Völ­ker, hört die Si­gna­le!

Die In­ter­na­tio­na­le ist das welt­weit am wei­tes­ten ver­brei­te­te Kampf­lied der so­zia­lis­ti­schen Ar­bei­ter­be­we­gung. Ei­nen ech­ten Hit von his­to­ri­scher Be­deu­tung hat auch JIB Ger­ma­ny mit sei­ner Bo­aa­coustic Blu­e­ber­ry-se­rie ge­schaf­fen.

Audio Test - - Test - Jo­han­nes Strom

Zu­ge­ge­ben, der Ver­gleich er­scheint weit her­ge­holt, aber ein Zi­tat aus der zwei­ten Stro­phe er­klärt und passt ein­fach zu gut. Dort heißt es: „Es ret­tet uns kein höh’res We­sen,/ kein Gott, kein Kai­ser noch Tri­bun/ Uns aus dem Elend zu er­lö­sen/ kön­nen wir nur sel­ber tun!“Das ha­ben sich die Ma­cher der Blu­e­ber­ry-se­rie ver­mut­lich auch ge­dacht. Der Start­ge­dan­ke? Ein ex­qui­si­tes Ka­bel in kom­pro­miss­lo­ser High-end-qua­li­tät zu ei­nem für Nor­mal­bür­ger er­schwing­li­chen Preis an­bie­ten. Ma­de in Ger­ma­ny. Gab es bis­her so noch nicht. Hig­hend für al­le, so­zu­sa­gen. Ei­ne ech­te Re­vo­lu­ti­on. Hat das ge­klappt?

SI­GNAL.CINCH2

Das Cinch-ka­bel aus der Blu­e­ber­ry-se­rie kos­tet ab 150 Eu­ro das Stück, ist das teu­ers­te Si­gnal­ka­bel der Blu­e­ber­ry-se­rie und gleich­zei­tig je­den Cent wert. Cinch-ka­bel sind bei den meis­ten Ket­ten und An­la­gen mit meh­re­ren Kom­po­nen­ten all­ge­gen­wär­tig. Spä­tes­tens, wenn man auch mit ana­lo­gen Quel­len ar­bei­tet. Gu­te Cinch-ka­bel zu ha­ben, ist im­mer ei­ne gu­te Idee, zu­mal hier bei min­der­wer­ti­ger Qua­li­tät oft die größ­ten Ver­lus­te oder Ein­streu­un­gen zu ver­zeich­nen sind. Nicht so beim Ka­bel BB-

005, wie die Lis­ten­be­zeich­nug des SI­GNAL.CINCH2 lau­tet. Die Schir­mung er­folgt per Alu­mi­ni­um­fo­lie und ver­zinn­tes Kup­fer­ge­flecht. Im In­ne­ren ver­fügt das 005 über ei­nen dop­pel­ko­axia­len Auf­bau mit mehr­lit­zi­ger In­nen­lei­ter­struk­tur zu je 0,2407 Qua­drat­mil­li­me­tern 99,9999 pro­zen­ti­gen Kup­fers. Die Kon­takt­flä­chen der Ste­cker sind mit kor­ro­si­ons­be­stän­di­gem 24-ka­rat Gold be­schich­tet. Man be­kommt di­rekt ein Ste­reo-ka­bel und muss nicht zwei Ka­bel se­pa­rat ver­le­gen. Das räumt auf und die Wer­tig­keit stimmt of­fen­sicht­lich auch. Ein in­ter­es­san­tes High­light ist da­bei mit Si­cher­heit der Über­gang von Mit­tel­stück zu End­stück. Hier, wo das dop­pel­ko­axia­le Ka­bel auf­ge­trennt wur­de, be­fin­det sich ein Ex­tra-ge­häu­se aus Mes­sing, dass aus ei­nem wie­der zwei Ka­bel macht, bzw. an­ders­her­um. Das stei­gert die Fle­xi­bi­li­tät beim Ver­ka­beln enorm, oh­ne das Ka­bel da­bei phy­sisch zu be­las­ten. Ein Punkt für die Lang­le­big­keit al­so. Und auch die Ste­cker strah­len die­se At­ti­tü­de aus. Die ver­gol­de­ten Kon­tak­te sind nur ein High­light ne­ben der, mit ei­nem Pfeil mar­kiert, an­ge­ge­be­nen Fluss­rich­tung des Si­gnals für die op­ti­ma­le Leit­fä­hig­keit.

