Ge­ne­ra­ti­on ?

Nach dem Rück­tritt von Vik­to­ria Re­bens­burg und vor dem Sai­son­start am Wo­che­n­en­de feh­len dem deut­schen Ski­ver­band Sieg­fah­rer

Aller-Zeitung - - SPORT - VON STEFAN DÖRING

söl­den. Es war ei­ne Nach­richt, die in der deut­schen Ski­sze­ne ein­schlug wie ei­ne Bom­be. Am 1. Sep­tem­ber be­en­de­te Vik­to­ria Re­bens­burg voll­kom­men über­ra­schend ih­re Kar­rie­re – und hin­ter­ließ un­er­war­tet ei­ne rie­si­ge Lü­cke im deut­schen Ski­ver­band (DSV). „Für uns ist das ein Worst-ca­ses­ze­na­rio, wenn die Ga­li­ons­fi­gur in ei­ner noch da­zu schwie­ri­gen Pha­se weg­fällt“, sag­te Dsv-al­pin­chef Wolfgang Mai­er da­mals. Es sei ein „her­ber Ver­lust“. Der nächs­te, hät­te er auch an­fü­gen kön­nen. Fe­lix Neu­reu­ther fährt schließ­lich schon seit ei­nem Jahr nicht mehr, nach der co­ro­nabe­dingt ab­ge­bro­che­nen Sai­son hör­ten im Früh­jahr auch Ve­ro­ni­que Hro­nek, Chris­ti­na Acker­mann, Do­mi­nik Steh­le und Fritz Dop­fer auf. Nun

auch noch

Re­bens­burg. Vor dem Sai­son­be­ginn an die­sem Wo­che­n­en­de auf dem Ret­ten­bach­fer­ner in Söl­den fragt man sich beim DSV, wer in der kom­men­den Sai­son – vor al­lem in den tech­ni­schen Dis­zi­pli­nen – für Er­fol­ge sor­gen soll.

„Wir müs­sen jetzt klei­ne­re Bröt­chen ba­cken“, sag­te Jür­gen Gral­ler, Chef­trai­ner der deut­schen

Frau­en, be­reits be­schei­den.

„Aber es ist auch ei­ne Chan­ce für die Jün­ge­ren. Es braucht Zeit, aber es kann ei­ne Mann­schaft auch be­flü­geln.“Dar­auf setzt auch sein Män­ner-kol­le­ge Christian Schwai­ger. „Wir als Ver­band und wir Trai­ner müs­sen uns nun an­ders ori­en­tie­ren und an­de­re Ath­le­ten in die Welt­spit­ze brin­gen.“In die­sen Aus­sa­gen steckt viel Op­ti­mis­mus. Bei den Frau­en war schon in der ver­gan­ge­nen Sai­son nur Re­bens­burg wirk­lich kon­kur­renz­fä­hig. So setzt sich wohl auch in der nun be­gin­nen­den Sai­son der Trend fort, dass die Män­ner für die deut­schen Er­fol­ge sor­gen müs­sen. Schon in den ver­gan­ge­nen bei­den Jah­ren wa­ren es vor al­lem die Speed-fah­rer Josef Ferstl und al­len vor­an Thomas Dre­ßen, die die Sie­ge ein­fuh­ren. Dre­ßen ge­wann 2018 über­ra­schend das Hah­nen­kamm­ren­nen in Kitz­bü­hel, ver­gan­ge­ne Sai­son war er in gleich drei Ab­fahr­ten nicht zu schla­gen. Am Donnerstag kür­te ihn der DSV zum „Ski­sport­ler des Jah­res“. Doch beim Rie­sen­sla­lom am Sonn­tag wird Dre­ßen nicht an den Start ge­hen – so liegt der Fo­kus auf dem ex­trem stei­len Hang in Söl­den auf ei­nem an­de­ren Fah­rer: Stefan Luitz. Ein un­be­schrie­be­nes Blatt ist der 28-Jäh­ri­ge nicht. En­de 2018 ge­wann er be­reits ei­nen Rie­sen­sla­lom in Bea­ver Creek, fuhr sie­ben­mal aufs Po­dest.

Ich will die fre­che Li­nie fah­ren, in An­griffs­stel­lung sein. Ich will der Chef auf dem Ski sein!

Stefan Luitz, deut­scher Ski­renn­fah­rer

FO­TO: ALAIN GROSCLAUDE/GETTY

Rückt jetzt noch mehr in den Fo­kus: Der deut­sche Ski­renn­fah­rer Stefan Luitz.

FO­TO: DSV/DPA

„Müs­sen klei­ne­re Bröt­chen ba­cken“: Der neue DSV- Frau­en-trai­ner Jür­gen Gral­ler.

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