Ver­las­sen Sie Ih­re Kom­fort­zo­ne

bauelement+technik - - EDITORIAL - Ih­re Sil­ke Kop­pers

Gu­te Lau­ne war in na­he­zu al­len Hal­len der BAU 2017 in Mün­chen zu spü­ren. Durch die Bank wa­ren die Aus­stel­ler er­freut über die ho­he Be­su­cher­zahl und die er­neut ge­stie­ge­ne In­ter­na­tio­na­li­tät der Gäs­te. Und die Be­su­cher wa­ren eben­falls mit dem ge­bo­te­nen Pro­gramm und den Neu­hei­ten un­ter den Ex­po­na­ten der Her­stel­ler äu­ßerst zu­frie­den – auch wenn der ein oder an­de­re „ech­te“In­no­va­tio­nen ver­misst ha­ben mag. Über die Neu­hei­ten, die es gab, ge­ben wir in die­ser Aus­ga­be ei­nen Über­blick. Der Viel­zahl an In­nen­tü­ren tra­gen wir mit ei­nem The­men-Spe­cial in der nächs­ten Aus­ga­be Rech­nung. Trotz des ge­wach­se­nen Pro­dukt-Port­fo­li­os und der po­si­ti­ven Re­so­nanz auf das Mes­se­ge­sche­hen so­wie dem op­ti­mis­ti­schen Blick auf die Mo­na­te, die vor uns lie­gen, gibt es wei­ter­hin Her­aus­for­de­run­gen – für je­des ein­zel­ne Un­ter­neh­men und für die Bran­che ins­ge­samt. Das wur­de auch in un­se­rer Um­fra­ge (s. S. 27 ff.) deut­lich. Ne­ben Fach­kräf­te­man­gel und de­mo­gra­fi­schem Wan­del wur­de vor al­lem das The­ma der Di­gi­ta­li­sie­rung häu­fig als Her­aus­for­de­rung ge­nannt. Hier ste­hen Her­stel­ler und Han­del teil­wei­se noch vor ei­ner gro­ßen Auf­ga­be, teil­wei­se ste­cken sie schon mit­ten im (Wei­ter-)Ent­wick­lungs­pro­zess. Si­cher da­bei ist, dass sich nie­mand die­ser Ve­rän­de­rung ent­zie­hen kann. Viel­mehr gilt, dass je­der für sich sorg­fäl­tig her­aus­fin­den muss, wel­che Ve­rän­de­run­gen er­for­der­lich und für ihn sinn­voll sind. Das kann für ei­ni­ge Be­tei­lig­te mas­si­ve Um­wäl­zun­gen mit sich brin­gen, was nicht sel­ten un­be­quem ist. Die ge­wohn­te Kom­fort­zo­ne muss ver­las­sen wer­den, Din­ge, die man seit Jah­ren oder Jahr­zehn­ten auf ei­ne be­stimm­te Art und Wei­se re­gel­te, sind in Fra­ge zu stel­len und un­ter Um­stän­den ra­di­kal zu ver­än­dern. Das ge­fällt nicht je­dem und so man­ches Un­ter­neh­men hat da­durch be­reits lang­jäh­ri­ge Mit­ar­bei­ter ver­lo­ren – in Zei­ten des zu­neh­men­den Fach­kräf­te­man­gels nicht im­mer an­ge­nehm. Doch die Di­gi­ta­li­sie­rung wird „die ge­sam­te Ge­sell­schaft durch­zie­hen“, ist sich Schü­co-Pres­se­spre­cher Tho­mas Lau­rit­zen si­cher. Und da­mit ein­her geht zwangs­läu­fig ein Wan­del der Ar­beit, wel­cher aber auch ge­nutzt wer­den kann, um un­se­re Bran­che für den Nach­wuchs at­trak­ti­ver zu ma­chen. Mit der gu­ten Lau­ne in Mün­chen und der so­li­den Auf­trags­la­ge ist schon mal ei­ne gu­te Ba­sis­stim­mung ge­schaf­fen, auf der nun (di­gi­tal) auf­ge­baut wer­den kann – si­cher­lich bes­ser, als in schlech­ten Zei­ten. Da­her ran ans Werk und blei­ben Sie of­fen für Neu­es.

„Die Di­gi­ta­li­sie­rung kann für ei­ni­ge Be­tei­lig­te mas­si­ve Um­welzun­gen mit sich brin­gen. Die ge­wohn­te Kom­fort­zo­ne muss ver­las­sen wer­den.“

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