In­sek­ten­schutz das gan­ze Jahr

ko­si. – Bei In­sek­ten­schutz den­ken die meis­ten Men­schen an ein ema, das be­son­ders im Som­mer in­ter­es­sant ist. Da­bei er­fül­len die fei­ne Git­ter­stof­fe & Co. auch durch­aus in der dun­k­len Jah­res­zeit ei­nen dien­li­chen Zweck.

bauelement+technik - - IN­HALT -

Bei In­sek­ten­schutz den­ken die meis­ten Men­schen an ein The­ma, das be­son­ders im Som­mer in­ter­es­sant ist. Da­bei er­fül­len die fei­nen Git­ter­stof­fe & Co. auch durch­aus in der dun­k­len Jah­res­zeit ei­nen dien­li­chen Zweck.

Die Vor­tei­le von In­sek­ten- und Pol­len­schutz­git­tern für Fens­ter und Tü­ren lie­gen klar auf der Hand: In­sek­ten und Pol­len blei­ben drau­ßen, Licht und die fri­sche Luft kom­men ins Ge­bäu­de. Be­reits im Fe­bru­ar sind die Pol­len der Früh­blü­ter wie Ha­sel und Er­le in der Luft und ma­chen All­er­gi­kern das Le­ben schwer. Das Glei­che gilt für die Flie­gen und In­sek­ten, die be­reits ihr „Un­we­sen“trei­ben. „Durch den Kli­ma­wan­del wird das The­ma In­sek­ten- und Pol­len­schutz in den nächs­ten Jah­ren mit Si­cher­heit noch stär­ker in den Fo­kus rü­cken“, er­klärt Alex­an­der Koch, Lei­ter Kun­den­zen­trum von La­kal. Da­bei dient durch ein spe­zi­el­les Ge­we­be der In­sek­ten­schutz von La­kal auch als Pol­len­schutz. Die Pol­len blei­ben nach An­ga­ben des Her- stel­lers am Ge­we­be hän­gen und drin­gen nicht in die Räu­me ein. Da­mit sol­len 99 Pro­zent der Grä­ser- und Bir­ken­pol­len so­wie 90 Pro­zent der be­son­ders klei­nen Am­bro­sia- und Brenn­nes­sel­pol­len auf­ge­fan­gen wer­den. Zu­dem ge­he der prak­ti­sche Nut­zen oh­ne Re­du­zie­rung der Son­nen­ein­strah­lung ein­her. Füh­ren her­kömm­li­che Schutz­sys­te­me ge­ra­de auf Nord- und Ost­sei­ten zu teils düs­te­ren Räu­men, sei­en die In­sek­ten­schutz­sys­te­me des Her­stel­lers aus Saar­brü­cken so fein ge­webt, dass das Licht un­ge­hin­dert in die Räu­me ein­fal­len kann. Das Un­ter­neh­men hat un­ter­schied­li­che In­sek­ten­schutz­lö­sun­gen im Pro­gramm – vom Spann­rah­men über das Rol­lo bis hin zum Dreh­rah­men. Ver­bun­den mit den 14 lie­fer­ba­ren Far­ben sind in­di­vi­du­el­le Lö­sun­gen für na­he­zu je­den Ein­zel­fall und je­de An­wen­dung rea­li­sier­bar.

