Das steht im Mi­gra­ti­ons- und Flücht­lings­pakt

Augsburger Allgemeine (Ausgabe Stadt) - - Politik -

● Der recht­lich un­ver­bind­li­che „Glo­ba­le Pakt für si­che­re, ge­ord­ne­te und re­gu­lä­re Mi­gra­ti­on“der UN soll da­für sor­gen, dass Men­schen le­gal und ge­fahr­los in auf­nah­me­be­rei­te Staa­ten ge­lan­gen. Dort sol­len sie nicht aus­ge­beu­tet und bes­ser in­te­griert wer­den, so lau­tet das gro­ße Ziel.

● Die 23 vor­ge­ge­be­nen Un­ter­zie­le des ers­ten in­ter­na­tio­na­len Pak­tes über Ein­wan­de­rung rei­chen von der Aus­stel­lung gül­ti­ger Pa­pie­re über den Zu­gang zu Grund­leis­tun­gen – wie me­di­zi­ni­sche Not­hil­fe für Mi­gran­ten – bis hin zum ko­or­di­nier­ten Ma­nage­ment der Gren­zen durch die Staa­ten.

● Der Po­li­tik­di­rek­tor der In­ter­na­tio­na­len Ka­tho­li­schen Kom­mis­si­on für Mi­gra­ti­on in Genf, Ste­pha­ne Jaque­met, be­tont: „Je­der Staat wird selbst be- stim­men, wie und ob er die Vor­ga­ben im­ple­men­tiert.“

● Der Text un­ter­streicht „das sou­ve­rä­ne Recht der Staa­ten, ih­re na­tio­na­le Ein­wan­de­rungs­po­li­tik zu be­stim­men“. Und ob­wohl der Pakt laut Bun­des­re­gie­rung „in der na­tio­na­len Rechts­ord­nung kei­ne Rechts­wir­kung“ent­fal­tet und sich kein Staat zur Auf­nah­me von Mi­gran­ten ver­pflich­tet, gibt es Wi­der­stand. Die USA, Ös­ter­reich, Un­garn und wei­te­re Staa­ten leh­nen das Ab­kom­men rund­weg ab.

● Der recht­lich nicht ver­bind­li­che Glo­ba­le Pakt für Flücht­lin­ge soll rei­che Staa­ten er­mu­ti­gen, auf frei­wil­li­ger Ba­sis mehr ma­te­ri­el­le Hil­fe zur Ver­sor­gung der Mil­lio­nen Flücht­lin­ge zu ge­ben. Der Pakt fußt auf der Gen­fer Flücht­lings­kon­ven­ti­on von 1951. (kna)

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