Alt­be­währ­tes neu in­ter­pre­tiert

ko­si. – Ger­man Win­dows fer­tigt ein au­to­ma­ti­sches Fens­ter­sys­tem für Ve­ka und in­ter­pre­tiert da­mit das klas­si­sche Kas­ten­fens­ter neu. Trotz der in­ter­es­san­ten Neue­rung ist vor­erst kei­ne Se­ri­en­fer­ti­gung ge­plant, wie die Re­dak­ti­on vom Her­stel­ler er­fuhr.

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Ger­man Win­dows fer­tigt ein au­to­ma­ti­sches Fens­ter­sys­tem für Ve­ka und in­ter­pre­tiert da­mit das klas­si­sche Kas­ten­fens­ter neu. Trotz der in­ter­es­san­ten Neue­rung ist vor­erst kei­ne Se­ri­en­fer­ti­gung ge­plant, wie die Re­dak­ti­on vom Her­stel­ler er­fuhr.

Bei dem Kunst­stoff­fens­ter „GW Mul­ti­box“von Ger­man Win­dows, ehe­mals be­kannt als Ath­le­ti­cos Un­ter­neh­mens­grup­pe, han­delt es sich um das „ Soft­li­ne 70 MB“von Ve­ka. Mit Pro­fi­len aus bis zu 70 Pro­zent re­cy­cel­ten Ma­te­ria­li­en er­reicht das au­to­ma­ti­sche Fens­ter­sys­tem Pas­siv­haus-Stan­dard. Der Na­me „Mul­ti­box“soll ein Pro­dukt be­schrei­ben, das den An­sprü­chen an an­ge­neh­men Raum­kom­fort und ho­he Ener­gie­ef­fi­zi­enz glei­cher­ma­ßen ent­spricht. Als ers­ter und bis­lang ein­zi­ger Her­stel­ler nimmt der Familienbetrieb mit Haupt­sitz im müns­ter­län­di­schen Süd­lohn-Oe­ding nach ei­ge­nen An­ga­ben das Pro­dukt in sein Port­fo­lio auf. Zu dem Auf­trag durch den Pro­fil­her­stel­ler kam es, weil Ger­man Win­dows be­reits vor der Fir­men­um­be­nen­nung (wir be­rich­te­ten in Aus­ga­be 5/16) im Som­mer 2016 ei­ner der größ­ten Ve­ka-Ver­ar­bei­ter in Deutsch­land ist. „Da­her be­stand zwi­schen den Un­ter­neh­men ei­ne lang­jäh­ri­ge und gu­te Zu­sam­men­ar­beit. Der Auf­trag er­folg­te auf­grund die­ser ver­trau­ens­vol­len Ba­sis“, er­läu­ter­te De­ni­se Schif­fer, Lei­te­rin Mar­ke­ting und Toch­ter des Grün­ders Man­fred Fre­chen. So ent­stand im Auf­trag des Pro­fil­her­stel­lers ei­ne mo­der­ne In­ter­pre­ta­ti­on des alt­be­währ­ten Kas­ten­fens­ters: An ei­nem 17 Zen­ti­me­ter brei­ten Blend­rah­men sind ei­ne in­nen und ei­ne au­ßen öff­nen­de Flü­ge­le­be­ne an­ge­bracht. Der ver­blei­ben­de Zwi­schen­raum von 6,8 Zen­ti­me­tern lässt da­bei aus­rei­chend Platz zur In­te­gra­ti­on an­la­gen­tech­ni­scher Kom­po­nen­ten. Die­se sind im In­nen­raum vor Wit­te­rungs­ein­flüs­sen ge­schützt und sol­len ei­ne schnel­le Rei­ni­gung und War­tung er­mög­li­chen. Die Be­die­nung der in­ne­ren und äu­ße­ren Flü­gel kann laut Her­stel­ler über Stan­dard­be­schlä­ge bis hin zur voll­au­to­ma­ti­schen Lö­sung um­ge­setzt wer­den. Op­tio­nal lässt sich das Fens­ter auch in ein Ge­bäu­de­ma­nage­ment mit au­to­ma­ti­scher Steue­rung in­te­grie­ren. Die­ser Vor­zug der „GW Mul­ti­box“ga­ran­tie­re ei­ne kom­for­ta­ble so­wie wirt­schaft­li­che Nut­zung. Ab­ge­stimm­te Mo­to­ren, Sen­so­ren und Ven­ti­la­to­ren sind mit ei­ner Wet­ter­sta­ti­on auf dem Dach des Ge­bäu­des ver­bun­den. Sie sor­ge aut­ark für ein dau­er­haft op­ti­ma­les Raum­kli­ma. „Durch die Kas­ten­fens­ter­kon­struk­ti­on wird zu­dem ein her­vor­ra­gen­der Schall­schutz er­reicht. Das re­du­ziert den Lärm von au­ßen und er­mög­licht so­wohl Ent­span­nung als auch kon­zen­trier­tes Ar­bei­ten im Bü­ro“, er­klärt Ger­man Win­dows-Pro­dukt­ent­wick­ler Nor­bert Al­bers. Die Tie­fe des Rah­mens ver­hin­dert au­ßer­dem zu gro­ße Tem­pe­ra-

