Ich wün­sche al­len ein Herz vol­ler Dank­bar­keit

Aller-Zeitung - - KIRCHLICHE NACHRICHTE­N - ANDRE­AS ULMER PAS­TOR

▶ Der Bei­trag aus der Rei­he „Im­pul­se“stammt in die­ser Wo­che von Andre­as Ulmer aus Mü­den. Nach sei­nem Theo­lo­gie­stu­di­um ar­bei­te­te er zu­erst in Wolfs­burg, Kne­se­beck und Han­kens­büt­tel. Seit 1993 ist er in der Jo­han­nesGe­mein­de, Hah­nen­hor­ner Stra­ße 2, in Mü­den an der Al­ler als Ge­mein­de­pas­tor tä­tig.

„Dank­bar­keit trägt das Gu­te der Ver­gan­gen­heit in die Ge­gen­wart!“Die­ses Zitat stammt von Ar­no Backhaus. Es er­in­nert dar­an, wie viel Gu­tes wir er­lebt ha­ben. Und ich möch­te mich täg­lich dar­an er­in­nern.

Denn: Dank­bar­keit för­dert das Wohl­be­fin­den und die Wi­der­stands­fä­hig­keit, sie be­schleu­nigt den Hei­lungs­ver­lauf bei Krank­hei­ten. Stu­di­en be­wei­sen dies in­zwi­schen. Dank­ba­re Men­schen sind we­ni­ger an­fäl­lig für Angs­ter­kran­kun­gen, De­pres­sio­nen oder Sucht­pro­ble­me.

Wenn ich Sie heu­te fra­gen wür­de: wie dank­bar sind Sie – auf ei­ner Ska­la von 1 bis 10? 1 für we­nig dank­bar und 10 für sehr dank­bar – wie wür­den Sie sich ein­ord­nen?

Mei­ne El­tern sind in­zwi­schen bei­de über 80 Jah­re alt. Auf­grund der Ent­fer­nung te­le­fo­nie­re ich oft mit ih­nen. Bei

(fast) je­dem Ge­spräch sa­gen sie mir, wie dank­bar sie sind: für ih­re Ge­sund­heit, für ihr Ver­sorgt-sein, für die Woh­nung im Hau­se mei­nes Bru­ders, und so wei­ter.

Ich ha­be mir vor­ge­nom­men, die­se Hal­tung der Dank­bar­keit (von mei­nen El­tern) zu über­neh­men. Üb­ri­gens rät das schon die Bi­bel: „Lo­be den Herrn mei­ne See­le und ver­giss nicht, was er dir Gu­tes ge­tan hat.“So steht es Psalm 103, Vers 2.

Ich will mich täg­lich an das Gu­te in mei­nem Le­ben er­in­nern: mei­ne Fa­mi­lie und Freun­de; mein Ver­sorgt-sein mit Nah­rung, Klei­dung und ei­nem Dach über dem Kopf; un­ser gu­tes Ge­sund­heits­sys­tem und vie­ler­lei Hil­fen von staat­li­cher Stel­le; für die Aus­wahl in den Su­per­märk­ten; die Schön­heit der Na­tur, die be­son­ders im Herbst ih­ren Reiz hat. Und vie­les mehr.

Und ich bin dank­bar für Gu­tes in mei­ner Ver­gan­gen­heit: Be­wah­rung bei Un­fäl­len, Hei­lung und Un­ter­stüt­zung in Krank­hei­ten, gu­te Be­geg­nun­gen mit mei­nen Men­to­ren, Hil­fe durch seel­sor­ger­li­che Ge­sprä­che. Und vie­les mehr.

„Dank­bar­keit trägt das Gu­te der Ver­gan­gen­heit in die Ge­gen­wart!“Das ist so. Und vor al­len Din­gen möch­te ich mei­nem Gott dan­ken, der mir so viel Gu­tes ge­tan hat. Die­ser Gott der Bi­bel ist le­ben­dig und gut. Mei­ne Freund­schaft mit ihm ver­än­dert und prägt mein gan­zes Le­ben. Er bleibt an mei­ner Sei­te und lässt mich in kei­nem Mo­ment al­lein. Ich bin si­cher und ge­bor­gen. Durch Gott ha­be ich ei­ne Hoff­nung, die mich hält und trägt! ER macht den Un­ter­schied!

Ich wün­sche Ih­nen ein Herz vol­ler Dank­bar­keit – auch Gott ge­gen­über!

Mit nach­denk­li­chen Grü­ßen

➡ Dank­bar­keit trägt das Gu­te der Ver­gan­gen­heit in die Ge­gen­wart!

Andre­as Ulmer

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