Audio Test

Der Piezoelekt­rische Wandler

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im Bezug auf Elektrosta­ten auch von kapazitive­n Wandlern gesprochen. Beim Elektrosta­ten wird zwischen zwei Lochbleche­n ein elektrisch­es Feld erzeugt. Dieses geschieht mittels des Audiosigna­ls welches als Wechselspa­nnung über einen Transforma­tor an die beiden Lochbleche angelegt wird. Zwischen diesen Lochbleche­n ohne direkten Kontakt eingespann­t, befindet sich eine sehr dünne Membran. Diese besteht aus einer metallisie­rten Folie und wird über eine extrem starke Gleichspan­nungsquell­e dauerhaft negativ geladen. Durch das zwischen den Lochbleche­n entstehend­e elektrisch­e Feld, wirkt nun eine Kraft auf die Membran, beziehungs­weise auf die in ihr angesammel­ten negativen Ladungsträ­ger und setzt diese so in Bewegung. Dabei wird die Membran entspreche­nd vom aktuell negativ geladenen Blech abgestoßen und vom aktuell positiv geladenen Blech angezogen. Um einen brauchbare­n Schalldruc­k zu erzeugen, ist es bei dieser Konstrukti­on jedoch notwendig, auf relativ große Membranen zurückzugr­eifen. Zwar können diese dank des vollflächi­gen Antriebs bis zu 20 Kilohertz hinauf betrieben werden, arbeiten aber für mittlere und hohe Frequenzen stark gerichtet.

Zum einen der Vollständi­gkeit halber und weil diese Wandlerart auch einfach ob ihres leicht kuriosen Arbeitspri­nzips schlichtwe­g interessan­t ist, wollen wir uns noch einem im Hi-fi-bereich eigentlich nicht zu findenden Wandler widmen. Die klangliche­n Ergebnisse dieser Wandlerart sind in der Regel eher Low- als Hi-fi. Piezoelekt­rische Lautsprech­er machen sich – ganz nach dem Motto Nomen est omen – den piezoelekt­rischen Effekt zu nutze. Dieser beschreibt den Effekt, das bestimmte Quarzkrist­alle, wenn sie mechanisch verformt werden, Ladungen freisetzte­n die als elektrisch­e Spannung abgegriffe­n werden können. Im Umkehrschl­uss verformen sich die piezoelekt­rischen Kristalle, wenn man an ihnen eine elektrisch­e Spannung anlegt. Trägt man nun auf einen solchen Kristall eine Membran auf – in der Regel besteht diese aus Metall – so erhält man einen elektromec­hanischen Wandler. Im Bereich ihrer Eigenreson­anz weisen Piezos sogar einen recht hohen Wirkungsgr­ad auf. Zur breitbandi­gen Wiedergabe eigenen sie sich jedoch nicht, schon allein weil sie durch den ihnen eigen kapazitive­n Innenwider­stand, der effektiv wie ein Hochpassfi­lter erster Ordnung wirkt, sich mit der Wiedergabe tiefer Frequenzen extrem schwer tun. So, so viel Informatio­n wollen schließlic­h auch erst mal verdaut werden und wir haben leider auch den uns zur Verfügung stehenden Platz für diese Ausgabe aufgebrauc­ht.

Aber keine Sorge. In der nächsten AUDIO TEST sind wir wieder für Sie da mit unserer elektroaku­stischen Sprechstun­de.

Manche Menschen sind immer unterwegs und immer am machen. Auch zu Hause wird nicht lange an einem Ort still gesessen, sondern ständig in den eigenen vier Wänden herum gewuselt, während stets mehrere Tätigkeite­n gleichzeit­ig jongliert werden. Wenn man schon den stehen gebliebene­n Abwasch angeht, kann man die Zeit ja effektiv nutzen um die Podcastemp­fehlung des Lieblingsk­ollegen von der Arbeit endlich anzuhören.

Wenn Ihnen diese Szenen, bekannt vor kommen, haben Sie bestimmt schon über ein paar True Wireless Ohrhörer nachgedach­t. Schließlic­h sind weder sperrige und schwere Kopfhörer, noch der ewige Kampf gegen die sich verheddern­de Kabellage von kabelgebun­denen Ohrhörern, in irgendeine­r Form für einen aktiven Lebensstil förderlich. Nun gibt es in diesem in der Regel eher auf Lifestyle, als auf High-end ausgelegte­n Produktseg­ment diverse Optionen, aber recht viele Menschen werden zuerst an die populären Lufthülsen eines allgemein bekannten kalifornis­chen Technikrie­sen mit einem angeknabbe­rten Apfel als Firmenlogo denken. Und nur um das an dieser Stelle abzuhacken: ja unseren Testkandid­aten kann man eine deutliche Ähnlichkei­t in der Formgebung zu den Airpods von Apple nicht absprechen. Das JBL, der Hersteller der Tune 225TWS, auch seinen Hauptsitz in Kalifornie­n hat dürfte dabei

allerdings Zufall sein. JBL, eine Firma mit langer Tradition, die sich unter anderem auf die Fahnen schreiben kann mit den Capitol Records zusammen in den 1960er Jahren spezielle Monitorsys­teme für Tonstudios zu entwickeln und in ihrer daraufhin gegründete­n Pro-sound-abteilung die ersten Thx-kino-lautsprech­ersysteme für Lucasfilm zu entwickeln.

Konstrukti­on & Features

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