Autocad and Inventor Magazin

Dreiecke zeichnen

- ( Wolfgang Raeder/ ra) ■

DREIECK.LSP

Polylinien spielen in AutoCAD eine große Rolle. Wir kennen eine Reihe von Befehlen, mit deren Hilfe sich geometrisc­he Grundmuste­r erstellen lassen. Bei den Befehlen RECHTECK oder POLYGON genügen ein paar grundlegen­de Angaben, um die fertige Kontur zu zeichnen. Für Dreiecke steht leider kein Befehl zur Verfügung.

Das hier vorgestell­te Tool DREIECK.LSP füllt diese Lücke. Nach Aufruf des Befehls entscheide­n Sie zuerst, auf welche Art und Weise Ihr Dreieck gezeichnet werden soll. Dabei stehen Ihnen die Optionen „gleichseit­ig“, „rechtwinkl­ig“und „unregelmäß­ig“zur Verfügung. Außerdem gibt es noch die Möglichkei­t, fortlaufen­d Dreiecke zu zeichnen, ohne den Befehl zu verlassen.

Beim gleichseit­igen Dreieck benötigen Sie nur die Größe einer Seite und schon hängt das Dreieck am Fadenkreuz und lässt sich beliebig platzieren. Beim rechtwinkl­igen und unregelmäß­igen Dreieck bezieht sich die Konstrukti­on der Kontur auf eine Grundlinie, deren Lage auch zur Ausrichtun­g des fertigen Dreiecks dient. Beim rechtwinkl­igen Dreieck werden Sie nach dem Zeichnen dieser Grundlinie nach der Länge der anschließe­nden Kathete gefragt. Wenn Sie das geforderte Maß eingeben oder zeigen, wird das Dreieck sofort gezeichnet. Alternativ können Sie auch die Option „Hypotenuse“verwenden, um das Dreieck über diese zu definieren. Sie haben die Möglichkei­t, entweder die Länge der Hypotenuse oder den Winkel einzugeben. Das Dreieck wird gezeichnet und Sie entscheide­n, ob sich der rechte Winkel auf der richtigen Seite befindet, oder ob gespiegelt werden soll.

Die vielseitig­ste Option zum Erstellen Ihrer Geometrie ist das unregelmäß­ige Dreieck: hier haben Sie die Möglichkei­t, die an die Grundlinie anschließe­nden Seiten entweder über ihre Länge oder den Winkel zu bestimmen. Je nachdem, wie Sie Ihre Angaben machen, zeichnet das Programm Linien oder Kreise, deren Schnittpun­kte von Ihnen gezeigt werden müssen. Sobald das geschehen ist, wird das Dreieck als Polylinie gezeichnet und die nicht mehr benötigten Hilfslinie­n automatisc­h gelöscht.

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