Si­gnal.op­tisch

Das di­gi­tal-op­ti­sche Blu­e­ber­ry-ka­bel gibt es be­reits ab 80 Eu­ro pro Stück. Ein ech­tes Schnäpp­chen. Und ob­wohl es das ein­zi­ge Di­gi­tal­ka­bel der Se­rie ist, bringt es die sel­ben Fa­mi­li­en-ei­gen­schaf­ten wie die ge­sam­te Blu­e­ber­ry-se­rie mit: ho­he Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät und Materialien der Spit­zen­klas­se. So setzt man bei Jib-ger­ma­ny im op­ti­schen Be­reich auf glas­fa­ser­ver­stärk­ten, trans­pa­ren­ten Kunst­stoff von 1 Qua­drat­mil­li­me­ter Lei­ter­quer­schnitt. Die­ses rea­li­siert Über­tra­gungs­ge­schwin­dig­kei­ten von über 250 Mbit/s. Und auch der pass­ge­naue Sitz ei­nes di­gi­tal-op­ti­schen Ste­ckers ist nicht zu un­ter­schät­zen. Ge­ra­de wenn et­was Zug auf der Lei­tung ist, weil das Ka­bel zu schwer und der Ste­cker nicht pass­ge­nau ist, zieht es ei­nem schnell mal die Ver­bin­dung raus. Ein gro­ßer Vor­teil der op­ti­schen Au­dio­ver­bin­dung ist es na­tür­lich auch, dass da­mit ei­ne Po­ten­zi­al­tren­nung der Ge­rä­te er­reicht wird und so­mit Mas­se­schlei­fen ver­mie­den wer­den. Licht­wel­len­lei­ter sind zu­dem na­tür­lich auch un­emp­find­lich ge­gen elek­tro­ma­gne­ti­sche Stör­ein­flüs­se. Um auch wirk­lich und tat­säch­lich even­tu­el­le un­ge­woll­te Mas­se­über­tra­gun­gen aus­zu­schlie­ßen, wur­de beim SI­GNAL. op­tisch er­go auf ei­ne ex­tra Schir­mung ver­zich­tet. Wür­de ja auch kei­nen Sinn ma­chen. Den­noch kommt das Ka­bel ins­ge­samt auf ei­nen Durchmesser von et­wa 6 Mil­li­me­tern und bleibt da­bei für ein Glas­fa­ser­ka­bel bei ei­nem er­staun­lich ge­rin­gen Bie­gera­di­us.

SI­GNAL.XLR

Die Xlr-ver­si­on ist ab 200 Eu­ro pro Ste­ro-set ver­füg­bar. Ein­zig und al­lein die Aes/ebu-über­tra­gung wür­de uns spon­tan als di­gi­ta­les For­mat ein­fal­len, bei dem

FA­ZIT

Die Bo­aa­coustic Blu­e­ber­ry-se­rie ist ein Preis-leis­tungs­high­light. Bis­her war die­se Qua­li­täts-li­ga Käu­fern im ho­hen drei­stel­li­gen, meist vier­stel­li­gen Be­reich vor­be­hal­ten ge­we­sen. Die­se Un­ge­rech­tig­keit hat nun ein En­de. Auch als Ein­stei­ger oder preis­be­wuss­ter Mensch wird man dank der Blu­e­ber­ry-se­rie den ma­xi­ma­len High-fi­de­li­ty-pe­gel er­rei­chen kön­nen.

