Kill me Ka­te: Sei­ten­hie­be auf al­les und je­den im Se­kun­den­takt

In­ka Mey­er gas­tiert auf Ein­la­dung des Gif­hor­ner Kul­tur­ver­eins im Rit­ter­saal mit „Die ge­zähm­te Wi­der­spens­ti­ge“

Aller-Zeitung - - GIFHORN -

GIF­HORN. Ob Bahn, Fern­se­hen, In­ter­net oder Pres­se, ob Frau oder vor al­lem Mann – bei In­ka Mey­er be­kam am Sams­tag im Gif­hor­ner Rit­ter­saal je­der sein Fett weg. Wie ein Ma­schi­nen­ge­wehr spuck­te die Ka­ba­ret­tis­tin Po­in­ten und Sei­ten­hie­be fast im Se­kun­den­takt ins Pu­bli­kum. Dem ge­fiel es, und so­gar die Män­ner hat­ten Spaß in dem mit 200 Zu­schau­ern aus­ver­kauf­ten Saal.

Ober­fläch­lich be­trach­tet schoss sich Mey­er in „Kill me Ka­te“vor al­lem auf die Män­ner ein und kämpf­te für die Rech­te der Frau­en. Schnell wur­de klar: das stimmt auch. Al­ler­dings nicht für ei­nen Fe­mi­nis­mus Frau ge­gen Mann, son­dern Frau und Mann auf Au­gen­hö­he.

Deut­lich mach­te Mey­er das un­ter an­de­rem mit ei­nem po­li­tisch kor­rekt for­mu­lier­ten For­mu­lar, in dem sich je­de not­wen­di­ge Art von „Er“und „Sie“fin­det. Und wel­ches das Fa­zit na­he­legt: „Ist die Spra­che end­lich fair, ver­steht sie kei­ner mehr.“

In­ka Mey­er schaff­te es, oh­ne viel Dr­um­rum das Pu­bli­kum zu fes­seln – al­lein durch ih­re Prä­senz. Hier mal ein Zet­tel­chen, da mal ein Stück Pa­pier – viel mehr brauch­te es nicht, um wit­zig, char­mant, ra­sant, bis­sig, zu­wei­len bös­ar­tig über die Büh­ne zu fe­gen.

Apro­pos bös­ar­tig: Dar­un­ter muss­te vor al­lem ihr Freund lei­den, von dem sie sich trenn­te, weil er sie mit ei­ner 18Jäh­ri­gen be­trog. „Er woll­te mit mir be­freun­det blei­ben. Aber ich ge­he mit ei­nem Hund, nach­dem er ein­ge­schlä­fert wur­de, ja auch nicht mehr Gas­si“, mach­te sie deut­lich, was sie da­von hält – auch, wenn sie „nicht ei­fer­süch­tig“ist. Und na­tür­lich blieb sie dem Pu­bli­kum ei­nen gu­ten Rat nicht schul­dig, wie ei­ne Be­zie­hung funk­tio­niert: „Es gibt zwei ge­trenn­te Ehe­bet­ten. Ei­nes in Mün­chen und ei­nes in Gif­horn.“

Ist die Spra­che end­lich fair, ver­steht sie kei­ner mehr.“

In­ka Mey­er

Ka­ba­ret­tis­tin

CAGLA CANIDAR

Kill me Ka­te: In­ka Mey­er kämpf­te im Rit­ter­saal wit­zig, bis­sig, iro­nisch, bös­ar­tig und ra­sant für die Rech­te der Frau­en.

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