Krea­ti­ve Her­aus­for­de­run­gen

Auf der Bau hat Lars An­ders von Prie­de­mann Fa­ca­de Ex­perts auf dem Mes­se­stand der Un­ter­neh­mens­grup­pe Gretsch-Uni­tas ei­nen Vor­trag über nach­hal­ti­ge Fas­sa­den und BIM ge­hal­ten.

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Auf der BAU hat Lars An­ders von Prie­de­mann Fa­ca­de Ex­perts auf dem Mes­se­stand der Un­ter­neh­mens­grup­pe Gretsch-Uni­tas ei­nen Vor­trag über nach­hal­ti­ge Fas­sa­den und BIM ge­hal­ten.

Du kannst nicht auf die Kon­kur­renz schau­en und sa­gen, du wirst es bes­ser ma­chen. Du musst die Kon­kur­renz an­schau­en und sa­gen, du wirst es an­ders ma­chen.“Mit die­sem Zi­tat von Ste­ve Jobs er­öff­net Lars An­ders sei­nen Vor­trag auf dem BAU-Mes­se­stand der Un­ter­neh­mens­grup­pe Gretsch-Uni­tas zu den in­ter­na­tio­na­len An­for­de­run­gen an die deut­sche Fas­sa­den­bran­che in Zei­ten von BIM und In­dus­trie 4.0. Sei­ne ese lau­tet: „Der Markt be­nö­tigt uns nur, wenn wir uns krea­tiv den Her­aus­for­de­run­gen stel­len“. An­ders ist ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter der Prie­de­mann Grup­pe. Prie­de­mann Fa­ca­de Ex­perts sind glo­bal agie­ren­de In­ge­nieur­bü­ros mit Fo­kus auf die Ge­bäu­de­hül­le. Die­se bie­ten Bau­her­ren, Ar­chi­tek­ten, Ge­ne­ral­un­ter­neh­mern und Fas­sa­den­her­stel­lern ei­nen Rund­um-Service – von der Wett­be­werbs­be­glei­tung über die Kon­zep­ti­on, De­tail­pla­nung und Ver­ga­be bis hin zum Qua­li­täts­ma­nage­ment in der Aus­füh­rung. Be­stand­teil der Grup­pe ist das Fa­ca­de-Lab, ein Kom­pe­tenz­zen­trum für Fas­sa­den­tech­no­lo­gi­en mit For­schung und Ent­wick­lung, in Groß­bee­ren bei Ber­lin. Un­ter dem Leit­ge­dan­ken „Ex­pe­ri­ence Sustainable Tech­no­lo­gy“wird un­ter an­de­rem das Ziel ver­folgt, die An­wen­dung neu­es­ter Fas­sa­den­lö­sun­gen er­leb­bar zu ma­chen. In dem Fa­ca­de Show­room wird bei­spiels­wei­se das Par­al­lel­aus­stell­fens­ter in Rau­ten­form aus­ge­stellt, für das Son­der­um­len­kun­gen von Gretsch-Uni­tas pas­send zur Rau­ten­form des Fens­ters kon­stru­iert wur­den. Ei­ne Fas­sa­de ist nicht le­dig­lich ei­ne Ge­bäu­de­hül­le. Sie er­füllt ver­schie­de­ne Zwe- cke je nach Kli­ma, Ge­bäu­de­art oder vie­len wei­te­ren An­for­de­run­gen. An­ders spricht von trans­pa­ren­ten, opa­ken, skulp­tu­ra­len, fu­gen­lo­sen und nach­hal­ti­gen Ge­bäu­de­fas­sa­den. Die der­zeit von vie­len Ar­chi­tek­ten fa­vo­ri­sier­ten Glas­fas­sa­den bie­ten ma­xi­ma­le Trans­pa­renz und las­sen so viel Licht ins Ge­bäu­de, so dass Ver­schat­tung und Son­nen­schutz in die Pla­nung ein­be­zo­gen wer­den müs­sen. Nun hält aber Ver­schat­tung die Ener­gie fern, die auf die Fas­sa­de trifft. Um ein Ge­bäu­de en­er­gie­ef­fi­zi­ent und nach­hal­tig zu be­trei­ben, soll­te aber ge­nau die­se Ener­gie ge­nutzt wer­den. Es geht da­bei nicht dar­um, über­all So­lar­pa­nee­le zu in­stal­lie­ren, son­dern zum Bei­spiel um die so­ge­nann­te „In­no­va­ti­ve Ab­luft­fas­sa­de“, bei der Wär­me, Käl­te und Ver­schat­tung ef­fek­tiv und fle­xi­bel ge­nutzt wer­den. Oder um die Nut­zung der opa­ken Ele­men­te ei­ner Fas­sa­de zur Ener­gie­ge­win­nung. So wird die Ener­gie­pro­duk­ti­on durch den Ein­satz ent­spre­chen­der Pro­duk­te de­zen­tra­li­siert und ent­las­tet da­mit den Ener­gie­ver­sor­ger. Zum ema BIM (Buil­ding In­for­ma­ti­on Mo­del­ling) gibt An­ders zu be­den­ken, dass die zen­tra­le Be­reit­stel­lung von Kon­struk­ti­ons­da­ten die Ge­fahr birgt, dass mehr In­for­ma­tio­nen aus­ge­le­sen wer­den kön­nen, als für die Kon­struk­ti­on not­wen­dig sind. Da­mit ist dann nicht mehr si­cher ge­stellt, dass Fir­men­in­ter­na, tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen, Er­fin­dun­gen und Pa­ten­te als geis­ti­ges Ei­gen­tum ge­schützt wer­den. Ge­le­gent­lich sei es al­ler­dings un­er­läss­lich, dass Än­de­run­gen, neue Ide­en und An­pas­sun­gen fle­xi­bel durch „HIM“(Hand In­te­gra­ted Mo­del­ling) aus­ge­führt wer­den, al­so dem Zeich­nen per Hand.

Fo­to: Gretsch-Uni­tas

Lars An­ders bei sei­nem Vor­trag am G-U-Stand auf der BAU und das Rau­ten­fens­ter mit der Son­der­um­len­kung des Her­stel­lers.

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