nen Pass­wort-ma­na­ger. Wer kei­ne au­to­ma­tisch ge­ne­rier­ten Pass­wör­ter ver­wen­den will, soll­te kei­nes­falls auf Be­grif­fe zu­rück­grei­fen, die im Le­xi­kon ste­hen.

„An­sons­ten gilt ei­ne ge­sun­de Skep­sis beim Down­load von Da­tei­en aus un­be­kann­ter Quelle“, sagt Ste­phan Dör­ner. Ge­fähr­lich sei­en hier aus­führ­ba­re Da­tei­en (un­ter Win­dows mit der En­dung „.exe“); aber auch Of­fice-do­ku­men­te oder selbst Pdf-da­tei­en kön­nen Mal­wa­re ent­hal­ten, vor al­lem, wenn Ma­kros ak­ti­viert sind. Des­halb ist es wich­tig, ne­ben dem Brow­ser auch den Vi­ren-schutz ak­tu­ell zu hal­ten.

„Wer au­ßer­dem in der Fir­ma nicht auf Win­dows, son­dern Mac oder Li­nux setzt, ist vor der al­ler­meis­ten Mal­wa­re ‚von der Stan­ge‘ ge­feit.“Aus It-si­cher­heits­sicht sei vor al­lem ei­ne Brow­ser­land­schaft gut, die nicht nur von ei­ner Soft­ware do­mi­niert wird, denn das ma­che es Cy­ber­kri­mi­nel­len un­nö­tig leicht. Von ei­nem Brow­ser rät der Ex­per­te al­ler­dings ab: „Wer noch den In­ter­net Ex­plo­rer ein­setzt, soll­te ihn auf je­den

Fall ein­mot­ten und ent­we­der auf Chro­me, Fi­re­fox oder Mi­cro­softs ak­tu­el­len Brow­ser Edge um­stei­gen.“

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