WHO: Lock­downs för­dern die Ar­mut

Aller-Zeitung - - BLICK IN DIE ZEIT -

LONDON. Der son­der­ge­sand­te der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) für Co­vid-19, Da­vid Na­bar­ro, hat an staats- und re­gie­rungs­chefs der Welt ap­pel­liert, Lock­downs nicht als pri­mä­res Mit­tel zur Kon­trol­le des Co­ro­na­vi­rus ein­zu­set­zen. „Lock­downs ha­ben nur ei­ne Kon­se­quenz, die man nie­mals her­ab­set­zen darf und die ist, dass sie ar­me Men­schen sehr viel är­mer ma­chen“, sag­te Na­bar­ro in ei­nem In­ter­view mit der bri­ti­schen Zeit­schrift „spec­ta­tor“. Ei­ne Ver­dopp­lung der welt­wei­ten Ar­mut so­wie min­des­tens ei­ne Ver­dopp­lung der Man­gel­er­näh­rung bei Kin­dern hält der Who-ex­per­te dem­nach für rea­lis­tisch. Lock­downs sei­en nur als letz­tes Mit­tel ge­recht­fer­tigt, wenn das Ge­sund­heits­sys­tem ei­nes Lan­des völ­lig über­for­dert sei.

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