Quad PA One

1700 EU RO

Audio - - VERSTÄRKER › KOPFHÖRERVERSTÄRKER -

Die qua­der­för­mi­ge Quad- Op­tik mit den ab­ge­run­de­ten Ecken ist das ­ers­te, was dem Be­trach­ter des PA One ins Au­ge fällt. Knöp­fe und Reg­ler sind klar po­si­tio­niert; ih­re Be­schrif­tun­gen las­sen kei­ne Zwei­fel dar­über auf­kom­men, wo­zu sie die­nen. Das Ge­häu­se, dun­kel­grau und pul­ver­be­schich­tet wirkt edel und strahlt vor al­lem ei­nes aus: un­bän­di­ge Kraft! Da­für sorgt schon der mas­si­ve Kä­fig, in dem sich die fünf Röh­ren be­fin­den, die im Be­trieb dro­hend vor sich hinglim­men, wie die Au­gen ei­nes Raub­tiers. Un­will­kür­lich be­kommt man das Ge­fühl, hier sei ein wil­des Biest ein­ge­sperrt, das man bes­ser nicht auf die Mensch­heit los­las­sen soll­te. Doch, soll­te man! Da­zu spä­ter mehr. Zwei Kopf­hö­rer­aus­gän­ge im üb­li­chen 6,3-mm- For­mat gibt es an der Front­sei­te. Mit dem di­rekt da­ne­ben lie­gen­den Kipp­schal­ter wählt der User zwi­schen ho­her und nied­ri­ger Kopf­hö­rerim­pe­danz. Ein Fea­ture, das nur we­ni­ge Kon­kur­ren­ten bie­ten. Auch nicht all­täg­lich: Un­ter dem gro­ßen Laut­stär­ke­reg­ler sitzt ein ge­krümm- ter Schie­be­reg­ler, mit dem sich die Ba­lan­ce ein­stel­len lässt. Mu­sik­ge­nie­ßer mit un­ter­schied­lich emp­find­li­chen Oh­ren wer­den die­sen Reg­ler zu schät­zen wis­sen. Über drei run­de, mit oran­ge­far­be­nen LEDs be­leuch­te­te Tas­ten wählt man die Ein­gangs­quel­len aus. De­rer gibt es vie­le, al­len vor­an ana­lo­ge XLR- Buch­sen für sym­me­tri­sche Si­gna­le. Da­mit eig­net sich der Quad ganz he­vor­ra­gend, um grö­ße­re Ent­fer­nun­gen im Hör­raum be­reits mit den sin­g­al­zu­füh­ren­den Ka­beln von der Qu­el­le aus zu über­brü­cken, um dann vor Ort nor­ma­le, un­sym­me­tri­sche Kopf­hö­rer zu ver­wen­den. Auch di­gi­ta­le Ein­gän­ge gibt es: S/ PDIF, op­tisch/ ko­axi­al, USB. Der D/A-Wand­ler­chip stammt von Cir­rus Logic und ver­ar­bei­tet PCMSin­ga­le bis 192 kHz in 24 Bit. Bei DSDMa­te­ri­al muss er al­ler­dings pas­sen. Im Test klang der PA One dann gar nicht so ex­trem nach Röh­re. Er glänz­te mit ­äu­ßer­ster Bril­lanz in den Hö­hen, kräf­ti­gen Mit­ten und tro­cke­nem Bass. Auch bei ho­hen Pe­geln blieb er fel­sen­fest. Ein wah­res Kraft­pa­ket in Voll­en­dung.

Wunsch­los Glück­lich: ­Ana­lo­ge und di­gi­ta­le In­puts gibt’s in al­len gän­gi­gen For­ma­ten. USB ist eben­so da­bei wie ein ana­lo­ger Aus­gang.

Zwei­fal­tig­keit: Im Bild er­kennt man die flie­gen­de Ver­drah­tung der Röh­ren. Dar­un­ter die Haupt­pla­ti­ne. Die Si­gna­le wer­den über Re­lais ge­schal­tet.

Glu­t­ofen: Die fünf Röh­ren sind für die ­Si­gnal­ver­stär­kung zu­stän­dig. Aus Grün­den der Si­cher­heit sit­zen sie in ei­nem ­Git­ter­kä­fig.

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