Was BIM und Ba­by­lon ge­mein­sam ha­ben

Autocad and Inventor Magazin - - Inhalt - Von Ste­phan Freundor­fer

BIM-Lö­sun­gen ein­fa­cher ver­net­zen

Das viel­zi­tier­te Bei­spiel der ba­by­lo­ni­schen Sprach­ver­wir­rung lie­fert auch für die ak­tu­el­le Ar­chi­tek­tur-Soft­ware-Land­schaft das pas­sen­de Bild. Be­an­sprucht je­der An­bie­ter mitt­ler­wei­le für sich, ei­ne BIM-Lö­sung zu ent­wi­ckeln, kön­nen die we­nigs­ten Pro­gram­me von Haus aus pro­blem­los mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren. Ge­ra­de ei­ne Ver­net­zung der Lö­sun­gen ist es al­ler­dings, die den BIM-An­satz so viel­ver­spre­chend macht. Ei­ne sol­che lö­sungs-agnos­ti­sche Stra­te­gie ver­folgt Drop­box. Wie das in der Pra­xis ge­lingt, zeigt die aus­tra­li­sche Bau­fir­ma Built.

Von den hän­gen­den Gär­ten von Ba­by­lon über den Leucht­turm von Alex­an­dria hin zu den Py­ra­mi­den von Gi­zeh: Al­lein der Blick auf die Lis­te der an­ti­ken sie­ben Welt­wun­der, lässt ei­nen über die Bau­kunst ei­ner Zeit vor BIM und Co. stau­nen. Über die Jahr­tau­sen­de wäh­ren­de Ge­schich­te des Bau­we­sens muss­te sich das alt­ehr­wür­di­ge Ge­werk auf­grund im­mer neu­er An­for­de­run­gen im­mer wie­der neu er­fin­den. Neue Zei­ten brach­ten neue Ide­en und Ge­schmä­cker mit sich, es galt, her­aus­for­dern­de Bau­grün­de zu er­schlie­ßen und die Ar­beit und ih­re Er­geb­nis­se sau­be­rer, si­che­rer und ef­fi­zi­en­ter für al­le Sta­ke­hol­der zu ge­stal­ten. Doch die al­les er­fas­sen­de Di­gi­ta­li­sie­rung des ver­gan­gen hal­ben Jahr­hun­derts ver­moch­te im Hin­blick auf den Le­bens­zy­klus ei­nes Ge­bäu­des bis­her erst die Pla­nungs­pha­se wirk­lich zu re­vo­lu­tio­nie­ren. Mo­der­ne CAD-Soft­ware ist heu­te so sehr Teil der Bran­che, dass in den hie­si­gen Ar­chi­tek­turIn­sti­tu­ten dis­ku­tiert wird, ob Mo­dell­bau und das Zeich­nen von Hand noch Be­stand­teil der Aus­bil­dung sein soll­ten. Geht es al­ler­dings an die Er­rich­tung, lässt sich all­zu häu­fig noch ein me­dia­ler Bruch be­ob­ach­ten: Da wer­den nach wie vor groß­for­ma­tig ge­plot­te­te Plan­skiz­zen oder aus­ge­druck­te Pla­nungs­un­ter­la­gen phy­sisch auf die Bau­stel­le ge­tra­gen. Kein Bau­vor­ha­ben scheint da­vor ge­feit: Die ge­bau­te Rea­li­tät will am En­de nicht so recht zu dem im Bü­ro so de­tail­liert ge­plan­ten Ent­wurf pas­sen.

