Tech­no­lo­gie­zen­trum bei Tür- und Tor­ta­gen er­öff­net

Cfk.– Die al­le zwei Jah­re statt­fin­den­den Tür- und Tor­ta­ge nutz­te das Ift Ro­sen­heim die­ses Jahr, um sein Tech­no­lo­gie­zen­trum zu er­öff­nen. Bei der Fei­er be­ka­men die et­wa 350 Ta­gungs­teil­neh­mer ei­nen ers­ten Ein­druck, un­se­re Redaktion kam be­reits vor­her in den

bauelement+technik - - UNTERNEHMEN MÄRKTE -

Das Herz des neu­en Tech­no­lo­gie­zen­trums ist der Brand­schutz­prüf­stand. Bis­lang war es dem Prüf­zen­trum in Nürn­berg vor­be­hal­ten, die Brand­schutz­prü­fun­gen durch­zu­füh­ren, was für Kun­den ei­nen er­höh­ten Auf­wand be­deu­te­te. „ Jetzt muss der Kun­de nur noch ei­nen Pro­be­kör­per bau­en“, er­klärt Judith Durst, die ne­ben Julia Ei­sert und Mat­thi­as Fröh­le­ke die Bau­lei­tung für das neue Tech­no­lo­gie­zen­trum hat, den Vor­teil der jetzt pro­blem­los mög­li­chen Kom­bi­prü­fun­gen. Dau­er­funk­ti­on, Ein­bruch­hem­mung, Wind­last, Luft-, Wind- und Schlag­re­gen­dicht­heit und Rauch­schutz kön­nen ge­prüft wer­den, be­vor es zum fi­na­len Akt, der Feu­er­schutz­prü­fung, in ei­nen der bald drei Prüf­ö­fen geht. Der größ­te kann da­bei Ele­men­te mit bis zu acht mal fünf Me­tern fas­sen.

Live­bil­der wer­den über­tra­gen

Zur Er­öff­nung stand die­ser Gi­gant noch recht ein­sam in der gro­ßen Hal­le. Al­lein 20 Öl­bren­ner be­feu­ern die­sen Ofen bei ei­ner Prü­fung, die im Schnitt ei­ne hal­be St­un­de dau­ert, sich aber in sel­te­nen Fäl­len auch ein­mal bis zu vier St­un­den hin­zie­hen kann. Da­mit der Kun­de die­se Pro­ze­dur de­tail­liert ver­fol­gen kann, über­wacht ei­ne Viel­zahl Ka­me­ras nicht nur den Vor­gang, son­dern es wer­den Live­bil­der in die so­ge­nann­te Are­na auf meh­re­re Mo­ni­to­re über­tra­gen. „Hier kann der Kun­de be­quem die Prü­fung ver­fol­gen, oh­ne in ei­ner stau­bi­gen Hal­le her­um­ste­hen zu müs­sen“, er­klärt Durst über den Raum, der sich auch für klei­ne­re Schu- lungs- oder Vor­trags­maß­nah­men an­bie­tet. „Zu­sätz­lich wer­den die Mess­wer­te über­spielt“, er­gänzt sie. Die­se kom­men aus dem ne­ben der Are­na ge­le­ge­nen Raum, ei­nem klei­nen, noch völ­lig un­schein­ba­ren Bü­ro, das aber bald rand­voll mit tech­ni­schen Ge­rä­ten sein wird. Das ei­gent­lich Auf­wen­di­ge an der Hal­le mit den am En­de drei Brand­ö­fen – der aus Nürn­berg soll En­de des Jah­res in Ro­sen­heim in­stal­liert wer­den, zu­sätz­lich wird ei­ne Wür­fel­brand­ofen an­ge­schafft, der auch De­cken­ele­men­te ei­ner Brand­schutz­prü­fung un­ter­zie­hen kann – dürf­te je­doch der Luf­taus­tausch sein. Das stell­te sich al­les an­de­re als ein­fach dar. „Frisch­luft­zu­fuhr gibt es in die­ser Hal­le an meh­re­ren Stel­len“, sagt Judith Durst, „hier ist ein re­gel­rech­tes ther­mi­sches Sys­tem ent­stan­den mit ei­ner gro­ßen ,Dun­st­ab­zugs­hau­be‘ über dem Ofen.“Und sie ge­steht: „Da ha­ben wir ei­nen Ab­luft­ex­per­ten zu Ra­te ge­zo­gen.“Die gro­ße Hal­le soll zu­dem noch mit Wär­me- und Sicht­schutz­vor­hän­gen aus­ge­stat­tet wer­den. Da­durch soll an zwei Prüf­stän­den gleich­zei­tig ge­ar­bei­tet wer­den kön­nen und zwar so, dass al­le Ge­heim­nis­se ge­wahrt wer­den. „Es ist ganz wich­tig, die Kun­den­a­n­ony­mi­tät zu wah­ren“, be­tont Durst. Eben­falls gro­ßen Auf­wand be­deu­te­te die Rauch­gas­an­la­ge. Sie soll die von den Öfen ab­ge­so­ge­ne Luft rei­ni­gen. Da­zu wer­de das Rauch­gas noch ein­mal or­dent­lich er­hitzt, was die meis­ten Par­ti­kel ver­bren­ne, dann

Fo­tos: Redaktion/cfk

Die bei­den Ift-Mit­ar­bei­ter ste­hen in dem neu­en Brand­schutz­prüf­o­fen und ver­mit­teln so ei­ne Vor­stel­lung von der enor­men Grö­ße der An­la­ge.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.