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Gro­ße Aus­wahl bringt oft auch gro­ße Un­ent­schlos­sen­heit. Kein Wun­der ob des rie­si­gen An­ge­bots in Sa­chen Kopf­hö­rern. Wir hel­fen Ih­nen, sich im Di­ckicht der Bau­for­men und mög­li­chen An­wen­dun­gen zu­recht­zu­fin­den.

Audio Test - - Contents - Jörg Schu­ma­cher

Wel­cher Kopf­hö­rer-typ sind Sie?

Kopf­hö­rer sind un­se­rer Meinung nach ei­ne der bes­ten Er­fin­dun­gen seit Be­ginn der Schallauf­zeich­nung. Schließ­lich kann man Dank ih­nen nicht nur zu Hau­se, son­dern so ziem­lich über­all Mu­sik ge­nie­ßen. Mit die­ser Meinung ste­hen wir nicht al­lei­ne da, wenn man die weit­läu­fi­ge Ver­brei­tung von Kopf­hö­rern so be­trach­tet. Man sieht sie nicht nur, wenn man auf der Stra­ße un­ter­wegs ist, son­dern auch im Bü­ro bei den Kol­le­gen, bei Sport­lern im Fit­ness­stu­dio, bei Rei­sen­den in der Bahn und im Bus, oder schlicht bei Freun­den oder der Fa­mi­lie zu Hau­se. Min­des­tens ge­nau­so weit ver­brei­tet wie der Kopf­hö­rer selbst, ist die Kon­fu­si­on dar­über, wel­ches Mo­dell man sich denn nun zu­le­gen soll. Ver­ständ­li­cher­wei­se, denn die Op­tio­nen sind ge­lin­de ge­sagt zahl­reich und die Aus­wahl hängt stark vom Nut­zer und sei­nen Vor­lie­ben ab. Da gibt es erst mal In-ear, On-ear und Over-ear Kopf­hö­rer, ge­schlos­se­ne, halb­of­fe­ne und of­fe­ne Mo­del­le und dann muss man sich noch ent­schei­den, ob man sich für ei­ne ka­bel­ge­bun­de­ne, oder ei­ne mo­der­ne Wi­re­less-va­ri­an­te ent­schei­det. Und was ist ei­gent­lich mit Noi­se-can­ce­ling? Na­tür­lich ha­ben al­le ge­nann­ten Va­ri­an­ten ih­re Vor- und Nach­tei­le und wel­che da­von die „rich­ti­ge“ist, hängt ein­zig und al­lei­ne von Ih­nen ab. Des­we­gen ha­ben wir uns vor­ge­nom­men das Gan­ze mal ar­che­ty­pisch für Sie auf­zu­lö­sen. Nur um das klar­zu­stel­len: Uns ist na­tür­lich be­wusst, dass die we­nigs­ten Men­schen hier pass­ge­nau in ei­ne Ka­te­go­rie fal­len. Den­noch wird deut­lich, wel­che An­sprü­che durch wel­che Art von Kopf­hö­rer am Bes­ten ab­ge­deckt wer­den. Und auch wes­sen Ak­ti­vi­tä­ten so breit auf­ge­stellt sind, dass viel­leicht ein Zweit­paar an­ge­mes­sen ist.

Für Sport­ler

Wenn man stän­dig in Be­we­gung ist, hat es lo­gi­scher­wei­se höchs­te Prio­ri­tät, dass ei­nen die ver­wen­de­ten Kopf­hö­rer da­bei nicht, oder zu­min­dest mög­lichst we­nig, ein­schrän­ken. Auch ein ge­rin­ges Ge­wicht ist mehr als nur will­kom­men. Wer will schon ein ex­tra Pfund Kopf­hö­rer beim Jog­gen mit sich rum­schlep­pen? In-ears bie­ten sich hier be­son­ders an, sind sie doch ganz klar die leich­tes­te und kleins­te Form von Kopf­hö­rern. Die­se sind nicht mit den „Ohr­knöp­fen“zu ver­wech­seln wie sie viel­leicht noch der Ei­nen oder dem An­de­ren un­an­ge­nehm aus der Walk­man-ära in Er­in­ne­rung sind, oder auch un­ver­ständ­li­cher­wei­se lan­ge da­nach noch zum Stan­dard-zu­be­hör di­ver­ser Pro­duk­te der be­kann­ten ka­li­for­ni­schen Fir­ma mit frucht­för­mi­gem Lo­go ge­hör­ten. Die­se wa­ren no­to­risch bass­schwach und sa­ßen auch oft schlecht im Ohr. In-ears hin­ge­gen schlie­ßen mit ih­ren Pols­tern aus Schaum­stoff oder Si­li­kon, die di­rekt in den Hör­gang ein­ge­führt wer­den, die­sen bei rich­ti­ger An­wen­dung voll­kom­men ab, iso­lie­ren stark und sit­zen auch fest in den Oh­ren. Be­son­ders prak­tisch sind na­tür­lich Mo­del­le, die ei­nen ka­bel­lo­sen Be­trieb er­lau­ben, zu­mal dann das Ab­spiel­ge­rät we­der in der Hand ge­hal­ten, noch in ei­ner Ta­sche der Sport­klei­dung ver­staut wer­den muss. Statt­des­sen kann man, wenn man nicht ge­ra­de Lau­fen geht, den Zu­spie­ler ein­fach ge­trost in der Nä­he ab­le­gen. Zum Lau­fen eig­nen sich da­für Ober­arm- oder Hüft­gür­tel für die Qu­el­le. Apro­pos Lau­fen. Je nach Um­ge­bung soll­te man da­bei even­tu­ell auf ein we­ni­ger däm­men­des und leich­tes On-ear Mo­dell um­stei­gen, denn in der Stadt ist es aus Grün­den der Si­cher­heit sinn­voll sei­ne Um­welt auch akus­tisch wahr­zu­neh­men! Aber Vor­sicht. Bei die­ser Bau­art gibt es gro­ße Un­ter­schie­de bei der Dämp­fung von kaum bis zu sehr hoch. Je nach An­druck, al­so wie gut die Pols­ter ab­schlie­ßen und wie schall­durch­läs­sig die­se sind.

Noch ein kur­zes Wort zur Im­pe­danz von Kopf­hö­rern. Das The­ma in Tie­fe zu be­ar­bei­ten, wür­de hier den Rah­men spren­gen. Aber ten­den­zi­ell gilt bei ka­bel­ge­bun­de­nen Kopf­hö­rern, dass die­se bei der Ver­wen­dung mit Mo­bil­ge­rä­ten ei­ne eher ge­rin­ge Im­pe­danz auf­wei­sen soll­ten, da sonst aus der nied­ri­gen, vor­han­de­nen Be­triebs­span­nung ent­spre­chend we­nig Leis­tung re­sul­tiert.

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