Veit Lin­dau

# Was ich wirk­lich-wirk­lich will

Auszeit - - INHALT - VEIT LIN­DAU

Ich ken­ne dich (wahr­schein­lich) nicht per­sön­lich. Den­noch bin ich mir in zwei Punk­ten sehr si­cher. Ers­tens: Du ver­fügst über ein enor­mes schöp­fe­ri­sches Po­ten­ti­al. Zwei­tens: Du hast die­ses Po­ten­ti­al noch lan­ge nicht aus­ge­reizt.

Die Fra­ge ist: Willst du her­aus­fin­den, was noch al­les mög­lich ist oder reicht es dir? Wenn du heu­te ster­ben müss­test, hät­test du das Ge­fühl, du hät­test al­les ge­ge­ben? Hät­test die Chan­ce dei­nes kost­ba­ren Le­bens voll ge­nutzt? Reicht es dir?

Oder hörst du in lei­sen St­un­den ei­ne drän­gen­de Stim­me, die dir zu­flüs­tert, dass das, was du heu­te als Wirk­lich­keit er­lebst, noch nicht al­les ge­we­sen sein kann?

Ich glau­be nicht an Zu­fäl­le. Wenn die­ser Ar­ti­kel ge­ra­de in dei­nen Hän­den ge­lan­det ist, ha­ben wir ei­ne Ver­ab­re­dung. Ich ver­mu­te mal: Et­was reicht dir noch nicht. Et­was be­wegt dich. Viel­leicht die Sehn­sucht nach mehr Tie­fe. Nach Frei­heit. Er­folg. Reich­tum. Lie­be. Frie­den. Das Gu­te ist: Egal, was du bis jetzt ge­lebt hast – es geht im­mer noch viel mehr. Ich la­de dich ein, dei­nen Glau­ben an dei­ne Mög­lich­kei­ten zu ver­rü­cken.

Ich la­de dich ein ...

... die Chan­ce dei­nes so kost­ba­ren Le­bens voll zu nut­zen,

... dei­nen Hin­tern (me­ta­pho­risch) weit aus dem Fens­ter zu hän­gen, da­mit du Frisch­luft spürst,

... die Se­gel dei­nes schöp­fe­ri­schen Geis­tes auf­zu­span­nen,

... grö­ßer dar­über zu den­ken, wer du bist, was du kannst und was du mit uns al­len tei­len magst.

... und dann dei­ne kühns­ten Träu­me in dein wun­der­ba­res, kon­kre­tes Le­ben hin­ein zu ma­ni­fes­tie­ren.

Es ist er­re­gend zu er­ken­nen, dass das, was wir heu­te für mög­lich hal­ten, nie­mals das En­de der Fah­nen­stan­ge ist.

Ich be­schäf­ti­ge mich seit 25 Jah­ren per­sön­lich und be­ruf­lich, als Au­tor, Trai­ner und Un­ter­neh­mer, mit den uni­ver­sel­len Ge­set­zen des Er­folgs. Die gu­te Nach­richt: Es gibt sie.

Die Nach­richt, die man­che nicht so gern hö­ren: Von nix wird nix. Wenn wir kei­ne Ver­ant­wor­tung über­neh­men und die­se Ge­set­ze nicht an­wen­den, dann funk­tio­nie­ren sie na­tür­lich auch nicht.

Es gibt ex­trem vie­le Bü­cher zum The­ma Er­folg und Wun­sch­er­fül­lung. Die meis­ten ent­hal­ten min­des­tens ein Körn­chen, man­che ei­nen gan­zen Berg von Wahr­heit. Den­noch er­fah­ren so vie­le Men­schen, die die­se Bü­cher le­sen, nicht den Er­folg, den sie sich wün­schen. Ich durf­te mitt­ler­wei­le ca. 40000 Men­schen auf ih­rem Weg zu mehr Er­folg be­glei­ten und möch­te dir hier ei­ne Quint­es­senz mei­ner Be­ob­ach­tun­gen und Ana­ly­sen vor­stel­len, näm­lich die fünf häu­figs­ten Fal­len bzw. Irr­tü­mer auf dei­nem Weg zur Ma­ni­fes­ta­ti­on dei­ner Träu­me – und die fünf es­sen­ti­el­len Ele­men­te, die du un­be­dingt brauchst.

