Dtm-fah­rer glänzt in der For­mel E

Allgäuer Zeitung (Kaufbeurer Tagblatt) - - Allgäu-sport - VON RALF LIE­NERT

Mo­tor­sport Ro­bin Fri­jns wird in Ma­rok­ko Zwei­ter. Lu­cas Di Gras­si und Da­ni­el Abt ent­täu­schen, Max Gün­ther zeigt hin­ge­gen ein fu­rio­ses Ren­nen

Mar­ra­kesch/kemp­ten Der zwei­te Lauf der For­mel-e-meis­ter­schaft in Ma­rok­ko stand ganz im Zei­chen von Ro­bin Fri­jns. Der 27-jäh­ri­ge Nie­der­län­der, der in der DTM für Abt Sports­li­ne an den Start geht, wur­de im Team Vir­gin Ra­c­ing Zwei­ter. Ein fu­rio­ses Ren­nen zeig­te auch der Ret­ten­ber­ger Ma­xi­mi­li­an Gün­ther: Er fuhr vom En­de des Fel­des bis auf Platz zwölf vor. Die bei­den Au­di­fah­rer Lu­cas di Gras­si und Da­ni­el Abt aus Kemp­ten wa­ren in Schlagdis­tanz zur Spit­ze, muss­ten sich am En­de aber mit den Plät­zen sie­ben und zehn zu­frie­den­ge­ben.

„Vol­le Atta­cke“lau­te­te Gün­thers De­vi­se bei sei­nem zwei­ten Auf­tritt in der For­mel E. Von Start­platz 21 ar­bei­te­te sich der 21-jäh­ri­ge Ober­all­gäu­er im „Geox Dra­gon“-elek­trof­lit­zer nach vor­ne. Am En­de fehl­ten ihm nur zwei Se­kun­den auf ei­nen Platz in den Punk­te­rän­gen. Da­bei pro­fi­tier­te er vom so­ge­nann­ten „At­tack-mo­dus“, der den Fah­rern zu­sätz­li­che Ener­gie be­schert, nach­dem sie zu­vor durch ei­ne „Ak­ti­vie­rungs­zo­ne“ge­fah­ren sind. „Was für ein Ren­nen. Die vie­len Zwei­kämp­fe ha­ben sehr viel Spaß ge­macht, auch, weil ich da­bei noch mehr Po­si­tio­nen gewinnen konn­te. Ich bin sehr glück­lich über die­ses su­per Er­geb­nis“, sag­te der All­gäu­er.

Für das Team Au­di Sport Abt Scha­eff­ler aus Kemp­ten sind die For­mel-e-ein­sät­ze in­zwi­schen et­was Be­son­de­res. Ne­ben den bei­den Stamm­fah­rern di Gras­si und Abt sind auch die bei­den Fah­rer aus dem DTM-TEAM von Abt Sports­li­ne da­bei. Ni­co Mül­ler sitzt als Test- und Er­satz­fah­rer für Au­di am Steu­er. Sein Team­kol­le­ge Ro­bin Fri­jns star­tet im Au­di-kun­den­au­to von „En­vi­si­on Vir­gin Ra­c­ing“– und ju­bel­te auf dem Po­di­um.

Au­di-mo­tor­sport­chef Die­ter Gass freu­te sich über den Auf­wärts­trend: „Un­se­re bei­den Au­tos ka­men mit Ro­bin Fri­jns und Sam Bird auf den Plät­zen zwei und drei ins Ziel. Un­se­re Werks­au­tos hat­ten mit Lu­cas und Da­ni­el nach gu­ten Starts am En­de et­was mehr zu kämp­fen. Wir müs­sen her­aus­fin­den, war­um sie im Ver­lauf des Ren­nens lang­sa­mer wur­den.“

Nach ei­nem we­nig ge­glück­ten Qua­li­fy­ing sorg­ten di Gras­si und Abt im Ren­nen mit sen­sa­tio­nel­len Starts für Fu­ro­re. Di Gras­si ver­bes­ser­te sich in der ers­ten Run­de um fünf Po­si­tio­nen, Abt so­gar um sie­ben. Nach we­ni­gen Run­den hat­ten die bei­den Fah­rer den An­schluss zur Spit­zen­grup­pe ge­fun­den. Am En­de wa­ren sie aber ent­täuscht, das Sa­fe­ty-car ver­hin­der­te ei­nen Po­di­ums­platz. „Das war ein ver­rück­tes Ren­nen“, sag­te di Gras­si. Und wei­ter mein­te er: „Nach mei­ner Auf­hol­jagd hat mir nicht viel zur Füh­rung ge­fehlt, doch das Sa­fe­ty-car hat un­se­re Stra­te­gie ziem­lich kom­pro­mit­tiert. Platz sie­ben und die schnells­te Renn­run­de – wir sind auf je­den Fall wie­der da.“

Da­ni­el Abt sag­te: „Mein Start war rich­tig gut. Auch da­nach fühl­te sich al­les gut an. Ich war schon Sieb­ter und hat­te An­schluss an die Füh­rungs­grup­pe. Doch nach­dem ich den At­tack Mo­de das ers­te Mal ak­ti­viert hat­te, ging plötz­lich nicht mehr viel. Wir müs­sen ana­ly­sie­ren, war­um.“Für Au­di-te­am­chef Al­lan Mc­nish blieb die Er­kennt­nis, dass er mit dem Au­di e-tron FE05 ein schnel­les Au­to hat: „Wir freu­en uns, dass hier zwei Au­di aufs Po­di­um ge­fah­ren sind. Aber nun wer­den wir al­les dar­an set­zen, dass die Son­ne in San­tia­go für un­ser Werks­team scheint.“Der drit­te Lauf der Elek­tro­renn­se­rie fin­det am 26. Ja­nu­ar in Chi­le statt.

Fo­to: im­a­go

Ro­bin Fri­jns, nor­ma­ler­wei­se für Abt Sports­li­ne in der DTM un­ter­wegs, mach­te beim Ren­nen in Ma­rok­ko auch in der For­mel E ei­ne gu­te Fi­gur.

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