AU­DIO TEST er­klärt

Pas­send zu un­se­rem Kopf­hö­rer-the­men­schwer­punkt wol­len wir in die­ser Ausgabe der AU­DIO TEST am Bei­spiel des De­non AH-D9200 er­läu­tern, wie ein High End Kopf­hö­rer ent­steht.

Audio Test - - Contents - Wie ent­steht ein High-end Kopf­hö­rer?

Beim De­non AH-9200 han­delt es sich nicht um ei­nen be­lie­bi­gen Ohr­be­schal­ler, son­dern um ein ech­tes High-end­pro­dukt. War­um? Nun, er wird kom­plett in Ja­pan per Hand mon­tiert und setzt auf wirk­lich hoch­wer­ti­ge Materialien. Das ist in der Welt der in­dus­tri­el­len Mas­sen­wa­re schon et­was Be­son­de­res. Da die­se Bret­ter aber zu dünn sind, um dar­aus ei­ne Ohr­scha­le zu fer­ti­gen, müs­sen meh­re­re mit­ein­an­der ver­leimt wer­den. Das ge­schieht eben­falls in Hand­ar­beit. Da­nach wer­den sie ge­presst, da­mit sie ei­ne sta­bi­le und fes­te Ein­heit bil­den. Wer hät­te ge­dacht, dass in ei­nem Kopf­hö­rer so viel Hand­werk steckt. Der De­non AH-D9200 ver­wen­det Ohr­scha­len aus Mo­so-bam­bus, Die­ser spe­zi­el­le Bam­bus wächst im Sü­den Ja­pans und wird hier auch ge­ern­tet und ver­ar­bei­tet. Da­mit aus die­sem nach­wach­sen­dem Roh­stoff Ohr­scha­len für Kopf­hö­rer ge­fer­tigt wer­den kön­nen, wird der Bam­bus zu­nächst ge­ern­tet, ge­schnit­ten und ge­trock­net. Die so ent­stan­de­nen Klöt­ze, kön­nen dann zur Scha­le aus­ge­fräst wer­den. Na­tür­lich wer­den die­se noch mit Hand po­liert und la­ckiert. Vom Fäl­len des Bam­bus über das Trock­nen, Ver­kle­ben, Pres­sen und den Zu­schnitt der Ohr­scha­le braucht es ein hal­bes Jahr. Gut Ding will of­fen­sicht­lich Wei­le ha­ben.

Im nächs­ten Schritt ge­hen die Höl­zer ins De­non-werk in Ja­pan. Hier wer­den nicht nur Kopf­hö­rer mon­tiert, son­dern auch die an­de­ren High-end-pro­duk­te der Mar­ke. In Hand­ar­beit wird nun der 50 mm Free-edge-trei­ber aus Na­no­fa­sern auf die In­nen­sei­te der Ohr­scha­le mon­tiert. So lang­sam kann man das Pro­dukt schon er­ken­nen. Sind die Ohr­hö­rer fer­tig, wer­den sie mit dem Bü­gel ver­bun­den. Auch hier setzt De­non auf ma­nu­el­le Mon­ta­ge. Be­vor die Kopf­hö­rer aber das Werk ver­las­sen dür­fen, wer­den sie noch auf Herz und Nie­ren ge­prüft und teil­wei­se ex­trem an­mu­ten­den Be­las­tungs­tests un­ter­zo­gen. Kei­ne Angst, die kön­nen das ab! Ein Kopf­hö­rer der High-end­klas­se ist de­fi­ni­tiv mehr, als nur her­vor­ra­gen­de Tech­nik. Er ist viel­mehr ein liebevoll zu­sam­men­ge­setz­tes Kunst­werk. Viel Ge­duld, hand­werk­li­ches Kön­nen und die be­son­de­re Hin­ga­be für Wer­tig­keit und De­tails ist of­fen­sicht­lich das Cre­do, das hier ge­lebt wird. Wa­re von der Stan­ge ist es je­den­falls nicht. Das be­ginnt bei den aus­ge­such­ten Hölzern und ih­rem lan­gen Ver­ar­bei­tungs­pro­zess, geht über die Mon­ta­ge in Hand­ar­beit und den an­schlie­ßen­den Tests bis hin zur Ver­pa­ckung. Beim De­non AHD9200 kommt es auf je­des De­tail An­schlie­ßend wird das Ohr­pols­ter des Kopf­hö­rers aus Me­mo­ry-schaum­stoff an­ge­bracht. Das ist mit ja­pa­ni­schem Kunst­le­der über­zo­gen, was auf­grund sei­ner her­vor­ra­gen­den Qua­li­tät in der Kos­me­tik­in­dus­trie ein­ge­setzt wird. Dort dient es als „Haut­er­satz“, um bei­spiels­wei­se Cre­mes rea­lis­tisch zu tes­ten. Nur so kann De­non si­cher­stel­len, dass je­der AH-D9200 die ho­hen An­sprü­che des Kon­su­men­ten an ei­nen High-end-kopf­hö­rers er­füllt. Nach dem er­folg­rei­chen Test geht es dann in die Ver­pa­ckung. Auch die­se ist bei ei­nem High-end-kopf­hö­rer et­was Be­son­de­res und ver­mit­telt ad­äquat den Wert des In­halts. an – und das hö­ren wir schließ­lich, wenn wir den Kopf­hö­rer auf­set­zen. Un­se­ren aus­führ­li­chen Test­be­richt da­zu fin­den Sie auf Sei­te 62 und 63 in die­ser Ausgabe. Ach­tung, Spoi­ler: Re­fe­renz­klas­se!

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