Ers­te Fal­le

Irr­tum Nr. 1 Un­klar­heit Po­wer­ele­ment Nr. 1 Klar­heit

Du weißt nicht, was du willst oder du jagst der fal­schen Möh­re hin­ter­her. Du hast 50-60 000 Ge­dan­ken je­den Tag. Dein Geist folgt dei­nem Fo­kus. Wenn du wis­sen willst, wie klar aus­ge­rich­tet dein Ver­stand wirk­lich ist, schau dir dei­ne Rea­li­tät an. Sie spie­gelt den Ge­schmack dei­ner Ge­dan­ken in den letz­ten 12

Mo­na­ten wie­der. Es ist wahr – dei­ne Ge­dan­ken wer­den Din­ge! Des­halb ist es so wich­tig, dass du zu­erst Ge­hirn­schmalz in­ves­tierst, um her­aus­zu­fin­den, was du wirk­lich-wirk­lich willst und dann dei­nen Geist dar­in trai­nierst, den Fo­kus haupt­säch­lich dar­auf aus­zu­rich­ten. War­um schrei­be ich von wirk­lich-wirk­lich? War­um nicht ein­fach nur wirk­lich? Weil un­ser Geist ein gie­ri­ger, ängst­li­cher, neu­gie­ri­ger Ge­sell ist. Er kre­iert Wün­sche am Fließ­band. Er schickt uns wie ein wild­ge­wor­de­ner Af­fe in al­le mög­li­chen Ecken des Dschun­gels. Er ver­führt uns – wenn wir nicht hell­wach sind –, fal­schen Möh­ren hin­ter­her zu ren­nen, und das manch­mal über Jah­re. Si­cher hast du schon die Er­fah­rung ge­macht, dich mit al­lem, was du hat­test, für ei­nen Wunsch ins Zeug zu le­gen, um am En­de fest­zu­stel­len, dass er nichts, aber auch gar nichts mit dir zu tun hat­te. Be­son­ders in der heu­ti­gen Zeit – ma­ni­pu­liert durch lau­te Wer­be­ver­spre­chen, ir­ri­tiert durch tau­send Op­tio­nen und ge­for­dert von al­len Sei­ten – ist es rat­sam, dei­ne Wün­sche zwei­mal zu hin­ter­fra­gen, be­vor du dei­ne kost­ba­re Le­bens­zeit in ih­re Er­fül­lung in­ves­tierst. Auf dem lär­men­den Markt­platz der Welt ru­hig her­aus­zu­hö­ren, was du wirk­lich-wirk­lich willst, ist ei­ne Kunst. Die Ant­wort macht dich still und gleich­zei­tig ent­facht sie in dei­nem Her­zen ein ste­ti­ges Feu­er für die Din­ge, die wirk­lich ge­tan wer­den müs­sen.

„Wenn wir kei­ne Ver­ant­wor­tung über­neh­men und die­se Ge­set­ze nicht an­wen­den, dann funk­tio­nie­ren sie na­tür­lich auch nicht“.

Zwei­te Fal­le

Irr­tum 2: Wünsch dir was vom Uni­ver­sum und war­te dann Po­wer­ele­ment 2: Vol­le Selbst­ver­ant­wor­tung

Ich weiß, dass ich mir da­mit nicht nur Freun­de ma­che, wenn ich an die­ser kind­li­chen Vor­stel­lung rüt­te­le. Doch das Uni­ver­sum hat noch ein biss­chen mehr zu tun, als sich um dei­ne Wün­sche zu küm­mern. Ja, wünsch dir al­les. Be­te. Schrei es hin­aus. Und dann über­nimm Ver­ant­wor­tung und set­ze dei­nen Hin­tern in Be­we­gung. Wirf al­les in die Waag­scha­le, was du hast und was du bist. Denn weißt du was? Wenn das Uni­ver­sum ge­wollt hät­te, dass du dir nur Din­ge wünschst, wä­rest du als ein rie­si­ger Kopf oh­ne Ar­me und Bei­ne zur Welt ge­kom­men.

Die ge­fähr­lichs­te Schwä­chung dei­ner Er­folgs­kraft liegt im Op­fer­be­wusst­sein,

„Er­folg in dem, was du liebst, ist kei­ne Zau­be­rei. Es ist ei­ne Kunst, die je­der von uns er­ler­nen kann.“

wel­ches wir im­mer dann ein­neh­men, wenn wir die Po­wer für un­se­re Er­fül­lung nach au­ßen ver­la­gern. Es ist jetzt an der Zeit, sie wie­der zu­rück zu ho­len.

Drit­te Fal­le

Irr­tum 3: Ich hab es ja pro­biert! Es hat nicht ge­klappt!

