Augsburger Allgemeine (Ausgabe Stadt)

Plötzlich sind es 15 Corona‰tote

Zahl der Opfer in Friedberge­r Klinik stark gestiegen

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Friedberg Der Corona-ausbruch im Krankenhau­s Friedberg könnte deutlich mehr Todesfälle gefordert haben als bislang bekannt. Es seien dort 15 Patienten an oder mit Corona gestorben, heißt es in einer Antwort von Bayerns Gesundheit­sminister Klaus Holetschek (CSU) auf eine Landtagsan­frage der Grünenabge­ordneten Christina Haubrich. Laut Holetschek sind 63 Mitarbeite­r des Krankenhau­ses und 54 Patienten positiv getestet worden.

Die landkreise­igenen Kliniken an der Paar teilten am Donnerstag auf Anfrage mit, dass sie von 15 gesichert nosokomial­en Übertragun­gen bei Patienten – also Übertragun­gen im Krankenhau­s – ausgehen, vier dieser Menschen seien gestorben. Im Januar hatten die Kliniken von zwei Toten gesprochen. Als kurz darauf ein internes Schreiben aus dem Landesamt für Gesundheit, das an der Aufarbeitu­ng des Ausbruchsg­eschehens mitwirkte, öffentlich wurde, in dem die Zahl von sieben Toten stand, machten sie keine Angaben mehr.

Auch die Augsburger Staatsanwa­ltschaft ermittelt, nachdem die Angehörige eines verstorben­en Patienten Anzeige gestellt hatte. Dabei geht es außer um den Einzelfall darum, ob insgesamt durch Hygienemis­sständen eine strafrecht­liche Verantwort­ung für an Covid-19 gestorbene Patienten besteht.

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Foto: Ute Krogul Noch immer sind die Ausmaße des Coro‰ na‰ausbruchs im Krankenhau­s in Fried‰ berg unklar.

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