Kom­plett­lö­sun­gen sind ge­fragt

Über die Ein­zel­lö­sun­gen hin­aus hat La­kal auch ei­nen in­te­grier­ten In­sek­ten­schutz im Pro­gramm. In den Vor­bau­ele­men­ten kann et­wa im Zu­ge ei­ner Re­no­vie­rung der In­sek­ten­schutz di­rekt mit dem Roll­la­den kom­bi­niert wer­den. „Un­se­re Kun­den set­zen auf al­le Fäl­le im­mer öf­ter auf die Kom­plett­lö­sun­gen und in­te­grie­ren zu­neh­mend den In­sek­ten­schutz in das Roll­la­den­sys­tem“, so Koch. Ähn­li­ches bie­tet auch die Hör­mann-Toch­ter Alu­kon. Der Her­stel­ler aus Kon­rads­reuth hat den Roll­la­den­kas­ten „AK-Flex“wei­ter­ent­wi­ckelt und prä­sen­tiert erst­ma­lig im Pro­dukt­pro­gramm ei­nen Auf­satz- kas­ten mit tex­ti­lem Son­nen­schutz. Der hoch­ge­dämm­te Auf­satz­kas­ten wird ins Mau­er­werk in­te­griert und er­reicht laut Un­ter­neh­men sehr gu­te Wär­me­däm­mund Schall­schutz­wer­te. Die­se Ei­gen­schaf­ten des Kas­tens will der Her­stel­ler nun auch in Kom­bi­na­ti­on mit tex­ti­lem Son­nen­schutz nut­zen und bie­tet den Kas­ten ab Mit­te 2017 mit „Zip Tex“an – da­mit kön­nen Händ­ler und Ver­ar­bei­ter die im­mer in­di­vi­du­el­ler wer­den­den Wün­sche ih­rer Kun­den er­fül­len. Sicht-, Blend- und In­sek­ten­schutz, ho­he Wind­wi­der­stands­wer­te so­wie ei­ne viel­fäl­ti­ge Farb- und Tuch­aus­wahl sol­len zu den wich­tigs­ten Vor­tei­len der Zip-Sys­te­me zäh­len. Zu­vor war „Zip Tex“le­dig­lich als Be­hang in Vor­bau­käs­ten er­hält­lich und konn­te nicht in die Fas­sa­de in­te­griert wer­den. Mit der Wei­ter­ent­wick­lung des „AK-Flex“bie­tet Alu­kon sei­nen Part­nern nun auch solch ei­ne Pro­dukt­lö­sung. „Un­ser Ziel war es, den ,AK-Flex’ so wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, dass un­se­re Part­ner ein kom­plet­tes Bau­vor­ha­ben mit nur ei­nem Kas­ten und vor al­lem ei­ner ein­heit­li­chen Au­ßen­an­sicht um­set­zen kön­nen. Dies ist nun, egal ob Roll­la­den, Raffs­to­re oder ,Zip Tex’, pro­blem­los mög­lich“, er­läu­tert Alex­an­der Wink­ler, Lei­ter Pro­dukt­ma­nage­ment und Mar­ke­ting. Auch wenn der „AK-Flex“in der Kon­struk­ti­on wei­ter­ent­wi­ckelt wur­de, müs­sen sich Ver­ar­bei­ter bei der Mon­ta­ge des Kas­tens nicht um­stel­len. Die­se er­folgt beim tex­ti­len Son­nen­schutz wie auch bei an­de­ren Be­han­gar­ten durch Auf­ras­ten auf dem Fens­ter. Zu­dem kann durch ei­ne zwei­ge­teil­te seit­li­che Füh­rungs­schie­ne des „Zip-Tex“ein Teil der Schie­ne ver-

putzt wer­den. So­mit ent­steht ei­ne noch schma­le­re Pro­fil­an­sicht und die Re­vi­si­on ist den­noch pro­blem­los mög­lich. Der Kas­ten ist mit ei­ner Brei­te von bis zu vier Me­tern er­hält­lich und beim In­sek­ten­schutz kann zwi­schen mehr als 200 Tuch­ar­ten und Far­ben ge­wählt wer­den. Als funk­tio­na­le und preis­güns­ti­ge Lö­sung bie­tet Läm­mer­mann sei­ne Spann­rah­men für Fens­ter und Tü­ren, die haupt­säch­lich zum Lüf­ten ge­öff­net wer­den. Selbst­stän­dig, schnell und na­he­zu ge­räusch­los sol­len die Pen­del­tü­ren funk­tio­nie­ren. Sie sind prak­tisch, um Durch­gän­ge zu Bal­ko­nen und Ter­ras­sen vor In­sek­ten zu schüt­zen, die oft ge­nutzt wer­den. Al­le Pro­fi­le fer­tigt der Her­stel­ler aus Nürn­berg aus strang­ge­press­tem Alu­mi­ni­um, das an­schlie­ßend pul­ver­be­schich­tet oder elo­xiert wird. Für ei­ne ex­tra ho­he Sta­bi­li­tät und lan­ge Halt­bar­keit wer­den die auf Geh­rung ge­schnit­te­nen Pro­fi­le mit ein­ge­scho­be­nen Eck­win­keln aus Alu­mi­ni­um ver­presst und zu­sätz­lich ver­klebt. Herz­stück je­des In­sek­ten­git­ter und Flie­gen­git­ter ist des­sen Ge­we­be. Es ist aus ma­schen­fest ver­schweiß­tem und kunst­stoff­be­schich­te­tem Fi­ber­glas­ge­we­be und soll wit­te­rungs­be­stän­dig und reiß­fest sein. In den Far­ben grau und schwarz ver­lei­he es den In­sek­ten­schutz­git­tern au­ßer­dem ei­ne de­zen­te Op­tik. Auf Wunsch ver­ar­bei­tet das Un­ter­neh­men auch Ge­we­be aus Edel­stahl oder Alu­mi­ni­um, bei­spiels­wei­se für den Kel­ler­be­reich. Hier kann ein Pro­dukt gleich meh­re­re Funk­tio­nen er­fül­len. Läm­mer­mann of­fe­riert mit dem spe­zi­el­len „Pet-Screen-Ge­we­be“ein In­sek­ten­git­ter, das nicht nur vor In­sek­ten, Kel­leras­seln und Spin­nen schüt­zen, son­dern auch

