Ge­hör­los

Auszeit - - DOSSIER -

Wäh­rend wir letzt­lich ent­schei­den kön­nen, was wir hö­ren wol­len und was nicht, er­le­ben Ge­hör­lo­se un­se­re Welt gänz­lich oh­ne Tö­ne oder Ge­räu­sche. Wie das ist, lässt sich für uns Hö­ren­de nur schwer nach­emp­fin­den. Bei vie­len Si­tua­tio­nen des täg­li­chen Le­bens wird man auch oh­ne et­was zu hö­ren aus­kom­men. Aber bei den wirk­lich wich­ti­gen Din­gen ist das ein ech­ter Ver­lust. Al­lei­ne bei der Ver­stän­di­gung mit Hö­ren­den mag man sich ei­ner schier un­über­wind­li­chen Schran­ke kon­fron­tiert füh­len. Zu­min­dest am An­fang. Pro­bie­ren Sie selbst ein­mal aus, Ra­dio oh­ne Ton zu hö­ren. Kei­ne Mu­sik, kei­ne Nach­rich­ten. Oder se­hen sie sich ei­nen Film im TV oh­ne Ton, da­für mit Ge­hör­lo­sen-Un­ter­ti­teln an. Es wird Ih­nen un­gleich lang­wei­li­ger und öder vor­kom­men, als ge­wohnt.

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