Tor­lo­ses Tor­jä­ger-tref­fen

RB Leip­zig und Ein­tracht Frank­furt tren­nen sich im Ver­fol­ger­du­ell mit 0:0

Aller-Zeitung - - SPORT - VON JENS MARX

LEIP­ZIG. Kein Tor – das war wohl das Über­ra­schends­te an der Par­tie zwi­schen RB Leip­zig und Ein­tracht Frank­furt. Die Gäs­te mit ih­rer „Büf­fel­her­de“Lu­ka Jo­vic, An­te Re­bic und Sé­bas­ti­en Hal­ler konn­ten nichts aus­rich­ten im Ver­fol­ger­du­ell. Am En­de war die Ein­tracht gut be­dient, wie auch Trai­ner Adi Hüt­ter ein­räum­te: „Über 90 Mi­nu­ten ge­se­hen war Leip­zig bes­ser und hat­te mehr Tor­chan­cen.“Schnell rich­te­te sich der Blick beim Dfb-po­kal­sie­ger dann auf das ers­te K.-o.-spiel in der Eu­ro­pa Le­ague am Don­ners­tag bei Schacht­jor Do­nezk.

Hüt­ter ha­be ei­ne „ganz star­ke Ab­wehr­leis­tung“sei­ner Mann­schaft ge­se­hen, sag­te er am Sonn­abend. „Mit al­lem, was dar­über hin­aus­geht, bin ich we­ni­ger zu­frie­den.“Des­halb kön­ne er mit dem Punkt gut le­ben. „Wir ha­ben bei ei­ner Mann­schaft mit Cham­pi­ons-le­ague-am­bi­tio­nen 0:0 ge­spielt, al­so auch ei­ni­ges rich­tig ge­macht“, so der Ös­ter­rei­cher. „Po­si­tiv ist auch, dass wir in der Rück­run­de noch un­ge­schla­gen sind.“

Aus­ge­rech­net beim Auf­ein­an­der­tref­fen des 32-To­reT­ri­os aus Frank­furt und des 21-Tref­fer-du­os Ti­mo Wer­ner/ Yuss­uf Poul­sen gab es nichts zu be­ju­beln. Ge­le­gen­hei­ten hat­ten die Leip­zi­ger reich­lich, die Sta­tis­ti­ker no­tier­ten 14 Tor­schüs­se. Ei­ner von Wil­li Or­ban mit der Ha­cke wur­de von Ein­tracht-ka­pi­tän Gel­son Fer­nan­des für den be­reits ge­schla­ge­nen Na­tio­nal­kee­per Ke­vin Trapp mit dem Kopf von der Tor­li­nie ge­kratzt.

Glück­los agier­te vor al­lem Wer­ner. Elf Tref­fer er­ziel­te der Na­tio­nal­stür­mer bis­her, nach ei­ner Grip­pe­pau­se von zwei Spie­len hak­te es noch beim 22-Jäh­ri­gen. „Wenn man be­denkt, dass er an­dert­halb, zwei Wo­chen ei­gent­lich im Bett lag und kaum Luft zum At­men hat­te, fand ich es or­dent­lich“, mein­te Rb-coach Ralf Rang­nick den­noch.

An­ders als Rang­nick, der die ge­sam­te Leis­tung sei­ner Mann­schaft letzt­lich lob­te, aber nicht mit dem Er­geb­nis zu­frie­den war, be­ur­teil­te Hüt­ter nach dem Stress­test Auf­wand und Er­trag. „Die Leis­tung hat mir nicht gut ge­fal­len, weil wir uns in der Of­fen­si­ve nicht durch­set­zen konn­ten“, be­ton­te der Ein­tracht-trai­ner.

Sei­ne Ga­la-an­grei­fer Jo­vic (14 To­re), Hal­ler (11) und Re­bic (7) wur­den neu­tra­li­siert von der Ab­wehr­rei­he der Gast­ge­ber mit drei In­nen­ver­tei­di­gern. Und den­noch hät­te Frank­furt in der 88. Mi­nu­te den Spiel­ver­lauf fast auf den Kopf ge­stellt, als der ein­ge­wech­sel­te Mijat Ga­ci­no­vic das Au­ßen­netz traf. „Was nicht ver­dient ge­we­sen wä­re“, kon­sta­tier­te Hüt­ter.

Am kom­men­den Sonn­tag (15.30 Uhr, Sky) muss sich der Dfb-po­kal­sie­ger ge­gen Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach ge­gen ei­nen wei­te­ren Klub aus der Spit­zen­grup­pe be­wei­sen. Zu­vor aber steht die mit gro­ßer Span­nung er­war­te­te Par­tie in der Eu­ro­pa Le­ague in Char­kiw an. „Es tut uns gut, aus Leip­zig ei­nen Punkt mit­ge­nom­men zu ha­ben, weil es heu­te ein rich­tig schwe­res Spiel war“, sag­te Fi­lip Kostic. „Den­noch dür­fen wir uns nicht auf die­ser Leis­tung aus­ru­hen, son­dern müs­sen nach vorn bli­cken, am Don­ners­tag war­tet aus­wärts das nächs­te wich­ti­ge Spiel.“

Dan­ny da Cos­ta traf im Zdf-„sport­stu­dio“nur ein­mal an der Tor­wand. Der Au­ßen­ver­tei­di­ger be­ton­te den­noch, dass man mit „sehr viel Selbst­ver­trau­en“die nächs­te Her­aus­for­de­rung in der Eu­ro­pa Le­ague an­ge­he: „Wir wol­len da so lan­ge wie mög­lich wei­ter­ma­chen und hof­fen, dass wir die nächs­te Run­de er­rei­chen.“

FOTO: KA­RI­NA HESSLAND-WISSEL/GETTY

Ret­tungs­tat: Se­bas­ti­en Hal­ler (Zwei­ter von rechts) wehrt den Schuss von Ti­mo Wer­ner ab (links).

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