Wachs­tum bei Fens­tern und Tü­ren

Po­si­tiv bli­cken die vier füh­ren­den Bran­chen­ver­bän­de VFF, FVSB, BF und Pro-K auf die­se Jahr. Sie er­war­ten ei­nen Wachs­tum und be­le­gen ih­re Er­war­tung mit ei­ner Stu­die, die in Zu­sam­men­ar­beit mit den Markt­for­schern von Hein­ze ent­stan­den ist.

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Po­si­tiv bli­cken die vier füh­ren­den Bran­chen­ver­bän­de VFF, FVSB, BF und Pro-K auf die­se Jahr. Sie er­war­ten ei­nen Wachs­tum und be­le­gen ih­re Er­war­tung mit ei­ner Stu­die, die in Zu­sam­men­ar­beit mit den Markt­for­schern von Hein­ze ent­stan­den ist.

Mit 3,9 Pro­zent wird der Fens­ter­ab­satz in Deutsch­land die­ses Jahr – ge­mes­sen an der An­zahl der tat­säch­lich ein­ge­bau­ten Fens­ter – or­dent­lich zu­le­gen. Das geht aus der ak­tu­el­len Stu­die der vier füh­ren­den Bran­chen­ver­bän­de, die in Zu­sam­men­ar­beit mit der Hein­ze Gm­bH aus Cel­le er­stellt wur­de, her­vor. Im Lau­fe die­ses Jah­res könn­ten dem­nach rund 14,4 Mil­lio­nen Fens­ter­ein­hei­ten ver­mark­tet wer­den. Die­se Ent­wick­lung wer­de un­ter­stützt durch die po­si­ti­ven ge­samt­wirt­schaft­li­chen Pro­gno­sen so­wie den an­hal­tend ho­hen Be­darf im Wohn­bau auf­grund der Zu­wan­de­rung. Das ver­gan­ge­ne Jahr konn­te laut Stu­die mit ei­nem Plus von rund 3,3 Pro­zent eben­falls recht gut mit rund 13,8 Mil­lio­nen ver­mark­te­ten Fens­ter­ein­hei­ten ab­ge­schlos­sen wer­den. Für das Jahr 2017 wird in den Bau­seg­men­ten Neu­bau und Re­no­vie­rung so­wie Wohn- und Nicht­wohn­bau wie­der mit leich­ten bis or­dent­li­chen Zu­wäch­sen ge­rech­net. 56,1 Pro­zent al­ler pro­du­zier­ten Fens­ter wer­den vor­aus­sicht­lich für die Re­no­vie­rung be­zie­hungs­wei­se en­er­ge­ti­sche Sa­nie­rung des Ge­bäu­de­be­stan­des ver­wen­det, das Markt­vo­lu­men stei­gert sich in die­sem Be­reich al­ler­dings nur leicht um rund 0,2 Pro­zent. Die Zahl der im Neu­bau ein­ge­setz­ten Fens­ter steigt mit plus neun Pro­zent er­heb­lich stär­ker an und er­reicht da­mit ei­nen Markt­an­teil von im­mer­hin rund 43,9 Pro­zent. Die Bran­chen­stu­die gibt zu­sätz­lich zur Ana­ly­se der Be­rei­che Re­no­vie­rung und Neu­bau auch Aus­kunft über die pro­zen­tua­le Ver­tei­lung der Fens­ter im Wohn- und Nicht­wohn­bau. Für 2017 wird ein An- stieg der Wohn­bau­ak­ti­vi­tä­ten um 5,2 Pro­zent pro­gnos­ti­ziert, aber auch im Nicht­wohn­bau wird im lau­fen­den Jahr ein leich­tes Wachs­tum in Hö­he von 1,5 Pro­zent er­war­tet. Die An­teils­ver­la­ge­run­gen wer­den sich da­mit in re­la­tiv en­gen Gren­zen hal­ten: 66,5 Pro­zent der ver­kauf­ten Fens­ter wer­den im Wohn­bau ver­baut, nach 65,8 Pro­zent im Jahr 2016. Der Nicht­wohn­bau kommt die­ses Jahr auf 33,5 Pro­zent, nach 34,2 Pro­zent im Vor­jahr. Bei den Rah­men­ma­te­ria­li­en liegt der An­teil der Holz­fens­ter 2017 vor­aus­sicht­lich bei kon­stan­ten 15 Pro­zent. „Die höchs­ten Zu­wachs­ra­ten er­war­ten un­se­re Ver­bän­de mit 6,4 Pro­zent beim Ab­satz von Hol­zMe­tall-Fens­tern. Ei­ne si­gni­fi­kan­te Ver­la­ge­rung der Markt­an­tei­le im Be­reich der ein­zel­nen Rah­men­ma­te­ria­li­en lässt sich aus der Stu­die nach wie vor nicht ab­lei­ten“, er­klärt Ul­rich Tschorn, Ge­schäfts­füh­rer des Ver­ban­des Fens­ter + Fas­sa­de (VFF). Der Markt­an­teil der Me­tall­fens­ter lie­ge hoch­ge­rech­net bei rund 18 Pro­zent, nach 18,2 Pro­zent in 2016. Auf­grund der in den letz­ten Jah­ren eher un­ter­durch­schnitt­li­chen Ent­wick­lung im Nicht­wohn­bau ist de­ren Markt­vo­lu­men ge­ring­fü­gig ge­sun­ken. Kunst­stoff­fens­ter wer­den ih­ren ho­hen Markt­an­teil wei­ter leicht aus­bau­en kön­nen. Mit ei­nem Wachs­tum leicht über der Hö­he des Ge­samt­mark­tes wird de­ren An­teil in die­sem Jahr bei vor­aus­sicht­lich rund 57,8 Pro­zent lie­gen, nach rund 57,7 Pro­zent in 2016. „Kunst­stoff­fens­ter sind so­wohl bei der Sa­nie­rung des Ge­bäu­de­be­stan­des als auch im Woh­nungs­neu­bau ge­fragt. Ak­tu­ell auch spe­zi­ell durch den zu­neh­men­den Mehr­fa­mi­li­en­haus­bau“, er­klärt Ralf Ol-

