Fir­ma in­ves­tiert kräf­tig

Augsburger Allgemeine (Ausgabe Stadt) - - Wirtschaft -

Wit­ty baut den Stand­ort Din­kel­scher­ben nun für wei­te­re sie­ben Mil­lio­nen Eu­ro aus. Es ent­ste­hen neue Bü­ros und La­bors. Aber auch das La­ger und die Pro­duk­ti­on be­kom­men mehr Platz. „Wir ha­ben gut ver­dient und ste­cken das Geld nun in die Fir­ma“, sagt Hu­bert Wit­ty. Dem Ge­schäfts­füh­rer und Ge­sell­schaf­ter ge­hört die Fir­ma mit sei-

Sei­ne Frau, ei­ne ge­lern­te Schnei­de­rin, ent­warf Wer­be­auf­schrif­ten für die rol­len­den Mar­ke­ting-maß­nah­men. Spä­ter, in den wil­den 60er Jah­ren, kam noch der ein­präg­sa­me und zun­gen­bre­che­ri­sche Wer­be­spruch „Wer Wit­ty tippt, tippt tipp­topp“hin­zu.

Die Ge­schäf­te lie­fen der­ma­ßen gut, dass die Fir­ma drin­gend mehr Platz be­nö­tig­te und sich in Din­kel­scher­ben west­lich von Augs­burg an­sie­del­te. Dort sitzt das Un­ter­neh­men bis heu­te und hat an ei­nem VW-BUS als Wer­be­trä­ger fest­ge­hal­ten. Un­ter Hu­bert Wit­ty, der 1984 in das Un­ter­neh­men ein­ge­stie­gen ist und es seit 1999 als Ge­schäfts­füh­rer lei­tet, hat das Au­to­kon­zept ei­ne krea­ti­ve Er­wei­te­rung er­fah­ren. Denn oben auf dem VW-BUS sitzt die Fi­gur ei­nes gro­ßen gel­ben Wasch­bärs. Das knal­lig-tie­ri­sche nen bei­den Brü­dern, die nicht im Un­ter­neh­men tä­tig sind. Im Jahr 2015 er­hielt der Mit­tel­ständ­ler ei­ne Aus­zeich­nung beim wich­tigs­ten Wett­be­werb zur Kun­den­ori­en­tie­rung in Deutsch­land. Wit­ty sagt da­zu: „Zu den zehn Fir­men mit dem bes­ten Ser­vice in Deutsch­land zu zäh­len, ist ein her­vor­ra­gen­des Er­geb­nis für uns.“(sts)

Ge­fährt dient heu­te vor al­lem als An­lock­mit­tel für drin­gend be­nö­tig­te Fach­kräf­te. Der auf­fäl­li­ge Bus fährt auch zum Com­pu­ter­werk des ja­pa­ni­schen Her­stel­lers Fu­jit­su nach Augs­burg, um viel­leicht ei­nen Itspe­zia­lis­ten des vor dem Aus ste­hen­den Be­triebs nach Din­kel­scher­ben zu lot­sen. Auf dem gel­ben Vwfahr­zeug steht: „Wer­de Teil un­se­res Teams.“

Das ist ein be­son­de­res Team, was schon bei den kom­mu­ni­ka­ti­ven Chefs an­fängt. Wit­ty, 63, und sein Ge­schäfts­füh­rungs­kol­le­ge Thi­lo Schind­ler, 47, sit­zen sich in ei­nem rie­si­gen Groß­raum­bü­ro ge­gen­über. Die Mit­ar­bei­ter ha­ben so kur­ze We­ge zu ih­nen und müs­sen nicht an Tü­ren an­klop­fen. „Bei uns ge­nie­ßen die Be­schäf­tig­ten schon vom Aus­zu­bil­den­den an vie­le Frei­hei­ten“, sagt Wit­ty und fügt aber hin­zu: „Wir er­ren. war­ten, dass sie Pro­ble­me selbst lö­sen.“Auf den Ti­schen al­ler Be­schäf­tig­ten steht am Ni­ko­laus­tag ein Weck­glas mit Ker­ze und Sü­ßig­kei­ten. Auch so be­dankt sich der Chef bei sei­nen Mit­ar­bei­tern. Wenn ein di­cker Auf­trag her­ein­schneit – und das muss an­ge­sichts des re­gen Wachs­tums öf­ter pas­sie­ren –, kommt ein an der Wand hän­gen­der asia­ti­scher Gong zum Ein­satz. Wit­ty, ein schlan­ker, sport­li­cher Mann mit blau­ge­fass­ter Bril­le und vol­lem grau­en Haar, lacht: „Da hau­en wir dann drauf. Das darf je­der.“

Da­bei sind die schwä­bi­schen Hy­gie­ne-spe­zia­lis­ten kei­ne Haud­raufs. Sie ge­hen in ih­ren Ge­schäf­ten sehr über­legt vor und le­gen – wie Wit­ty im­mer wie­der sagt – auf ih­re Un­ab­hän­gig­keit als Fa­mi­li­en­un­ter­neh­mer gro­ßen Wert: „Manch­mal tref­fen wir Ent­schei­dun­gen auch, wenn sie

Die Fir­ma Wit­ty sitzt in Din­kel­scher­ben und ist ein Che­mie-un­ter­neh­men.

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