den Kral­len leb­haf­ter Haus­tie­re stand­hal­ten soll. Auf­grund ei­ner Vi­nyl­be­schich­tung sei die­ses Po­ly­es­ter­ge­we­be sie­ben­mal re­sis­ten­ter ge­gen­über Ver­krat­zun­gen als her­kömm­li­ches Ge­we­be. Doch ne­ben Fens­tern soll­ten vor al­lem auch Licht­schäch­te nicht nur für die Som­mer­zeit, son­dern auch sonst ge­si­chert wer­den. Aus Nürn­berg wer­den Licht­schacht­ab­de­ckun­gen nach Maß ge­lie­fert, die zu­dem nach Her­stel­ler­an­ga­ben ein­bruch­si­cher sind. Durch den Ein­satz hoch­wer­ti­ger Ma­te­ria­li­en wie dem Edel­stahlGe­we­be, dem sta­bi­len Alu­mi­ni­um­pro­fil und dem glas­fa­ser­ver­stärk­ten Git­ter­rost, sol­len sie au­ßer­dem selbst ex­tre­men Wit­te­rungs­be­din­gun­gen stand­hal­ten und vor Schmutz und Was­ser im Kel­ler­schacht schüt­zen. „Al­le Ge­we­be­ar­ten kön­nen pro­blem­los bei even­tu­el­len Be­schä­di­gun­gen aus­ge­tauscht wer­den, oh­ne da­bei die Pro­fil­kon­struk­ti­on zu be­ein­träch­ti­gen. So­mit wird ei­ne ex­tre­me Lang­le­big­keit des Läm­mer­mann-Sys­tems ga­ran­tiert“, ver­spricht der Her­stel­ler auf sei­ner In­ter­net­sei­te.

