Nach­weis­lich be­schimpft

Allgäuer Zeitung (Kaufbeurer Tagblatt) - - Meinung & Dialog -

Zum Kom­men­tar „Özil hat sich ver­kal­ku liert“von Ru­di Wais (Sei­te 1) vom 26. Ju­li: Ih­ren Kom­men­tar emp­fin­de ich als be­schä­mend. Es ist wohl rich­tig, dass das Fo­to mit ei­nem au­to­ri­tä­ren Staats­prä­si­den­ten ein Feh­ler war und die Tat­sa­che, dass der Spie­ler Özil die­sen Feh­ler nicht ein­sieht, sehr be­dau­er­lich ist. Wie Sie al­ler­dings dar­auf kom­men, dem Spie­ler, der nach­weis­lich als „Tür­ken­schwein“und „Zie­gen­fi­cker“be­schimpft wur­de und dem ge­ra­ten wur­de, „sich zu­rück nach Ana­to­li­en zu ver­pis­sen“, zu un­ter­stel­len, er wür­de ei­nen Ras­sis­mus­hin­ter­grund für sei­nen Rück­tritt nur vor­ge­ben, er­schließt sich mir nicht. Dass der An­griff auf Herrn See­ho­fer von Herrn Ha­beck mög­li­cher­wei­se zu viel des Gu­ten war, kann durch­aus sein. Dass ei­ne an­geb­li­che Volks­par­tei wie die CSU durch Be­grif­fe wie „Asyl­tou­ris­mus“und „Herr­schaft des Un­rechts“da­bei mit­hilft, ras­sis­ti­sches Ge­schwätz wie­der sa­lon­fä­hig zu ma­chen, ist je­doch lei­der ei­ne trau­ri­ge Tat­sa­che. Jür­gen Kai­ser, Neu­säß

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