DIE LE­GEN­DÄ­RE TREUE DES HACHIKO

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Hi­des­a­bu­ro Ue­no war Pro­fes­sor an der Uni­ver­si­tät To­kio. Hachiko war sein ge­lieb­ter Hund. Er sprach und spiel­te mit ihm, füt­ter­te ihn und küm­mer­te sich aus­gie­big um den jun­gen Aki­ta. Der Hund be­dank­te sich für die­se Auf­merk­sam­keit, in­dem er sein Herr­chen je­den Mor­gen zum Bahn­hof be­glei­te­te und nach­mit­tags auf sei­ne Rück­kehr war­te­te. Ganz gleich, ob es reg­ne­te oder stürm­te, Hachiko war­te­te pünkt­lich um 17.00 Uhr am Bahn­hof von Shi­bu­ya. Hachiko war zwei Jah­re alt, als sein Herr­chen an ei­nem Abend im Mai 1925 nicht aus dem Zug stieg. Der Pro­fes­sor war bei ei­ner Vor­le­sung an ei­ner Hirn­blu­tung ge­stor­ben. Hachiko war­te­te trotz­dem ge­dul­dig. Die Wit­we Ue­nos hol­te ihn ir­gend­wann ab, zog spä­ter aus To­kio fort und gab Hachiko zu Ver­wand­ten. Die­ser ließ sich nicht be­ir­ren. Er riss im­mer wie­der aus und kehr­te zum Bahn­hof zu­rück. Neun Jah­re lang war­te­te er je­den Abend ver­geb­lich auf sein ge­lieb­tes Herr­chen. Bei sei­nem Tod 1935 war Hachiko be­reits in ganz Ja­pan be­kannt. Millionen Men­schen trau­er­ten um ihn. Selbst Hol­ly­wood ad­ap­tier­te sei­ne Ge­schich­te 2009 mit Richard Ge­re in der Rol­le des Pro­fes­sors.

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