Vom Kel­ler bis zum Dach

Doch nicht nur Kel­ler­schäch­te kön­nen mit ei­nem ent­spre­chen­den Schutz ver­se­hen wer­den. Auch Licht­kup­peln sind aus­statt­bar und kön­nen da­durch auch zur Mü­cken­zeit zu Lüf­tungs­zwe­cken ge­öff­net wer­den. Spe­zi­ell in Pro­duk­ti­ons­be­trie­ben mit kom­ple­xer tech­ni­scher Fer­ti­gung, wo Sau­ber­keit und Hy­gie­ne von höchs­ter Be­deu­tung sind, hält ein In­sek­ten­schutz­sys­tem Stu­ben­flie­gen und We­spen drau­ßen und lässt fri­sche Luft in die Hal­len strö­men. Das zum Pa­tent an­ge­mel­de­te In­sek­ten­schutz­sys­tem der Jet-Grup­pe aus Hüll­horst er­mög­licht täg­li­ches Lüf­ten und Ta­ges­licht­ein­trag auch für ein solch sen­si­bles Pro­duk­ti­ons­um­feld – so­gar in Kom­bi­na­ti­on mit Rauch-Wär­me­ab­zug. Ent­spre­chend der An­for­de­run­gen et­wa der Le­bens­mit­tel­hy­gie­ne-Ver­ord­nung (LMHV Ka­pi­tel II Nr. 1 d) bie­tet die Un­ter­neh­mens­gur­ppe für nach au­ßen öff­nen­de Ta­ges­lich­t­e­le­men­te spe­zi­el­le In­sek­ten­schutz­sys­te­me aus hoch­wer­ti­gen Funk­ti­ons­ge­we­ben an. Be­ste­hend aus ei­nem mit dem Auf­setz­kranz und dem Licht­kup­pel­rah­men ver­bun­de­nen Ge­we­be, das sich beim Lüf­ten au­to­ma­tisch über die seit­li­chen Öff­nun­gen der Licht­kup­pel spannt, soll das „Jet-In­sek­ten­schutz­sys­tem“ein­fach nach­zu­rüs­ten sein. Auf­grund der An­brin­gung mit­tels re­ver­si­bler Be­fes­ti­gung sei auch ein Aus­tausch im Be­darfs­fall leicht zu rea­li­sie­ren. „Mit ei­ner Ma- schen­wei­te von klei­ner als ei­nem Mil­li­me­ter schließt das Ge­we­be nicht nur In­sek­ten aus“, be­tont Bert Bark­hau­sen von der Jet-Grup­pe. „Auch gro­be Schmutz­par­ti­kel oder Laub sind so beim Lüf­ten kein Pro­blem mehr.“Von be­son­de­rem Vor­teil ist da­bei der An­satz des ver­ti­ka­len Schut­zes: So tref­fen In­sek­ten auf ei­ne un­über­wind­li­che Bar­rie­re und flie­gen ein­fach wei­ter. Bei der An­wen­dung ho­ri­zon­ta­ler Sys­te­me kann es pas­sie­ren, dass In­sek­ten beim Schlie­ßen der Licht­kup­pel zwi­schen die­ser und dem In­sek­ten­schutz ge­fan­gen wer­den. Beim nächs­ten Hit­ze­stau ver­en­den die Tie­re, was da­zu führt, dass sich auf­lö­sen­de Par­ti­kel dann doch noch durch die Ma­schen drin­gen. Das „Jet-In­sek­ten­schutz­sys­tem“hel­fe dies ef­fek­tiv zu ver­hin­dern und die Pro­duk­ti­ons­stät­te sau­be­rer und hy­gie­ni­scher zu hal­ten. Um ei­ne mög­lichst lan­ge Ein­satz­dau­er zu ge­währ­leis­ten, be­steht das Funk­ti­ons­ge­we­be aus wit­te­rungs­be­stän­di­gem Po­ly­vi­ny­li­denchlo­rid (PVDC). So­wohl häu­fi­ges Lüf­ten als auch Re­gen­schau­er kön­nen dem Sys­tem laut Her­stel­ler nur we­nig an­ha­ben. Glei­ches gel­te zu­dem für vie­le Säu­ren, Fet­te oder Stäu­be wie sie in der le­bens­mit­tel­ver­ar­bei­ten­den In­dus­trie häu­fig ent­ste­hen. Ei­ne im Netz in­te­grier­te Gum­mi­kor­del hält das Ge­we­be un­ter Span­nung. Kom­pli­ka­tio­nen wie bei­spiels­wei­se ein Ver­hed­dern sei­en so prak­tisch aus­ge­schlos­sen. Da es sich beim In­sek­ten­schutz um ein Ver­schleiß­teil han­delt, soll­te das Sys­tem re­gel­mä­ßig über­prüft und ge­ge­be­nen­falls – wie et­wa bei gro­ber Ver­schmut­zung – er­setzt wer­den. Dies kann bei­spiels­wei­se im Rah­men der jähr­li­chen RWA-War­tung er­fol­gen.

Fo­to: Ne­her

Ein In­sek­ten- und Pol­len­schutz­git­ter sorgt nicht nur bei All­er­gi­kern für er­hol­sa­men Schlaf.

Fo­to: Alu­kon

Ei­nen Sicht-, Blend- und In­sek­ten­schutz in ei­nem bie­tet Alu­kon ab Jah­res­mit­te als in­te­grier­tes Ele­ment im Auf­satz­kas­ten „AK-Flex“an.

Fo­to: Ne­her

Auch der Kom­fort bei der Nut­zung von In­sek­ten­schutz, et­wa durch ei­ne elek­tro­ni­sche Steue­rung, darf nicht feh­len.

Fo­to: Jet-Grup­pe

Bei Licht­kup­peln kann ein Schutz vor In­sek­ten auch ei­nen be­triebs­be­ding­ten Nut­zen ha­ben.

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