STINA LUND

Prei­sel­beer­ta­ge

Bücher Magazin - - Romane - Ge­le­sen von Kat­ha­ri­na Schwarz­mai­er

Auf den ers­ten Blick ver­mu­tet man hin­ter dem Ti­tel „Prei­sel­beer­ta­ge“ei­nen ro­man­ti­schen Ro­man in der mär­chen­haf­ten Land­schaft Schwe­dens. Das täuscht. Wie ein Fä­cher brei­tet sich Aria­nes Fa­mi­li­en­ge­schich­te Stück für Stück vor uns aus und wird – wenn auch in Ro­man­form – zu ei­nem Stück Zeit­ge­schich­te. Aria­ne und ih­re Schwes­ter ver­brin­gen ih­re Kind­heit im ro­ten Schwe­den­haus ih­rer El­tern, bis Aria­ne nach der Schu­le nach (Ost-)Deutsch­land zieht, das Hei­mat­land ih­rer El­tern. Gleich nach der Wen­de sind sie da­mals aus der DDR aus­ge­wan­dert. Als Aria­ne nach dem Tod ih­res Va­ters heim­kehrt, ahnt sie, dass es gro­ße Ge­heim­nis­se in ih­rer Fa­mi­lie gibt. War­um hat sie ei­nen en­ge­ren Draht zu ih­ren Groß­el­tern? War­um steht ih­re Schwes­ter den El­tern nä­her als sie? Vor al­lem: Wel­che Ver­bin­dung gibt es zur da­ma­li­gen DDR und der neu­en schwe­di­schen Hei­mat? Au­to­rin Stina Lund ist selbst in Schwe­den auf­ge­wach­sen und lebt heu­te in Deutsch­land. Sie taucht tief in bei­de Kul­tu­ren ein. Doch all dies wä­re nichts oh­ne Kat­ha­ri­na Schwarz­mai­er, die mit ih­rer kla­ren, wa­chen und sanf­ten Stim­me al­le Fa­cet­ten die­ses Ro­mans ab­deckt. Man möch­te ihr ewig zu­hö­ren. (tm)

Er­grei­fen­de, schick­sal­haf­te Fa­mi­li­en­ge­schich­te. Fas­zi­nie­rend warm­her­zig von Kat­ha­ri­na Schwarz­mai­er ge­spro­chen.

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