Es re­den zu vie­le mit

Allgäuer Zeitung (Marktoberdorfer Landbote) - - Allgäu-rundschau -

Zum Le­ser­brief von Cen­ta Die­pol­der, die schreibt, dass sie im Wolf kei­nen Nut­zen sieht: Der alp­wirt­schaft­li­che Ver­ein und sein Vor­stand ha­ben schon lan­ge da­vor ge­warnt und sich hin­ter die Land­wir­te, Al­phir­ten und al­le, die mit Nutz­tie­ren zu tun ha­ben, ge­stellt und kämp­fen da­für. Da ist der Mit­glieds­bei­trag gut auf­ge­ho­ben. Ich ha­be auch vor fast vier Wo­chen Käl­ber das ers­te Mal auf die Wei­de ge­las­sen und jetzt muss man Angst ha­ben, dass am nächs­ten Tag es ei­nem auch so er­geht und man ein to­tes Tier fin­det, das vom Wolf aus­ge­wei­det wur­de. Wenn jetzt in ei­nem Le­ser­brief Ver­glei­che mit Ent­hor­nen ge­zo­gen wer­den, soll­te man auch wis­sen, dass die Hör­ner ent­fernt wer­den, da­mit an­de­re Rin­der sich nicht ver­let­zen. Denn wenn al­le Kü­he Hör­ner ha­ben, soll­te es kei­ne Ver­let­zun­gen ge­ben. Aber wenn wel­che Hör­ner ha­ben und die an­de­ren nicht, wer­den die oh­ne Hör­ner trak­tiert. Die Zucht ist in­zwi­schen so weit, dass es horn­lo­se Stie­re gibt. Wer Hör­ner bei sei­nen Tie­ren will – ist in Ord­nung. Beim Wolf re­den halt vie­le Leu­te mit, die mit Nutz­tie­ren nichts zu tun ha­ben oder in der Stadt woh­nen. Der Wolf ge­hört in den Na­tio­nal­park und passt nicht ins All­gäu. Und in Russ­land gibt es vie­le Ge­bie­te, wo der Wolf sich zu Hau­se füh­len kann. Und die vom Wolf ge­ris­se­nen Käl­ber und Scha­fe be­rüh­ren mich ge­nau­so, wie die Kat­ze, die vom Ad­ler ge­holt wur­de. Ich bin auch ge­gen das Schäch­ten der Tie­re ein­ge­stellt, wo man von Tier­schüt­zern nie et­was hört.

Pe­ter Hart­mann, Wertach

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