BIM – Lö­sung und Pro­gramm

Das Buil­ding In­for­ma­ti­on Mo­del­ling, über das ge­fühlt min­des­tens so lan­ge wie über die Di­gi­ta­li­sie­rung dis­ku­tiert wird, ver­spricht über sei­nen ganz­heit­lich di­gi­ta­len An­satz Ab­hil­fe. BIM soll auf lan­ge Sicht so­gar über den ge­sam­ten Le­bens­zy­klus ei­nes Ge­bäu­des hin­weg zum Ein­satz kom­men − von der Pla­nung bis hin zum Re­cy­cling der Bau­stof­fe. So­mit ist BIM auch ein pro­gram­ma­ti­scher An­satz. Doch da­mit al­le die­se Be­rei­che und spe­zia­li­sier­ten Lö­sun­gen mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren kön­nen und al­le In­for­ma­tio­nen stets ak­tu­ell dort zu Ver­fü­gung ste­hen, wo sie ge­braucht wer­den, be­darf es ei­ner ge­mein­sa­men Platt­form. Bei­spiel­haft für die­sen An­satz steht Drop­box, das nicht ver­sucht, ei­ne ei­er­le­gen­de Woll­milch­sau zu sein, son­dern ge­mäß ei­nes „Best-of-Breed“An­sat­zes den An­bie­ter-Lock-in zu ver­mei­den und eta­blier­te Bran­chen­lö­sun­gen mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren zu las­sen. Das aus­tra­li­sche Bau­un­ter­neh­men Built, das in Aus­tra­li­en, Neu­see­land und Groß­bri­tan­ni­en tä­tig ist und mit 1.000 Mit­ar­bei­tern und Pro­jekt­vo­lu­men von ei­ner Mil­li­on aus­tra­li­scher Dol­lar bis hin zu 500 Mil­lio­nen zu den größ­ten pri­va­ten Bau­un­ter­neh­men des fünf­ten Kon­ti­nents zählt, setzt seit Jah­ren er­folg­reich auf Drop­box. Das 1998 ge­grün­de­te Un­ter­neh­men ver­steht sich auf al­les: Vom Bau mul­ti­funk­tio­na­ler Hoch­haus­kom­ple­xe, über den hoch­wer­ti­gen In­nen­aus­bau, bis hin zur Re­stau­rie­rung denk­mal­ge­schütz­ter Bau­wer­ke.

Ro­set­ta-St­ein für Bau­soft­ware

Die wach­sen­de Zahl in­no­va­ti­ver, für die Bau­in­dus­trie maß­ge­schnei­der­ter Werk­zeu­ge birgt ei­ni­ges an Po­ten­zi­al: Die­se Tools ver­bes­sern die Si­cher­heit, er­leich­tern den Zu­griff auf Plä­ne und Ent­wür­fe von un­ter­wegs und un­ter­stüt­zen die Zu­sam­men­ar­beit der ver­schie­de­nen Teams. Lei­der kom­mu­ni­zie­ren sie häu­fig nicht na­tiv mit­ein­an­der. Hier setzt Drop­box an: Tools wie Fiel­d­wire, Aconex, Au­to­desk und PlanG­rid las­sen sich pro­blem­los in Drop­box Bu­si­ness in­te­grie­ren, um die Ar­beits­pro­zes­se rund um den Bau zu ver­ein­fa­chen.

Mit der In­te­gra­ti­on von Drop­box und Fiel­d­wire kann Built bei­spiels­wei­se ei­ne fort­lau­fen­de und voll­stän­di­ge Do­ku­men­ta­ti­on der Än­de­run­gen an den Pro­jekt­da­tei­en in Drop­box mit der Zwei-We­ge-Syn­chro­ni­sa­ti­ons­in­te­gra­ti­on von Fiel­d­wire füh­ren. Al­le Än­de­run­gen, die in Fiel­d­wire oder Drop­box ge­sche­hen, wer­den au­to­ma­tisch mit der je­weils an­de­ren Platt­form syn­chro­ni­siert. So kön­nen die Teams von Built vor Ort in Echt­zeit auf die Plä­ne zu­grei­fen.

Gro­ßer Mehr­wert be­stand au­ßer­dem in der Ver­bin­dung von Fiel­d­wire und Aconex mit­tels Drop­box. „Wir nut­zen vie­le spe­zia­li­sier­te An­wen­dun­gen in der Bau­bran­che und es ist manch­mal schwie­rig, die­se mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren zu las­sen. Wir konn­ten Drop­box Bu­si­ness als Bin­de­glied zwi­schen Fiel­d­wire und Aconex ein­set­zen“, kom­men­tiert Wai-Lum Tang, Lei­ter der IT von Built. Das be­deu­tet, dass Bau­lei­ter Pro­jekt­da­tei­en je­der­zeit und über­all ein­se­hen kön­nen, egal von wel­chem Ge­rät.