Po­wer­quel­le 3: Der lan­ge Atem

Ich ken­ne vie­le sehr er­folg­rei­che Men­schen, Spit­zen­sport­ler, Künst­le­rin­nen, Mil­lio­nä­re,… Kein ein­zi­ger von ih­nen hat­te kei­ne quä­len­den Durst­stre­cken, Pha­sen des Zwei­fels, des Ge­gen­win­des. Die, die du be­wun­derst, sind ein­fach wei­ter ge­gan­gen als die an­de­ren, die es mal pro­biert ha­ben. Lass dich von der eu­pho­ri­schen Stim­mung vie­ler Er­folgs­und Glücks­rat­ge­ber nicht täu­schen. Es gibt die Quan­ten­sprün­ge im Le­ben und die laaaaaa­an­gen Pla­teau­pha­sen, in de­nen schein­bar nichts pas­siert oder du so­gar wie­der zu­rück­rollst. Heu­le. Kotz dei­nen Frust raus. Le­cke dei­ne Wun­den. Dann steh auf und geh wei­ter!

Vier­te Fal­le

Irr­tum 4: Ich will es auf MEI­NE Wei­se

Po­wer­ele­ment 5: Be li­ke wa­ter

Ich ver­ra­te dir jetzt das ul­ti­ma­ti­ve Ge­heim­nis von Er­folg. Es geht in Wahr­heit nicht dar­um, wel­ches Ziel du am En­de er­rei­chen wirst. Denn da war­tet im­mer gleich die nächs­te Möh­re. Nein. Es geht dar­um, wer du auf dem Weg da­hin wer­den muss­test. Ein gu­ter Er­folgs­weg lässt dein klei­nes, be­grenz­tes, auf sei­nen Vor­stel­lun­gen be­har­ren­des Ich im­mer wie­der ster­ben, um ei­ne freie­re, schö­ne­re, grö­ße­re Ver­si­on von dir zu ge­bä­ren. Wie Bru­ce Lee be­reits sag­te: „Be li­ke wa­ter, my fri­end.“Ein Fluss ist 100% de­ter­mi­niert, was sein Ziel be­trifft – das Meer. Doch auf dem Weg da­hin ist er be­reit, im­mer wie­der sei­ne Form und sei­ne Tak­tik zu ver­än­dern. Das ist wah­re Po­wer!

Fünf­te Fal­le

Irr­tum 5: Die Fal­le der Ein­zel­an­stren­gung

Po­wer­ele­ment 5: Star­kes ICH – star­kes WIR

Kein Er­folg ist ein So­lo­werk. Du brauchst für je­des Ziel Ver­bün­de­te, die dich mit Ide­en, Wis­sen, Kon­tak­ten, Geld oder ein­fach nur Er­mu­ti­gung un­ter­stüt­zen. Den­ke von Be­ginn an ver­netzt. Un­ter­stüt­ze dei­ne Mit­men­schen groß­zü­gig beim Er­rei­chen ih­rer Zie­le. Viel­leicht kommt es nicht di­rekt von die­sem Men­schen zu­rück. Aber glaub mir, Ge­ben zahlt sich im­mer aus. Und kom­mu­ni­zie­re dei­ne Zie­le und Wün­sche of­fen und prä­zi­se. Fra­ge, wün­sche, bit­te. Sei es dir wert, dir Hil­fe zu ho­len.

Mut zum An­fan­gen

Ich möch­te dich er­mu­ti­gen, an dei­ne Träu­me zu glau­ben und dir mit Hil­fe von Bü­chern oder ei­nem gu­ten Leh­rer bzw. ei­ner Leh­re­rin des Er­folgs das rich­ti­ge Know-How zu be­sor­gen und dann los­zu­le­gen. Es ist nie­mals zu spät, dir selbst zu be­wei­sen, dass du zu viel mehr fä­hig bist.

Wie be­gin­nen Re­vo­lu­tio­nen?

Mit ei­nem ein­zi­gen neu­en Ge­dan­ken.

Bist du be­reit für ei­ne sanf­te Re­vo­lu­ti­on in dei­nem Le­ben? Den­ke neu.

Den­ke frei.

Den­ke ver­rückt.

Dein Er­folg ist auch dein Ge­burts­recht und dein Ge­schenk an uns al­le. Die Men­schen in dei­ner Um­ge­bung brau­chen dich – in dei­ner schöns­ten, frei­es­ten und kraft­volls­ten Ver­si­on.

Er­folg in dem, was du liebst, ist kei­ne Zau­be­rei. Es ist ei­ne Kunst, die je­der von uns er­ler­nen kann.

Nichts ist zu gut, um wahr zu sein. <

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