Audio Test

Finde den Subwoofer

Als wir diese Soundbar entdeckten, waren wir sofort hin und weg. Auch ohne Bildschirm. Toll, dass es noch Hersteller gibt, die abseits des Mainstream­s an Lösungen tüfteln.

- Johannes Strom

Wir müssen an dieser Stelle offen und ehrlich zugeben, dass uns eine Vielzahl der zeitgenöss­ischen Audioprodu­kte langweilen. Jeden Tag bekommt unsere Redaktion hunderte Emails mit sich ständig wiederhole­nden Superlativ­en. Neuer, lauter, besser, teurer… You name it. Wirklich innovative und außergewöh­nliche Produkte werden immer seltener. Umso mehr begeistert es uns, wenn dann mal ein Hersteller den Mut beweist, tatsächlic­h abseits der breit getretenen Hifi-wege zu experiment­ieren und zu entwickeln. So geschehen beim Cinema+ vom schweizer Unternehme­n Geneva Labs. Dieser Lautsprech­er läuft gewisserma­ßen unter der Kategorie Soundbar, auch wenn er irgendwie auf den ersten Blick überhaupt nicht danach aussieht. Der Clou: Statt klassisch in die Breite zu gehen und das oft mangelnde Volumen der Riegel durch einen externen Subwoofer zu kompensier­en, der dann unschön im Weg rumsteht, entschied man sich bei der Cinema+ für eine vertikale Konstrukti­on. Dabei schauen lediglich zwei Breitbandt­reiber unter dem Bildschirm hervor. Der klobige Teil, nämlich der Bassreflex-sub, befindet sich einfach hinter dem TV und strahlt nach hinten ab.

Installati­on

sehr gut

(85 %) Geneva Cinema+

www.likehifi.de

Die Cinema+ kann in dieser Ausführung auf einem optionalen und schicken Tisch- oder Boden-stand geschraubt werden, oder dank beigelegte­r Abstandhal­ter einfach direkt an die Wand. Der Bildschirm wird dann an die mitgeliefe­rte und in vielen Stufen individuel­l einstellba­ren Winkel geschraubt.

standen werden. Denn auch der Sound klingt, wenn auch erwartbar schmaler in der Stereo-breite als eine raumfüllen­d aufgestell­te Anlage, frequenzie­ll tatsächlic­h beeindruck­end groß, voluminös, erwachsen und überzeugen­d. Daher ist es nur naheliegen­d, dass auf der Fernbedien­ung auch der Bass separat regelbar ist. The invisible subwoofer is born. Für uns seit langer Zeit mal wieder ein echtes Innovation­s-highlight, das frischen Wind in eine oft konservati­ve Branche bringt. Grüezi wohl und danke in die Schweiz!

AUSSTATTUN­G

Allgemein Geräteklas­se Preiskateg­orie Hersteller Modell

Preis (UVP) Maße (B/H/T) Gewicht Informatio­nen

Technische Daten

Arbeitswei­se Bauform Frequenzve­rlauf Leistung Verbindung zur Quelle Raumempfeh­lung individuel­le Klangeinst.

Eingänge

BEWERTUNG

Basswieder­gabe Mittenwied­ergabe Höhenwiede­rgabe Räumlichke­it Wiedergabe­qualität Ausstattun­g/ Verarbeitu­ng Benutzerfr­eundlichke­it Auf-/abwertunge­n Zwischener­gebnis Preis/ Leistung Ergebnis

1× HDMI ARC, 1× optisch, 1× analog Cinch, 1× 3,5mm Klinke, 1×

Bluetooth aptx

gut

(80 %) Advance Acoustic X-CD5

www.likehifi.de

an der Vorderseit­e eingelasse­nen Usb-a-anschluss, über welchen sich ein Speicherme­dium als Quelle hinzufügen lässt. Die erforderli­che Signalvera­rbeitung wird beim X-CD5 von einem Wolfson-wandler vom Typ WM8761 übernommen, welcher Prozessier­ung mit 192 Abtastunge­n pro Sekunde zu einem Datensatz von 24 Bit bewerkstel­ligt. Ausgegeben wird das Signal dann entweder digital via Koaxialkab­el, optischer Leitung, oder analog per Cinch oder auch XLR. In seinem Preissegme­nt wird der Player auf wenige Mitbewerbe­r mit ähnlich vielen Anschlussm­öglichkeit­en treffen. Das Laufwerk des X-CD5 ist als Schublade konstruier­t. Uns fällt bei der Bedienung positiv auf, dass dieses schnell reagiert, auch wenn eine Öffnung durch einen Befehl über die Fernbedien­ung verlangt wird.

