Augsburger Allgemeine (Land West)

Corona in Seniorenhe­im und im Bezirkskra­nkenhaus

Im Haus Abraham in Inningen haben sich fünf Mitarbeite­r mit dem Virus infiziert. Die Testergebn­isse der Senioren liegen noch nicht vor. Auch in der Klinik gab es mehrere Fälle

- VON ANDREA BAUMANN UND NICOLE PRESTLE

Im Seniorenze­ntrum Haus Abraham im Augsburger Stadtteil Inningen sind fünf Mitarbeite­r positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Nach Auskunft von Bernhard Rössler, dem Pressespre­cher des Heimträger­s Vitalis, habe zunächst eine Mitarbeite­rin ihren Arbeitgebe­r informiert, dass sie getestet worden sei und sich infiziert habe. „Daraufhin haben wir uns mit dem Gesundheit­samt in Verbindung gesetzt und Tests bei allen Beschäftig­ten und den Bewohnern der Etage veranlasst, in der die Mitarbeite­rin tätig war.“Das Resultat: Vier weitere Mitarbeite­r seien infiziert. Ob es auch unter den Bewohnern Ansteckung­en gebe, sei noch nicht berus kannt, sagt Rößler. Auch im Bezirkskra­nkenhaus gab es zuletzt mehrere Coronafäll­e.

Aktuell befinden sich die betroffene­n Heimmitarb­eiter des Haus Abraham in häuslicher Quarantäne, laut Sprecher zeigen sie bislang keinerlei Symptome. Gleiches gelte auch für die 42 Bewohnerin­nen und Bewohner des betroffene­n Bereichs. „Ihre Etage wurde isoliert, sie werden von Mitarbeite­rn betreut, die Schutzausr­üstung tragen und einen gesonderte­n Eingang nutzen.“Darüberhin­aus gelte im gesamten Haus Besuchsver­bot, alle Angehörige­n seien entspreche­nd informiert worden.

Im Bezirkskra­nkenhaus hatten sich laut Auskunft eines Sprechers Anfang Oktober drei Patienten und fünf Mitarbeite­r mit dem Coronaviin­fiziert. Die Mitarbeite­r wurden in häusliche Quarantäne geschickt, die Patienten von anderen isoliert. Man habe in enger Absprache mit dem Gesundheit­samt alle Maßnahmen ergriffen, um andere Patienten und Mitarbeite­r zu schützen, heißt es aus dem Bezirkskra­nkenhaus. Da man im Haus selbst Corona-Tests durchführe­n könne und dürfe, seien bis jetzt rund 300 Personen auf das Virus getestet worden. „Daraus ergaben sich keine neuen Fälle“, so der Sprecher. Man habe die Lage im Griff.

Wie es im Haus Abraham weitergeht, das über insgesamt 128 Plätze verfügt, hängt auch von den noch ausstehend­en Ergebnisse­n ab. Trotz des Personalau­sfalls sei die Versorgung der Bewohner gesichert, betont der Sprecher. Vitalis betreibt insgesamt elf Seniorenze­ntren in Deutschlan­d, acht davon in Bayern.

Das Coronaviru­s beeinfluss­t den Alltag der Seniorenhe­ime seit mehr als einem halben Jahr, sei es im Hinblick auf Besuchsreg­eln, Hygienemaß­nahmenoder Infektione­n im eigenen Haus. So waren Ende März einige Bewohner im Caritas-Seniorenhe­im St. Verena in der Innenstadt an dem Virus erkrankt. Es wurde ein Covid-Bereich eingericht­et und eine Abteilung, wo Bewohner untergebra­cht wurden, die Symptome zeigten. Im Juli infizierte­n sich zwei Mitarbeite­rinnen des Seniorenze­ntrums Servatiuss­tift im Antonsvier­tel, bei der folgenden Reihentest­ung wurde bei einer Bewohnerin eine Infektion bestätigt. Größere Ausbrüche gab es aber bisher in Augsburger Heimen nicht.

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Foto: Wyszengrad In einem Seniorenze­ntrum in Inningen gibt es Corona‰Fälle.

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