Augsburger Allgemeine (Land Nord)

Das Leid der Opfer

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Zu „Ein Skalpell schneidet in die barocke Idylle“(Feuilleton) vom 27. April:

Die Argumentat­ion von Dr. Raueiser

war, ist und bleibt fadenschei­nig, widersprüc­hlich, unlogisch. Weil die auf dem Triptychon abgebildet­en Buben in Kaufbeuren ermordet wurden und nicht in Irsee, musste das Werk also entfernt werden. Dabei unterlag Irsee als Zweigstell­e der Leitung des psychiatri­schen Krankenhau­ses Kaufbeuren. Wer wie Raueiser die „Täterpersp­ektive“bemüht, muss in der Konsequenz für die Beseitigun­g fast aller NS-Gedenkstät­ten plädieren und – wie Professor Moshe Zimmermann (Historiker und Antisemiti­smusforsch­er in Tel Aviv) mit Recht schreibt – mit der Zerstörung von Yad Vashem beginnen. Und den Opfern müssten wir vorwerfen, dass sie sich nicht selber fotografie­rt haben. Nicht nur Herr Gauland würde sich freuen. Mit den authentisc­hen Fotos habe ich als Künstlerin das Leid der Opfer in den Mittelpunk­t gestellt.

Beate Passow, München

Ich verneige mich vor der Leistung des Herrn Ricardo Lange und dessen Stellver‰ tretung aller Pflegekräf­te.

Paul Herrmann, Landsberg, zum Porträt „Der Internet‰Star von der Intensivst­ation“(Meinung & Dialog) vom 6. Mai

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