Zu­vor füll­te die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Pla­nern und aus­füh­ren­den Teams ent­we­der ak­ten­ord­ner­wei­se Pa­pier oder gro­ße Da­tei­samm­lun­gen, die schlimms­ten­falls nur auf Desk­top-Com­pu­tern im Bü­ro ab­ge­legt wa­ren. Häu­fig fiel es schwer, nach­zu­voll­zie­hen, wann ein Do­ku­ment ver­al­tet war. Über Drop­box ar­bei­ten al­le Be­tei­lig­ten auf der­sel­ben Da­ten­grund­la­ge und Teams vor Ort grei­fen stets auf die ak­tu­el­le Ver­si­on der Ak­te zu. Gleich­zei­tig pro­fi­tiert die Ak­zep­tanz der Lö­sung von der ein­fa­chen An­wen­dung: „Wir ha­ben ei­nen Wett­be­werbs­vor­teil, wenn wir si­cher­stel­len, dass die Tech­no­lo­gie leicht zu be­die­nen ist. Wenn ein Werk­zeug sich in­tui­tiv er­schließt und nur mi­ni­ma­le Schu­lung er­for­dert, kön­nen die Mit­ar­bei­ter ein­fach los­le­gen da­mit zu ar­bei­ten“, re­sü­miert Tang.

Schnel­ler er­folg­reich

Die Mar­ke­ting-Ab­tei­lung von Built setzt in der Zu­sam­men­ar­beit eben­falls auf Drop­box.

So konn­te das Team die Zeit, die es zur Er­stel­lung ei­nes An­ge­bots braucht, er­heb­lich re­du­zie­ren und gleich­zei­tig auf mehr Aus­schrei­bun­gen re­agie­ren, oh­ne zu­sätz­li­che Mit­ar­bei­ter ein­zu­stel­len.

Die Pro­jekt­pla­nung im Mar­ke­ting läuft über das Tool Trel­lo, in dem sich über so­ge­nann­te „Bo­ards“Auf­ga­ben und Ide­en mit Zu­stän­dig­kei­ten ge­mein­sam or­ga­ni­sie­ren las­sen. Mit der In­te­gra­ti­on von Trel­lo und Drop­box ver­bes­sert das Team sei­ne Work­flows und die Pro­duk­ti­vi­tät des Pro­jekt­ma­nage­ments, wäh­rend gleich­zei­tig das in­ter­na­tio­na­le Team up to date ge­hal­ten wird. „Die Mög­lich­keit, die Drop­box-Kom­men­tar­funk­ti­on für PDF-Do­ku­men­te zu nut­zen, be­deu­tet, dass wir in der La­ge sind, ei­ne Da­tei in Echt­zeit zu kom­men­tie­ren, un­ab­hän­gig da­von, wo man sich ge­ra­de be­fin­det“, so April Shiel­ds, Se­ni­or Mar­ke­ting und Bid-De­si­gne­rin bei Built. „Ich rei­se viel für die Ar­beit, so dass ich in der La­ge bin, an Aus­schrei­bun­gen auf mei­nem Mo­bil­te­le­fon zu ar­bei­ten, auch wenn ich vor Ort oder am Flug­ha­fen bin. Als Team ha­ben wir un­se­re Pro­duk­ti­vi­tät ge­stei­gert, weil nun das ge­sam­te Team gleich­zei­tig und auf ei­ne na­tür­li­che­re Art und Wei­se an ei­ner Ak­te ar­bei­ten kann.“.

Was den wach­sen­den Ein­satz ver­teil­ter Ar­beits­mo­del­le an­be­langt, auch auf­grund im­mer in­ter­na­tio­na­le­rer Pro­jek­te mit un­ter­schied­li­chen Zeit­zo­nen, wird Asyn­chro­ni­tät zum ent­schei­den­den Fak­tor. Mit Drop­box kann die Mar­ke­ting-Ab­tei­lung die Ar­beit ih­rer Teams über ver­schie­de­ne Zeit­zo­nen hin­weg or­ga­ni­sie­ren. Auf die­se Wei­se steht ein Pro­jekt nie still, wenn der Ar­beits­tag an ei­nem Stand­ort en­det. „Wenn man mo­na­te­lang an ei­ner Aus­schrei­bung ge­ar­bei­tet hat und die­se Frist auch nur um ei­ne Mi­nu­te ver­pas­sen wür­de, wä­re der Pitch ver­lo­ren“, so Shiel­ds. „Drop­box gibt uns die Si­cher­heit, die wir brau­chen, um je­der­zeit auf al­le Da­tei­en zu­grei­fen zu kön­nen.“

