Gui­la­vogu­is Se­rie hält wei­ter an

Aller-Zeitung - - SPORT -

FREI­BURG. Erst­mals in die­ser Rück­run­de stand Ka­pi­tän Jos­uha Gui­la­vogui im Vfl-ka­der, In­nen­ver­tei­di­ger Mar­cel Tis­serand muss­te wei­chen, fuhr nicht mit in den Breis­gau. Der Fran­zo­se stand als Sech­ser gleich in der Start­elf, spiel­te durch. Und: Die be­ein­dru­cken­de

Se­rie des 28-Jäh­ri­gen hielt auch beim SC Frei­burg. Im­mer wenn Gui­la­vogui in die­ser Sai­son in ei­nem Pflicht­spiel auf dem Platz stand, ver­lo­ren die Wolfs­bur­ger nicht. Die Bi­lanz: acht Spie­le, sechs Sie­ge, zwei Re­mis. Auf­grund ei­nes Kreuz­band­ris­ses fehl­te er der Mann­schaft von Trai­ner Bru­no Lab­ba­dia vom zwei­ten bis zum zwölf­ten Spiel­tag. Nach der Win­ter­pau­se hat­te er we­gen ei­ner Ober­schen­kel­zer­rung zu­schau­en müs­sen. ▶ Mein Lieb­lings­wort in der ver­gan­ge­nen Wo­che war „Mit­tel­fehl­ver­wen­dung“. Ge­meint ist da­mit, dass man Geld, das ei­nem zur Ver­wen­dung an­ver­traut wird, für un­nüt­zes Zeug aus­gibt. Al­so zum Bei­spiel beim Ge­schäfts­es­sen drei­mal Nach­tisch or­dert. Oder – und das wird Dfb-ver­tre­tern vor­ge­wor­fen – Cham­pa­gner und Wod­ka be­stel­len lässt, wenn man doch ei­gent­lich nur Sport­li­ches zu be­spre­chen hat und nicht recht er­klä­ren kann, wie Cham­pa­gner und Wod­ka da­bei hel­fen könn­ten, die Trans­for­ma­ti­on vom Ball­be­sitz­fuß­ball zum Um­kehr­spiel auf die Rei­he zu krie­gen. Wo­bei die Kom­bi­na­ti­on aus drei­mal Nach­tisch, Wod­ka und Cham­pa­gner durch­aus zu ei­nem Um­kehr­spiel füh­ren kann, al­ler­dings eher im Ma­gen.

Weil der DFB ge­mein­nüt­zig ist, müs­sen die ent­spre­chen­de Vor­fäl­le zwi­schen 2013 und 2016 auf­ge­klärt wer­den. Die Li­ga hat’s da leich­ter, die Kom­bi­na­ti­on von „ge­mein“und „Nut­zen“wird da nur re­le­vant, wenn Di­di Ha­mann ge­mein zu den Bay­ern ist und Ha­san Sa­lih­a­mid­zic das für ei­nen ver­ba­len Kraft­akt nut­zen will, der dann doch wie­der nur für ein Mia-san-mi­mi­mi reicht.

An­sons­ten kom­men Aus­ga­ben für un­nüt­zes Zeug bei den Bun­des­li­ga­Klubs zu oft vor, um da je­weils im­mer ein gro­ßes Ding draus zu ma­chen, und es tut mir leid, wenn ich Ih­nen jetzt wie­der Di­vock Ori­gi, Nick­las Bendt­ner oder An­dré Schürr­le ins Ge­dächt­nis zu­rück­ge­holt ha­be. Aber es ist ja al­les bes­ser ge­wor­den. Beim DFB dür­fen seit An­fang 2018 nur noch Bier und Wein ab­ge­rech­net wer­den. Und in Wolfs­burg ist „Mit­tel­fehl­ver­wen­dung“neu­er­dings nicht mehr nur an an­de­res Wort für „Trans­fer­pha­se“.

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