250 Jah­re Gast­hof Hei­ne: Neue Son­der­aus­stel­lung im Schul­mu­se­um

St­ein­horst: Über­ra­schen­de Aspekt aus der Dorf­ge­schich­te sind bis zum 25. April 2021 zu se­hen

Aller-Zeitung - - WESENDORF - VON HANS-JÜR­GEN OLLECH

Un­ter dem Ti­tel „Die Schen­ke an der Furt: Gast­hof Hei­ne 1770 bis 2020“wur­de jetzt ei­ne Son­der­aus­stel­lung im Schul­mu­se­um St­ein­horst er­öff­net. Dar­in dreht sich al­les um den im Som­mer 2020 ab­ge­ris­se­nen Gast­hof Hei­ne – die­ser war 250 Jah­re lang Mit­tel­punkt des Or­tes.

Jetzt muss­te der Gast­hof nach ei­ner kür­ze­ren Zeit des Leer­stan­des, dem Wech­sel zwi­schen der Fa­mi­lie Hei­ne und Pri­vat­in­ves­to­ren, dem Rück­kauf durch die Ge­mein­de St­ein­horst und dem er­neu­ten Ver­kauf an die Ede­ka-ge­sell­schaft Platz ma­chen für ei­nen Su­per­markt. Am 3. Ok­to­ber 2019 fei­er­ten mehr als 350 Men­schen Ab­schied vom

Gast­hof. En­de April 2020 be­gan­nen die Ab­riss­ar­bei­ten, die bis in den Ju­li hin­ein an­dau­er­ten, und nur noch ei­nen gro­ßen Hau­fen Schutt hin­ter­lie­ßen.

Der Gast­hof war mehr als 250 Jah­re Mit­tel­punkt des Or­tes und so­zia­ler Treff­punkt, um mit­ein­an­der zu kom­mu­ni­zie­ren, Vieh und an­de­re Gü­ter zu kau­fen und zu verkaufen, das ge­sell­schaft­li­che Le­ben zu pfle­gen und schließ­lich auch zu fei­ern, sag­te Schul­mu­se­ums­lei­ter Ar­ne Ho­mann. Er er­gänz­te, dass mit dem neu­en Ede­ka-markt dort ein neu­er, so­zia­ler Treff­punkt ge­schaf­fen wer­de. Der Lei­ter der Kreis­mu­se­en, Dr. Flo­ri­an West­phal, lob­te die Son­der­aus­stel­lung, da sie ein Zeug­nis der Dorf­ge­schich­te ge­be. Kreis­ar­chäo­lo­ge Dr. Ingo

Schul­mu­se­um St­ein­horst: Die Son­der­aus­stel­lung zum Gast­hof Hei­ne zeigt auch ar­chäo­lo­gi­sche Fund­stü­cke und Bil­der vom Ab­riss.

Eich­feld be­rich­te­te, dass er mit ei­ni­gen frei­wil­li­gen Hel­fern in der Nä­he der Lach­te Ge­fä­ße und Scher­ben ge­fun­den ha­be, die auf ei­ne Fär­be­rei aus dem zwölf­ten Jahr­hun­dert hin­deu­ten. Das be­deu­te, dass schon vor der ers­ten ur­kund­li­chen Er­wäh­nung von St­ein­horst im Jahr 1244 dort ei­ne An­sied­lung be­stan­den ha­be. Und schließ­lich wur­de der Gast­hof Hei­ne von Dr. Bern­hard Schü­ne­mann vor dem Ab­riss aus­führ­lich in Fo­tos fest­ge­hal­ten.

Die Son­der­aus­stel­lung gibt da­her ei­nen um­fas­sen­den Ein­blick in die 250-jäh­ri­ge Ge­schich­te des Gast­hofs Hei­ne. Ge­öff­net ist sie bis ein­schließ­lich 25. April 2021 je­weils frei­tags und sams­tags von 12 bis 16 Uhr so­wie sonn­tags und fei­er­tags von 11 bis 17 Uhr. Be­su­cher soll­ten sich vor dem Be­such auf der In­ter­net­sei­te www.mu­se­en-gif­horn.de oder un­ter Tel. (0 51 48) 40 15 zu even­tu­el­len Än­de­run­gen der Öff­nungs­zei­ten in­for­mie­ren.

Es gel­ten co­ro­nabe­dingt die all­ge­mei­nen Hy­gie­ne­vor­schrif­ten der Lan­des­re­gie­rung.

FO­TOS (3): HANS-JÜR­GEN OLLECH

250 Jah­re Gast­hof Hei­ne: Ar­ne Ho­mann (v.l.), Dr. Bern­hard Schür­mann, Dr. Flo­ri­an West­phal und Dr. Ingo Eich­feld er­öff­ne­ten die Son­der­aus­stel­lung im Schul­mu­se­um St­ein­horst.

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