Klei­ner Kum­pel

bfly-au­dio be­wei­sen mit dem Litt­le Fwend, dass sie als Ver­trieb für aus­ge­klü­gel­tes Zu­be­hör die Na­se ganz weit vor­ne ha­ben. Wir ha­ben uns die Ton­arm End-ab­he­bung mal ge­nau­er an­ge­schaut.

Audio Test - - Test - Jörg Schu­ma­cher

Die Augs­bur­ger von bfly-au­dio ha­ben ja schon mit ih­ren Ab­sor­ber-ba­sen ein­drucks­voll un­ter Be­weis ge­stellt, dass sie ein be­son­de­res Händ­chen für Tu­ning- und Zu­be­hör­ar­ti­kel ha­ben. Mit dem Litt­le Fwend wid­met man sich nun ei­ner viel­leicht auf den ers­ten Blick klang­lich we­ni­ger Aus­schlag ge­ben­den The­ma­tik. Aber der Litt­le Fwend ist vor al­lem ei­nes: un­ge­mein prak­tisch. Und nein, der klei­ne Kum­pel ist kei­ne Schach­fi­gur ex­tra­ter­res­tri­schen Ur­sprungs, son­dern schlicht­weg ei­ne aus­ge­buff­te To­n­aram End-ab­he­bung.

Lift me up, Scot­ty!

Die Na­mens­ge­bung ist viel­leicht nicht für al­le nach­voll­zieh­bar. Wie­so der Litt­le Fwend ei­ne ex­trem klu­ge Idee dar­stellt, hin­ge­gen schon. Je­der Be­sit­zer ei­nes Plat­ten­spie­lers oh­ne Voll­au­to­ma­tik wird es ken­nen. Man ver­lässt beim Plat­te hö­ren kurz den Raum, aus kurz wer­den plötz­lich ein, zwei Stun­den und man kehrt zu ei­nem mun­ter in der Aus­lauf­ril­le vor sich hin ro­tie­ren­den Plat­ten­spie­ler zu­rück. Das ist we­der für den Ton­ab­neh­mer, noch die Plat­te auf Dau­er gut. Oder man döst schlicht­weg beim Mu­sik­hö­ren weg. An­de­res Sze­na­rio, glei­cher Aus­gang. Der Litt­le Fwend löst die­ses Pro­blem auf ein­fa­che, wie ef­fek­ti­ve Wei­se. Ei­ne aus Hart­stahl der Fir­ma Ros­lau ge­fer­tig­te Sen­sor­an­ten­ne re­agiert auf den Druck des Ton­arms so­bald die­ser den ge­wünsch­ten Punkt in der Aus­lauf­ril­le er­reicht und hebt über ei­nen kom­plett laut­lo­sen und ab­so­lut ge­schmei­dig lau­fen­den Mecha­nis­mus mit­tels der mit wei­chem Neo­pren be­zo­ge­nen Auf­la­ge­flä­che den Ton­arm au­to­ma­tisch nach oben. Die Ent­wick­lung ei­ner sol­chen Mecha­nik er­for­dert ei­ni­ges an Kön­nen, funk­tio­niert hier aber ganz aus­ge­zeich­net. Die In­stal­la­ti­on er­for­dert ein we­nig Fingerspitzengefühl, geht aber letzt­lich schnell von der Hand. Da der Littl­te Fwend mit­tels ei­nes in sei­ner Ba­sis be­find­li­chen Ma­gne­ten und ei­ner selbst­kle­ben­den Me­tall­un­ter­la­ge mon­tiert wird, ist die In­stal­la­ti­on bei Be­darf ein­fach rück­gän­gig zu ma­chen. Der Ma­gnet wur­de üb­ri­gens spe­zi­ell aus­ge­wählt, so dass er den Litt­le Fwend si­cher hält, aber sein Ma­gnet­feld schwach ge­nug ist um kei­ne ne­ga­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf die Wie­der­ga­be zu ha­ben. Auch lässt sich un­ser Test­kan­di­dat so in Se­kun­den nach­jus­tie­ren. Apro­pos Jus­tie­ren. Zur An­pas­sung an die Hö­he des Ton­arms ste­hen drei Mo­del­le (N, H und XL) mit un­ter­schied­li­chen Ein­stel­lungs­be­rei­chen zur Aus­wahl. Die Fein­ein­stel­lung er­folgt dann mit­tels des mit­ge­lie­fer­ten In­bus­schlüs­sels und ei­ner ent­spre­chen­den Schrau­be am Kor­pus des Ton­arm­lifts. Der Litt­le Fwend zeigt, wie man ei­ne an sich sim­ple Idee, ef­fi­zi­ent und ele­gant um­setzt. Letzt­lich will man den klei­nen Kum­pel ein­fach nicht mehr mis­sen.

www.li­ke­hi­fi.de 8.2018 sehr gut (89 %) bfly-au­dio Litt­le Fwend H

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