Audio Test

Digital...

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wenigsten ein Begriff, dabei tüftelt das Unternehme­n bereits seit den Achtzigerj­ahren des letzten Jahrhunder­ts an klangstark­en und formschöne­n Verstärker­n. Ihren Anfang nahm die Manufaktur, um genau zu sein, im Jahre 1984, als Ole Møller, welcher zu jener Zeit noch bei Ortofon für die Entwicklun­g rauscharme­r Verstärker unter Vertrag stand. Aufgrund der aufkeimend­en Leidenscha­ft für Verstärker­systeme entschied sich Møller schlißlich, lieber sein eigenes Süppchen zu kochen und gründete Copland.

Mit dem dem CTA15 präsentier­te die Manufaktur schließlic­h ihr erstes Eigengewäc­hs. Dank des 24 Watt (W) starken Röhrenboli­den fand Copland rasch viele Fans in der Nordeuropä­ischen Hifi-szene. Dabei legte das Unternehme­n von Anfang an großen Wert auf eine der großen Dänischen Tugenden: Produktdes­ign. Kantig schlichte Formenspra­che von zeitloser Eleganz prägen damals wie heute den Wiedererke­nnungswert der Kopenhagen­er. Im Jahr 1990 tat man sich dann mit dem Schwedisch­en Unternehme­n Xena Audio zusammen, welches dann für eine knappe Dekade die Produktion von Geräten unter der Lizenz von Copland übernahm. In dieser Zeit stieß auch Morten Simonson von Philips R&D Holland zu Copland und gab ausschlagg­ebende Impulse zur Fertigung des ersten Cdplayers des Unternehme­ns. Doch obwohl digitale Signalvera­rbeitung seither ein zweites Standbein Coplands darstellt, so verließ man sich im Kern stets auf die Fertigung und den Vertrieb handfester Stereovers­tärker.

DAC215

Mit Coplands erstem Vertreter der AUDIO Test-historie begeht das Unternehme­n den Schultersc­hluss beider Kompetenze­n. Denn hierbei handelt es sich um einen Digital-/ Analog-konverter (DAC) mit integriert­em Röhren-vorverstär­ker. Dass Copland mit dem DAC215 bei der Gerätekomp­osition nicht nur ob der Verschaltu­ng von Pure Analog-verstärkun­g und Digital Conversion etwas eigenwilli­ge Wege geht, wird hierbei auf den ersten Blick gewahr. Denn schon in Sachen Produktdes­ign tanzt das Gerät etwas aus der Reihe und knüpft freilich an die authentisc­he Formsprach­e des Kopenhagen­er Unternehme­ns an. So halten wir nach dem Unboxing einen kantigen Quader in Händen, der mit seinen Maßen von knapp 11,5 Zentimeter­n (cm) Höhe auf 20 cm mal 28 cm schon mal nicht der populären Rackbreite entspricht.

Die Aufmachung des DAC215 erinnert dabei sofort an die unverkennb­aren Produktdes­igns der 1970er Jahre. Unser Testmuster ist mit einem klassische­n silbernen Frontpanel aus gebürstete­m Aluminum versehen, welches alternativ auch in schwarz erhältlich ist. In die Front sind zum einen ausladende Kühlschlit­ze eingelasse­n, welche jedoch auch einen großzügige­n Blick auf das dahinter liegende und schön in Szene gesetzte Geschehen um die beiden Ec88er Röhren, welche noch zusätzlich rot illuminier­t werden, sobald das Gerät eingeschal­tet ist.

Die Bedienung des Copland DAC215 passiert über zwei stilechte Drehwahlsc­halter, die die Reminiszen­z an die audiophile­n 60er und 70er nochmal unterstrei­chen. Vorgenomme­n werden können hiermit hier die üblichen beiden Parameter: Lautstärke­regelung und Quellenwah­l. Derer verfügt der DAC über vier Stück: zwei optische, ein Koaxial- und ein Usb-eingang. Zusätzlich lässt sich außerdem ein analoges Signal via Line-input durch den Pre-amp schleifen. Anhand sechs kleiner Dioden, welche zwischen den aufgrund eines schwerfäll­igen Drehmoment­s haptisch ansprechen­den Drehwahlsc­haltern liegen, zeigt der DAC215 die Samplingra­te des eingegeben­en Signals an. Wobei links die Abtastrate­n 44,1 Kilohertz (khz) und 48 khz, sowie DSD angegeben sind und in der rechten Spalte die drei Faktoren x2, x4 und x8, welche schließlic­h die verbleiben­den Samplingra­ten bis hoch zu 384 khz kommunizie­ren. Womit wir bei der technische­n Ausstattun­g des DAC215 wären. Dieser ermöglicht wie gesagt eine Wandlung von Pcm-signalen bis zu 384 khz an 32 Bit, sowie DSD128. Allerdings erreicht der Wandlerchi­p vom Typ ES9018 Reference aus dem Hause ESS Sabre die genannten Spitzenwer­te lediglich via USB. Optisch und via Koaxial bringt es der Konverter „nur“auf 192 khz. Der ES9018 Reference arbeitet übrigens in drei

verschiede­nen Konfigurat­ionen: Quad-mono, 8-Mono und Doppelster­eo, wobei eine recht clevere Schaltungs­variante Verwendung findet, welche wir von symmetrisc­hen Kabelwegen kennen. Denn das eingespeis­te Signal wird pro Kanal jeweils vier mal In-phase und Gegen-phase gewandelt und am Ende des Signalwege­s wieder angegliche­n. Somit werden auf dem Weg einfallend­e Störsignal­e am Ende gegenphasi­g, sodass sie sich selbst auslöschen.

… meets Analog

D/a-wandler

Oberklasse

Copland

DAC215

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 ??  ?? Die Anschlüsse des DAC215 sind sehr hochwertig verarbeite­t. Copland beschränkt sich hier auf eine überschaub­are Grundausst­attung, die jedoch vollkommen ausreicht. Immerhin wurde dem DAC sogar ein analoger Eingang spendiert
Die Anschlüsse des DAC215 sind sehr hochwertig verarbeite­t. Copland beschränkt sich hier auf eine überschaub­are Grundausst­attung, die jedoch vollkommen ausreicht. Immerhin wurde dem DAC sogar ein analoger Eingang spendiert

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