Sö­der hat noch viel zu tun

Augsburger Allgemeine (Ausgabe Stadt) - - Erste Seite - VON GRE­GOR PE­TER SCHMITZ [email protected]­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Vie­le in der Uni­on re­den ge­ra­de über ei­nen mög­li­chen Kanz­ler­kan­di­da­ten Mar­kus Sö­der, weil der beim Cdu-par­tei­tag mit sei­ner Re­de so be­geis­tert hat­te. Es war ei­ne gu­te Re­de, das stimmt. Al­ler­dings stimmt auch, dass es bei­na­he je­ne Re­de war, die Sö­der seit Mo­na­ten quer durch den Frei­staat hält – die­se kam dort in der Re­gel gut an, doch Ju­bel­stür­me wie nun bei der CDU sind nicht über­lie­fert.

Das zeigt, wie re­la­tiv je­de Kanz­ler-eu­pho­rie ist. Ne­ben ver­un­si­cher­ten Cdu-grö­ßen ver­mag Sö­der mit Schwung, Witz, Charme zu glän­zen. Das kann vor an­de­rem Pu­bli­kum aber schon wie­der ganz an­ders sein. Da­her tun Csu-stra­te­gen gut dar­an, al­le Kan­di­da­ten­träu­me iro­nisch zu se­hen und Kanz­ler­kan­di­da­tu­ren aus ih­rer Par­tei mit Russ­land­feld­zü­gen zu ver­glei­chen, die­se en­de­ten meist im De­sas­ter.

Zwar steht die CSU un­ter Sö­der ei­ni­ger und fröh­li­cher da als die CDU und vor al­lem die SPD. Aber auch die Neu­er­fin­dung des Mar­kus Sö­der hat ge­ra­de erst be­gon­nen, er hat noch viel zu tun. Et­wa ne­ben sei­nen Image­wer­ten die sei­ner Par­tei in die Hö­he zu hie­ven. Das se­hen, wie un­se­re Um­fra­ge zeigt, üb­ri­gens auch vie­le Bay­ern so.

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