sen, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Pro-K In­dus­trie­ver­ban­des Halb­zeu­ge und Kon­sum­pro­duk­te aus Kunst­stoff. Der Ab­satz von Au­ßen­tü­ren ent­wi­ckelt sich der­zeit na­he­zu iden­tisch zum Fens­ter­markt: „2017 wer­den in Deutsch­land rund 1,436 Mil­lio­nen Au­ßen­tü­ren ver­kauft, 2016 wa­ren es noch rund 1,382 Mil­lio­nen Stück. Dies ent­spricht ei­ner Stei­ge­rung um rund 3,9 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr und spie­gelt die ge­rin­ge­ren Zu­wäch­se im Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­haus­bau wi­der“, sagt der stell­ver­tre­ten­de Ge­schäfts­füh­rer des Fach­ver­ban­des Schloss- und Be­schlag­in­dus­trie (Vel­bert), Hol­ger Koch. Die größ­ten Stei­ge­rungs­ra­ten in den Bau­seg­men­ten wer­den 2017 dem Neu­bau mit or­dent­li­chen 10,9 Pro­zent zu­ge­traut, der Re­no­vie­rungs­sek­tor legt leicht um 0,3 Pro­zent zu. Der Wohn­bau ge­winnt nach den jüngs­ten Hoch­rech­nun­gen 4,6 Pro­zent und der Nicht­wohn­bau kann mit ei­nem Plus in Hö­he von 1,2 Pro­zent die Zu­ge­win­ne des Vor­jah­res leicht aus­bau­en. Mit Blick über al­le Rah­men­ma­te­ria­li­en hin­weg wird mit Zu­wäch­sen zwi­schen 3,6 und 4,4 Pro­zent ge­rech­net, die Markt­an­tei­le blei­ben re­la­tiv kon­stant: Tü­ren aus Alu­mi­ni­um kön­nen sich mit ei­nem Markt­an­teil von 32,6 Pro­zent fast auf Au­gen­hö­he mit Kunst­stoff­tü­ren mit 32,7 Pro­zent be­haup­ten. Je­de vier­te Au­ßen­tür, rund 25,2 Pro­zent, wird 2017 aus Holz ge­fer­tigt und sons­ti­ge Rah­men­ma­te­ria­li­en fin­den bei 9,5 Pro­zent der Ver­wen­der ih­ren Ein­satz. „Der deut­sche Ge­samt­markt für Fens­ter und Haus­tü­ren ent­wi­ckelt sich wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auch wei­ter­hin po­si­tiv. Da­bei soll­ten al­ler­dings die stei­gen­den Im­por­te aus dem EU-Aus­land wei­ter im Au­ge be­hal­ten wer­den“, meint Jo­chen Grö­ne­gräs, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Bun­des­ver­ban­des Flach­glas (BF) ab­schlie­ßend.

Fo­to: Re­dak­ti­on/ko­si

Die­ses Jahr soll der Ab­satz an Fens­tern in Deutsch­land deut­lich stei­gen.

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