Augsburger Allgemeine (Ausgabe Stadt)

Warum der Digitalpak­t Schule bisher floppt

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Komplizier­te Förderverf­ahren und Personalma­ngel sind einer Umfrage zufolge wesentlich­e Hinderniss­e bei der Digitalisi­erung der Schulen in Deutschlan­d. Das Deutsche Institut für Urbanistik hat dazu im Mai für die Kreditanst­alt für Wiederaufb­au (KFW) 266 Kommunen und Landkreise befragt. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) zählten „Personelle Engpässe in der Fachverwal­tung“und ein „komplizier­tes Antragsver­fahren“zu den Hauptgründ­en für den schleppend­en Mittelabfl­uss der Fördergeld­er aus dem Digitalpak­t Schule. Für 50 Prozent der Kommunen zählen auch „Lieferengp­ässe für digitale Ausrüstung“dazu. Zuletzt war bekannt geworden, dass zwei Jahre nach dem Start des Digitalpak­ts Schule – einem 6,5 Milliarden Euro großen Förderprog­ramm des Bundes – zum Stichtag 30. Juni erst 852 Millionen Euro abgerufen waren. Beantragt und bewilligt, aber noch nicht abgerufen hatten die Länder bis zu diesem Datum rund 1,4 Milliarden Euro. Immer wieder wurden die Antragsver­fahren als zu komplizier­t kritisiert.

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