MA­RIE BRENNAN

Die Na­tur­ge­schich­te der Dra­chen Über­setzt von An­drea Blendl

Bücher Magazin - - Romane - CROSS CULT, 360 Sei­ten, 14 Eu­ro

Ein Ge­ständ­nis vor­weg: Ich lie­be Bü­cher, die es nicht gibt. Das Ge­schichts­werk „Die Welt von Eis und Feu­er“, ver­fasst von Ma­es­ter Yan­del, Kö­nig Tom­men ge­wid­met. „Ana­them“von Ne­al Ste­phen­son. Ich lie­be Au­to­ren, die es nicht gibt. Ganz be­son­ders, wenn sie auf Din­ge an­spie­len, die es nicht gibt und die in mei­ner Vor­stel­lung die Welt wach­sen las­sen, in der die­se Din­ge All­ge­mein­wis­sen sind. „Die Na­tur­ge­schich­te der Dra­chen“ist der ers­te Band der Me­moi­ren der La­dy Isa­bel­la Trent, die Dra­chen­for­sche­rin wird. Im ers­ten Band be­rich­tet sie von ih­ren al­ler­ers­ten wis­sen­schaft­li­chen Geh­ver­su­chen, von den Funk­lin­gen, die sie als klei­nes Mäd­chen kon­ser­vier­te, aber auch von pri­va­ten Er­fol­gen und Schick­sals­schlä­gen. Sie schreibt, wie ei­ne al­te vik­to­ria­ni­sche La­dy eben schreibt. Manch­mal geht das zu­las­ten des Er­zähl­tem­pos, aber das ist die Au­then­ti­zi­tät ih­res Stils wert. La­dy Trent ist un­sen­ti­men­tal, wit­zig, klug und en­er­gisch. Lei­der lässt ih­re Schöp­fe­rin sie viel zu oft be­to­nen, dass sie an­ders ist als die an­de­ren Mäd­chen. Ei­ne wirk­lich ra­tio­na­le Hel­din hät­te die­se ver­ächt­li­che Hal­tung viel­leicht nicht nö­tig. Das ex­zel­len­te World­buil­ding und die ana­to­misch kor­rek­ten Dra­chen

Il­lus­tra­tio­nen über­strah­len die­sen Feh­ler. (ed)

Span­nen­de Rei­se­li­te­ra­tur aus ei­ner rei­chen und ab­so­lut glaub­wür­di­gen fik­tio­na­len Welt.

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