Die ge­won­ne­ne Zeit kann das Mar­ke­ting nun nut­zen, um mehr Ar­beit in die ein­zel­nen An­ge­bo­te zu in­ves­tie­ren und die vor­han­de­ne krea­ti­ve Ener­gie voll aus­zu­schöp­fen. „An­statt ein­fach nur ei­nen ‚Job` zu er­le­di­gen, sind wir in der La­ge, für je­des An­ge­bot durch­weg ei­nen qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Ent­wurf zu er­stel­len“, kom­men­tiert Shiel­ds.

Ei­ne Platt­form für al­le Sta­ke­hol­der

Auch ex­tern er­leich­tert Drop­box als Platt­form die Zu­sam­men­ar­beit. Part­ner und Kun­den ha­ben ge­teil­te In­for­ma­tio­nen vor Ort zur Hand. So kann der Bau­fort­schritt je­der­zeit mit den Plä­nen ver­gli­chen wer­den und Ent­schei­dungs­fin­dungs-Pro­zes­se trans­pa­ren­ter und ko­ope­ra­ti­ver ge­stal­tet wer­den. „Manch­mal un­ter­schei­det sich die kon­kre­te Um­set­zung von der Plan­skiz­ze. Mit Drop­box kön­nen wir Plä­ne vor Ort ab­ru­fen und un­se­re Part­ner in die La­ge ver­set­zen, Ent­schei­dun­gen dar­über zu tref­fen, ob sie mit der Um­set­zung so ein­ver­stan­den sind oder noch Aspek­te ve­rän­dern möch­ten“, be­schreibt Tang.

Andrea Trapp, Di­rec­tor of Bu­si­ness EMEA bei Drop­box fasst die Vi­si­on von Drop­box für die Bau­bran­che fol­gen­der­ma­ßen zu­sam­men: „Un­ser Ziel ist es, ei­ne durch­ge­hen­de Kol­la­bo­ra­ti­on durch die Ko­or­di­na­ti­on von Teams und Auf­trags­or­ten zu un­ter­stüt­zen. Teams vor Ort und im Bü­ro müs­sen rei­bungs­los zu­sam­men­ar­bei­ten, um Pro­jek­te von der Aus­schrei­bung bis zur Über­ga­be zu brin­gen. Für den si­che­ren Ver­sand der ak­tu­el­len Ver­si­on von Bau­plä­nen an Mit­ar­bei­ter oder den Zu­griff auf Da­tei­en vor Ort brau­chen Teams die rich­ti­gen di­gi­ta­len Werk­zeu­ge. Drop­box Bu­si­ness als Platt­form hilft in Bau­pro­jek­ten, Ar­beit und In­hal­te zu­sam­men­zu­füh­ren, ver­teil­te Ar­beits­mo­del­le zu un­ter­stüt­zen und Pro­jek­te on-time in-bud­get durch­zu­füh­ren. Durch Drop­box als Platt­form sinkt ins­ge­samt der ad­mi­nis­tra­ti­ve Auf­wand und Rei­bungs- und Fo­kus­ver­lust wer­den mi­ni­miert. Läs­ti­ger Pa­pier­kram, lan­ge Kor­rek­tur- und Ab­stim­mungs­schlei­fen mit un­er­wünsch­ten Zeit­ver­zö­ge­run­gen ver­schwin­den zu Guns­ten ef­fi­zi­en­ter syn­chro­ner und asyn­chro­ner Zu­sam­men­ar­beit“.

Ver­schie­de­ne Tools las­sen sich pro­blem­los in Drop­box Bu­si­ness in­te­grie­ren, um die Ar­beits­pro­zes­se rund um den Bau zu ver­ein­fa­chen.

Kom­men­tar­funk­ti­on. Al­le Be­tei­lig­ten ar­bei­ten auf der­sel­ben Da­ten­grund­la­ge.

Das Col­la­bo­ra­ti­on-Werk­zeug Drop­box Badge bie­tet Zu­griff auf wich­ti­ge Drop­box-Funk­tio­nen.

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