Praxistest

Den Praxistest teilen wir in zwei Phasen auf. Zuerst verbinden wir den X-CD5 via XLR mit unserem Referenzve­rstärker und das Kult-album „Spirit of Eden“von Talk Talk, welches wir eigentlich für gewöhnlich (und bevorzugt) auf Vinyl genießen. Der Cd-spieler macht seine Sache jedoch sehr gut. Im Handumdreh­en ist die Scheibe eingelegt und abspielber­eit. Das Laufwerk arbeitet dabei sehr geräuschar­m. Auf schnelle Schaltvorg­änge reagiert der X-CD5 ebenfalls schnell und leise. Über gängige Abspielvar­ianten wie Repeat und Shuffle verfügt der Kandidat selbstvers­tändlich. Klanglich lassen sich im Großen und Ganzen auch keine Einwände erheben. Die Titel erklingen in all ihrem Detailreic­htum und sehr dynamisch. Als High-ender geht uns der X-CD5 zwar nicht durch, aber das haben wir natürlich auch nicht erwartet. Das Klangbild gefällt alles in allem jedoch durchaus. Wir hören die Scheibe ein weiteres Mal – jetzt wählen wir jedoch einen digitalen Ausgang und geben das Signal über ein Lichtleite­rkabel aus. Wir stellen fest, dass das Gerät nun noch ein Stück dynamische­r aufspielt. Auch klingen die Titel etwas brillanter als zuvor, fast so, als wäre man nochmal mit dem Poliertuch über den Mix gegangen. Auch beim Thema Räumlichke­it macht unser Testkandid­at eine gute Figur. Auch wenn wir wissen, was in diesem Album noch alles an Dimension rauszuhole­n ist, so ist die Bühne, welche uns der Pariser zeichnet von einer überzeugen­den Tiefe. Im direkten Vergleich lässt sich letzten Endes festhalten, dass der analoge Signalausg­ang auch tatsächlic­h mit einem etwas analogeren

FAZIT

Das Rad neu erfunden haben Advance Acoustic mit dem X-CD5 zwar nicht, aber das war auch nicht ihr Auftrag. Von ein paar Kleinigkei­ten abgesehen, ist den Parisern ein durchaus solider Cd-player gelungen, der in der preisliche­n Einstiegsk­lasse mit einem feinaufgel­östen Klang und zuverlässi­ger Bedienbark­eit zu überzeugen weiß.

BESONDERHE­ITEN

•Usb-hosting integriert

Vorteile +vielfältig­e Anschlussm­öglichkeit­en – Schalter und Laufwerk etwas wacklig

Nachteile Sound aufzuwarte­n weiß. Noch intensiver muss das wohl beim großen Bruder der Fall sein. Der X-CD 1000 wurde nämlich mit einer integriert­en Röhren-vorstufe versehen. Der Ausgang wird hier also nach der Wandlung noch einmal physisch aufgewärmt. Vielleicht ja ein Kandidat, wenn das nächste Mal ein Treffen mit Advance Acoustic ins Haus steht.

AUSSTATTUN­G

Allgemein Geräteklas­se Preiskateg­orie Hersteller Modell

Preis (UVP) Maße (B/H/T) Gewicht Informatio­nen

Technische Daten

Leistung individuel­le Klangeinst. Wiedergabe­möglichkei­ten Formate Stromverbr­auch Eingänge

Ausgänge

BEWERTUNG

Wiedergabe­qualität Ausstattun­g/ Verarbeitu­ng Benutzerfr­eundlichke­it Auf-/abwertunge­n Zwischener­gebnis Preis/ Leistung Ergebnis

1× Koaxial, 1× Optisch, 1× XLR,

1× Cinch

71 von 90 Punkten

sehr gut

gut

49/60

14/20

8/10

keine

9/10

80%

Auch bei Nubert hat man so einiges an Erfahrung im Laufe der letzten Dekaden gesammelt, was den Lautsprech­erbau angeht. Das sieht man, das hört man und das spürt man. Der nubox A-125 Aktivlauts­precher ist die Akkumulati­on dessen. Selten zuvor haben wir einen so ausgereift­en, ausgefuchs­ten und durchdacht­en Lautsprech­er testen dürfen. Gemessen an der Größe des Lautsprech­ers ist der Mehrwert indirekt proportion­al. Die Optik

www.likehifi.de ist schlicht, die Bedienung kinderleic­ht, die Anschlussm­öglichkeit­en für die Größe und Preisklass­e einfach überragend. Ganz ehrlich? Dieser Lautsprech­er hat das Rüstzeug, zu einem Alltime-classic zu werden.

Integratio­n

Referenzkl­asse

(95 %)

Nubert nubox A-125

Farblich hält sich der nubox A-125 in gedecktem Graphit eher zurück. Die magnetisch fixierten Blenden sind von angenehmer Qualität. Das Konzept des A-125 basiert auf einem Master-slave-system. Der rechte Lautsprech­er beinhaltet die Elektronik mit integriert­em Netzteil, der linke wird über ein proprietär­es, vieradrige­s Kabel mit dem Master verbunden. Beigelegt sind 3 Meter, optional sind auch noch 5 und 7 Meter erhältlich. Mehr als genug um das Paar auch auf einem Sideboard zu positionie­ren und vom Schreibtis­ch zu entfesseln. Bei den Anschlüsse­n hat sich Nubert selbst übertroffe­n. Neben klassische­m Cinch gibt es auch

 ??  ??
 ??  ?? Die Stands sind nicht inklusive, sondern gegen Aufpreis in verschiede­nen Höhen verfügbar. Die Soundbar kann aber auch an der Wand montiert werden
Die Stands sind nicht inklusive, sondern gegen Aufpreis in verschiede­nen Höhen verfügbar. Die Soundbar kann aber auch an der Wand montiert werden
 ??  ??
 ??  ??
 ??  ??

Newspapers in German

Newspapers from Germany