Zei­t­rei­se in die Gol­de­nen Zwan­zi­ger

Das En­sem­ble Ca­fé Ar­ra­bi­ata ent­führt die Gäs­te im Stadt­ber­ger Bür­ger­saal in die Ära der Fracks und Fe­der­bo­as

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Neusäß, Stadtbergen Und Umgebung - VON THOMAS HACK

Stadtbergen Schi­cke Dan­dys mit Kni­cker­bo­cker und Ho­sen­trä­ger, ele­gan­te Da­men mit Fe­der­kopf­schmuck und Zi­ga­ret­ten­spit­ze – und da­zu be­schwing­te Klän­ge der Gol­de­nen Zwan­zi­ger Jah­re. Das konn­ten Be­su­cher im Stadt­ber­ger Bür­ger­saal er­le­ben, als die Augs­bur­ger For­ma­ti­on Ca­fé Ar­ra­bi­ata zur gro­ßen Mu­sik- und Tanz­ga­la ge­la­den hat­te.

Im aus­ge­las­se­nen Ball-Am­bi­en­te er­weck­te das En­sem­ble die Klän­ge von Charles­ton, Swing und Lin­dy Hop zu neu­em Le­ben und bot den Gäs­ten die Ge­le­gen­heit, zu ChaCha-Cha und Tan­go zu tan­zen. Dass ei­ne mu­si­ka­li­sche Zei­t­rei­se in die 1920er-Jah­re auch heu­te noch be­liebt ist, zeig­te die gro­ße Zahl an Be­su­chern. Vie­le von ih­nen hat­ten sich in ori­gi­nal­ge­treue Ko­s­tü­me der da­ma­li­gen Zeit ge­klei­det.

Mit seuf­zen­den Vio­li­nen­stri­chen und ei­nem ge­die­ge­nen Fox­trott be­gann die gla­mou­rö­se Ga­la. Ne­ben klas­si­schen Kom­po­si­tio­nen spiel­te das Augs­bur­ger En­sem­ble auch rotz­fre­che Sa­lon­mu­sik im Sti­le der Co­me­di­an Har­mo­nists. Das Stück „Ro­ter Mond“rück­te den ar­gen­ti­ni­schen Tan­go ins Ram­pen­licht. Sän­ge­rin Ag­nes Rei­ter über­zeug­te mit ei­ner lei­den­schaft­li­chen Dar­bie­tung des Lieds „Ich weiß nicht, zu wem ich ge­hö­re“.

Es dau­er­te nicht lan­ge, bis die ers­ten Gäs­te die Tanz­flä­che in Be­schlag nah­men und sich im Gar­de­ro­ben­be­reich und zwi­schen den Ti­sch­rei­hen zu Slo­wf­ox und Swing be­weg­ten. Das ver­sier­te Zu­sam­men­spiel von Kla­ri­net­te, Swing-Gi­tar­re und Kon­tra­bass nahm die Be­su­cher mit auf ei­ne Zei­t­rei­se in die Va­rie­té-Ära.

Un­ter­stüt­zung be­ka­men die tan­zen­den Gäs­te von Mit­glie­dern der Tanz­schu­le „Swing in Augs­burg“. Sie lu­den die Ball­be­su­cher zu ei­nem kos­ten­lo­sen Tanz­kurs ein. Am En­de konn­ten al­le die Grund­schrit­te von Swing und Charles­ton mit­tan­zen. Mit dem Ar­ran­ge­ment „In der Nacht ist der Mensch nicht gern al­lei­ne“prä­sen­tier­te Ca­fé Ar­ra­bi­ata ei­ne Hom­mage an die gro­ßen Di­ven der 1920er- und 1930er-Jah­re.

Mal ein we­nig ver­rucht, mal lei­den­schaft­lich und et­was ver­rückt bot sich der Tanz­abend dar. Die Be­su­cher ge­nos­sen die mu­si­ka­li­sche Zei­t­rei­se in die Ära der Fracks und Fe­der­bo­as.

Fotos: Thomas Hagg

Die For­ma­ti­on Ca­fé Ar­ra­bi­ata be­geis­ter­te beim Tanz­ball im Stadt­ber­ger Bür­ger­saal mit nost­al­gi­schen Chan­son- und Ca­ba­ret-Klän­gen.

Auch die jun­ge Ge­ne­ra­ti­on ließ sich von al­ten Tän­zen be­geis­tern.

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