Ber­lin zeigt Bi­sons die Gren­zen auf

Über­for­der­ter TV Bühl trifft nach 0:3-Nie­der­la­ge in den Play-offs auf den VfB Fried­richs­ha­fen

Badische Neueste Nachrichten (Karlsruhe) - - Sport - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Mar­cel Win­ter

Ber­lin/Bühl. Die gu­te Nach­richt für den TV Bühl zu­erst: Noch ein­mal müs­sen die mit­tel­ba­di­schen Vol­ley­bal­ler in die­ser Bun­des­li­ga-Sai­son wohl nicht mehr ge­gen die Ber­lin Vol­leys an­tre­ten. Dort hat­te sich das Team von Ru­ben Wo­lochin am Sams­tag­abend in kaum mehr als ei­ner St­un­de Spiel­zeit ei­ne deut­li­che 0:3(17:25, 22:25, 15:25)-Nie­der­la­ge ein­ge­han­delt. Das Re­sul­tat dar­aus ist aber wie­der­um die schlech­te Nach­richt für die Vol­ley­ball Bi­sons: Da die Haupt­run­de nun ab­ge­schlos­sen ist und die Büh­ler den ach­ten

Die End­run­de be­ginnt be­reits an die­sem Mitt­woch

Platz in der Ab­schluss­ta­bel­le be­le­gen, heißt der Geg­ner im Play-off-Vier­tel­fi­na­le VfB Fried­richs­ha­fen. Ge­gen den Re­kord­meis­ter und Bun­des­li­ga-Spit­zen­rei­ter hat­te der TV Bühl vor drei Wo­chen be­reits das Po­ka­l­end­spiel in der Mann­hei­mer SAP-Are­na mit 0:3 ver­lo­ren. Das ers­te Auf­ein­an­der­tref­fen der Best-ofTh­ree-Se­rie fin­det am Mitt­woch­abend (20 Uhr) am Bo­den­see statt. Zur zwei­ten Par­tie kom­men die „Häf­ler“am Sams­tag (18 Uhr) in die Groß­sport­hal­le. Wird ein drit­tes Spiel be­nö­tigt, wird die­ses am 7. April in Fried­richs­ha­fen aus­ge­tra­gen.

Wol­len die Büh­ler Bi­sons in der ers­ten Play-off-Run­de über­haupt den Hauch ei­ner Chan­ce ge­gen die deut­sche Über­mann­schaft ha­ben, die ver­gan­ge­ne Wo­che ge­gen Ber­lin in die vor­letz­te Run­de der Cham­pi­ons Le­ague ein­ge­zo­gen ist, dann muss ge­gen­über dem Spiel am Wo­che­n­en­de ei­ne deut­li­che Leis­tungs­stei­ge­rung her. Die Ber­li­ner wa­ren ei­nem über­for­dert wir­ken­den TV Bühl in der Max-Schme­ling-Hal­le in al­len Be­lan­gen über­le­gen. Wäh­rend Wo­lochin sei­ne bei­den Top-Spie­ler Ma­sa­hi­ro Ya­na­gi­da (nur ein Punkt) und Mag­loire Ma­yau­la (nicht im Ein­satz) schon­te, konn­te le­dig­lich An­ton Qa­fa­re­na auf­sei­ten der Gäs­te über­zeu­gen. Der Al­ba­ner, der zu­letzt nur sel­ten zum Ein­satz ge­kom­men war, er­ziel­te 17 Punk­te und wur­de zum bes­ten Ak­teur der Büh­ler aus­ge­zeich­net.

Der bes­te Spie­ler der Par­tie auf­sei­ten der Gast­ge­ber, Kyle Rus­sell, fass­te nach dem un­glei­chen Du­ell zu­sam­men, was die über 4 000 Zu­schau­er in der Hal­le in den drei Sät­zen gesehen hat­ten: „Es war ei­ne sehr kon­zen­trier­te Leis­tung von uns. Durch un­se­re gu­te Block-Ar­beit hat­ten wir die jun­ge Büh­ler Mann­schaft je­der­zeit im Griff“, so der US-Ame­ri­ka­ner, der ne­ben Qa­fa­re­na mit eben­falls 17 Punk­ten bes­ter Sco­rer war und dem Bi­sons-Block die Gren­zen auf­zeig­te.

Die Über­le­gen­heit der Gast­ge­ber muss­te auch der Büh­ler Ge­schäfts­füh­rer Ma­no­har Fau­pel neid­los an­er­ken­nen: „Ber­lin war der be­fürch­tet star­ke Geg­ner. Von Mü­dig­keit war nach dem Cham­pi­ons-Le­ague-Spiel nichts zu spü­ren.“Trotz der kla­ren Nie­der­la­ge fand Fau­pel aber auch lo­ben­de Wor­te für die jun­ge Mann­schaft. „Wir woll­ten mu­tig spie­len, die Youngs­ters ha­ben ih­re Sa­che gut ge­macht. Vor al­lem An­ton Qa­fa­re­na hat ge­zeigt, dass er mit dem Druck um­ge­hen kann – das ist ein gu­tes Zei­chen für die Play-offs.“

EIN­ZI­GER LICHTBLICK: Dia­go­nal­an­grei­fer An­ton Qa­fa­re­na (rechts) lie­fer­te mit 17 Punk­ten sei­ne bes­te Sai­son­leis­tung, konn­te die kla­re Nie­der­la­ge ge­gen star­ke Ber­li­ner um Gra­ham Vi­grass und Kyle Rus­sell (von links) je­doch nicht ver­hin­dern. Fo­to: Her­fet

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