man nur ein XLR braucht. Macht al­so mehr als Sinn die­se Kon­fek­tio­nie­rung auch als Set an­zu­bie­ten. Für ge­wöhn­lich sind es die sym­me­tri­schen Ana­logstre­cken, die über XLR lau­fen. Zum Bei­spiel vom Cd-play­er oder Wand­ler zum Ver­stär­ker oder von der Vor­stu­fe zur End­stu­fe. Hier fühlt sich das SI­GNAL.XLR rich­tig wohl. Es bringt die nö­ti­ge Fes­tig­keit in Ein­klang mit Ge­wicht und Fle­xi­bi­li­tät. Die An­schlüs­se sind kom­pro­miss­los in der Qua­li­tät und ras­ten so­fort und sau­ber ein. Auch das XLR ist, wie das Cinch-ka­bel, mit ei­ner mehr­lit­zi­gen In­nen­lei­ter­struk­tur aus hoch­wer­ti­gem Kup­fer kon­stru­iert, nur eben sym­me­trisch. Ins­ge­samt, mit Um­mant­lung, kommt man so auf ei­nen Ka­bel­durch­mes­ser von et­wa 8 Mil­li­me­tern, was schon ziem­lich or­dent­lich ist. Wir wol­len nicht be­haup­ten, dass Ka­bel­durch­mes­ser in Re­la­ti­on zum Klang steht, son­dern auf das Ge­wicht des Ka­bels hin­wei­sen. Denn je schwe­rer, des­to mehr Zug las­tet für ge­wöhn­lich auf dem Ste­cker oder der Buch­se. Für das XLR der Blu­e­ber­ry stellt das, nicht nur auf­grund der stan­dar­di­sier­ten Zu­g­ent­las­tung und Ein­rast­funk­ti­on des Xlr-for­mats, kein Pro­blem dar. In­ter­es­sant wird es bei den Ge­rä­ten. Hier soll­ten eben­falls hoch­wer­ti­ge und sta­bi­le Ter­mi­nals ver­baut sein, wenn man wirk­lich das vol­le Po­ten­ti­al des Ka­bels aus­nut­zen will. Die Kon­tak­te sind na­tür­lich eben­falls ver­gol­det, aber ge­gen ei­nen sich ver­bie­gen­den An­schluss ist das Ka­bel dann macht­los.

Re­pri­se

Schwe­re, lang­le­bi­ge Qua­li­tät, hoch­wer­tigs­te Rohstoffe. Von Hand her­ge­stellt in ei­ner klei­nen Ma­nu­fak­tur in Ber­lin. Men­schen, die mit Uhr­ma­cher­qua­li­tä­ten die fei­nen Lit­zen zum klingen brin­gen. Preis, De­sign, Wer­tig­keit und An­spruch. Sel­ten ha­ben wir ei­ne so stim­mi­ge Pro­dukt­se­rie tes­ten dür­fen. Wer da noch nach­denkt, ist sel­ber schuld. Und falls Sie ge­ra­de über ei­nen ers­ten Schritt in Rich­tung Ka­bel-tu­ning der High-end-klas­se nach­den­ken, er­in­nern Sie sich: „Es ret­tet uns kein höh’res We­sen,/ kein Gott, kein Kai­ser noch Tri­bun/ Uns aus dem Elend zu er­lö­sen/ kön­nen wir nur sel­ber tun!“Tun Sie sich al­so bitte den Ge­fal­len und be­zie­hen Sie die Blu­e­ber­ry-se­rie von Bo­aa­coustic in Ih­re Über­le­gun­gen mit ein und er­lö­sen Sie sich aus dem Elend.

Auf den Ste­ckern sind klei­ne Pfei­le auf­ge­druckt, wel­che die op­ti­ma­le Fluss­rich­tung kenn­zeich­nen

Die Ge­häu­se des SI­GNAL.XLR sind aus perl­weiß la­ckier­tem Mes­sing von wer­ti­ger, schwe­rer Aus­füh­rung

Die Kon­tak­te der Blu­e­ber­ry-se­rie sind durch­weg in 24-ka­rat ver­gol­det und da­durch korr­si­ons­frei

Beim SI­GNAL.CINCH2 ist die Tren­nung der Ka­nä­le durch ei­ne Hül­se ver­stärkt

Das Si­gnal.op­tisch über­zeugt durch Pass­ge­nau­ig­keit und Fle­xi­bi­li­tät

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