tur­un­ter­schie­de zwi­schen In­nen- und Au­ßen­sei­te. So wird Tau­was­ser­bil­dung und Schim­mel­pil­zen im An­schluss­be­reich zwi­schen Fens­ter und rest­li­chem Bau­kör­per vor­ge­beugt. Mit dem Pro­dukt ist, wie er­wähnt, Bau­en nach Pas­siv­haus-Stan­dard mög­lich: Un­ter Ein­satz hoch­wer­ti­ger Ver­gla­sun­gen soll ein Uw-Wert von bis zu 0,48 W/(m²K) er­reicht wer­den kön­nen. Wäh­rend der wär­me­ren Som­mer­mo­na­te kön­nen Ver­schat­tungs­sys­te­me, wie au­to­ma­ti­sche Rol­los oder Plis­sees, zwi­schen den Flü­geln be­zie­hungs­wei­se als in­nen­lie­gen­der Raffs­to­re in der äu­ße­ren Ver­gla­sung, ein über­mä­ßi­ges Auf­hei­zen der Räu­me ver­hin­dern. Dank die­ser Fak­to­ren wei­se das Sys­tem ei­ne Ener­gie­er­spar­nis von et­wa 20 Pro­zent ge­gen­über her­kömm­li­chen Fens­tern auf. Ob­wohl die Neu­in­ter­pre­ta­ti­on des Kas­ten­fens­ters aus dem Müns­ter­land schon in dem ein oder an­de­ren Ob­jekt ein­ge­baut wur­de, bei­spiels­wei­se in ei­nem Dort­mun­der Bü­ro­ge­bäu­de, wird es vor­erst kei­ne Se­ri­en­fer­ti­gung ge­ben. „Ger­man Win­dows freut sich aber auf wei­te­re An­fra­gen“, mein­te Schif­fer auf An­fra­ge der Re­dak­ti­on. Man darf al­so ge­spannt sein.

Fotos: Ger­man Win­dows

Das Kas­ten­fens­ter soll Bau­en nach Pas­siv­haus-Stan­dard er­mög­li­chen. Sei­ne Kom­pe­tenz hat das Pro­dukt be­reits an ver­schie­de­nen Ob­jek­ten be­wie­sen, un­ter an­de­rem in ei­nem Dort­mun­der Bü­ro­haus.

Der ver­blei­ben­de Raum zwi­schen der in­ne­ren und äu­ße­ren Flü­ge­le­be­ne lässt zu­dem aus­rei­chend Platz zur In­te­gra­ti­on an­la­gen­tech­ni­scher Kom­po­nen­ten.

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