Tag der Deut­schen Ein­heit: Tra­bis grü­ßen am Hö­fe­ner Maisla­by­rinth

Land­wirt Hin­nerk Bo­de-kirch­hoff er­in­nert mit Au­tos aus der DDR an die Wie­der­ver­ei­ni­gung vor 30 Jah­ren

Aller-Zeitung - - MEINERSEN / ISENBÜTTEL - VON CHRIS NIEBUHR

HÖ­FEN. Nach der Wen­de wa­ren die Tra­bis über­all auf den Stra­ßen im Land­kreis Gif­horn zu se­hen. Der Tra­bant war das Au­to in der ehe­ma­li­gen DDR, heut­zu­ta­ge sind die klei­nen, auch lie­be­voll Renn­pap­pen ge­nann­ten Fahr­zeu­ge sel­te­ner ge­wor­den auf den Stra­ßen. Zum Tag der Deut­schen Ein­heit wa­ren zwei be­son­de­re Tra­bis in Hö­fen beim Maisla­by­rinth von Land­wirt Hin­nerk Bo­de-kirch­hoff zu Gast – sie soll­ten an die Wie­der­ver­ei­ni­gung vor 30 Jah­ren er­in­nern.

Bei­de Au­tos hat­ten Rei­sen hin­ter sich ge­bracht: ei­ne klei­ne­re und ei­ne grö­ße­re Tour. Der Tra­bant des Hal­len­ser Uni­kats Dreh­or­gel-rolf hat tau­sen­de Ki­lo­me­ter zu­rück­ge­legt als Teil­neh­mer bei der Ral­lye Mag­de­burg-mar­ra­kesch. Dreh­or­gel-rolf hat­te das Event im Jahr 1992 or­ga­ni­siert. Und der Tra­bi von Stef­fen Ro­gow­ski ab­sol­vier­te ei­ne kür­ze­re Rei­se – aus dem Harz

Bö­ckel­se, im Harz hat­te der Wa­gen 20 Jah­re ge­stan­den. Der Land­ma­schi­nen­schlos­ser Ro­gow­ski hat­te ihn für 1600 Eu­ro er­wor­ben und da­heim den Win­ter über kom­plett re­stau­riert. Das schmu­cke Er­geb­nis konn­ten nun auch die Be­su­cher des Mais­la­by­rinths zum Tag der Deut­schen Ein­heit be­stau­nen.

Den Ral­lye-tra­bi hin­ge­gen zier­ten noch die Spu­ren und Auf­kle­ber sei­ner Sport­ver­gan­gen­heit, er steht al­ler­dings in­zwi­schen sonst im Mu­se­um in Mer­se­burg. Zu­dem hat das Fahr­zeug ein

Dach­zelt. Hin­nerk Bo­de­kirch­hoff hat am Ran­de sei­nes Mais­fel­des in ei­nem klei­nen Dorf ei­ne Ge­le­gen­heit ge­schaf­fen zum Über­nach­ten für die so ge­nann­ten Dach­zelt­no­ma­den. „Dreh­or­gel-rolf ist die­ser Be­we­gung sehr ver­bun­den und hat sei­nen Tra­bi als Gag für un­ser Dorf zur Ver­fü­gung ge­stellt. Aber das Au­to war uns zu scha­de, um drau­ßen bei Wind und Wet­ter zu ste­hen“, sag­te Bo­de-kirch­hoff.

Da­her ha­be man den Tra­bi nur zum Tag der Deut­schen Ein­heit raus­ge­holt – als Sym­nach bol zur Er­in­ne­rung an das wich­ti­ge Er­eig­nis der deutsch-deut­schen Ge­schich­te. Und da Bo­de-kirch­hoff wuss­te, dass auch Stef­fen Ro­gow­ski aus dem Nach­bar­ort Bö­ckel­se ei­nen be­son­de­ren Tra­bi be­sitzt, hat­te er ihn mit dem zwei­ten Fahr­zeug kur­zer­hand auch ein­ge­la­den. „Es ist doch toll, gleich zwei Tra­bis hier zu ha­ben“, mein­te Bo­de­kirch­hoff. So stan­den am Wo­che­n­en­de dann die bei­den Tra­bis am Mais­feld und er­in­ner­ten zum Sai­son­ab­schluss des La­by­rinths an die Wie­der­ver­ei­ni­gung.

➡ Der Ral­lye-tra­bi hat so­gar ei­nen Dach­zelt-auf­bau

FO­TO: CHRIS NIEBUHR

Sym­bo­le zur Er­in­ne­rung an die Wie­der­ver­ei­ni­gung: In Hö­fen wa­ren bei Hin­nerk Bo­de-kirch­hoff nun zwei be­son­de­re Tra­bis zum Tag der Deut­schen Ein­heit zu Gast.

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