In Eu­ro­pa wird wie­der ge­baut

baustoffmarkt - - Wirtschaft + Bau -

Der Woh­nungs­bau in Eu­ro­pa wird die­ses Jahr vor­aus­sicht­lich um mehr als drei Pro­zent wach­sen. Zu die­sem Er­geb­nis kommt der 19. Län­der­be­richt zur Som­mer­kon­fe­renz des eu­ro­päi­schen For­schungs­und Be­ra­tungs­netz­wer­kes Eu­ro­con­struct, die im iri­schen Du­blin statt­fand. Das deut­sche Part­ner­in­sti­tut Ifo hat aus­ge­wähl­te Er­geb­nis­se zu­sam­men­ge­tra­gen.

Die Im­pul­se für den Woh­nungs­bau in Eu­ro­pa kom­men da­bei maß­geb­lich aus dem Neu­bau­be­reich. So wird der Woh­nungs­neu­bau in den 19 Mit­glieds­län­dern nach den Pro­gno­sen der Markt­for­scher 2016 um ins­ge­samt gut 5,5 Pro­zent aus­ge­wei­tet. Vor ei­nem hal­ben Jahr wur­de al­ler­dings noch mit ei­nem Plus von mehr als sechs Pro­zent ge­rech­net. Nach den ak­tu­el­len Re­vi­sio­nen hat sich der Neu­bau im ver­gan­ge­nen Jahr je­doch deut­lich bes­ser ent­wi­ckelt, als zu­nächst er­rech­net. Das Plus er­reich­te näm­lich fast drei Pro­zent. Die Maß­nah­men im Woh­nungs­be­stand, die üb­li­cher­wei­se we­sent­lich sta­bi­ler ver­lau­fen als der Neu­bau, wer­den 2016 wohl um knapp 1,5 Pro­zent zu­le­gen. Ge­gen­wär­tig sind die Rah­men­be­din­gun­gen für den Woh­nungs­bau über­aus güns­tig. So dürf­ten un­ter an­de­rem die ver­bes­ser­ten Wirt­schafts­aus­sich­ten, die nied­ri­gen Hy­po­the­ken­zin­sen, ei­ne aus­ge­präg­te Zu- und Bin­nen­wan­de­rung so­wie staat­li­che An­rei­ze da­für sor­gen, dass der Um­fang der Woh­nungs­bau­leis­tun­gen in den drei Jah­ren bis 2018 um ins­ge­samt 8 Pro­zent zu­neh­men wird. Po­si­tiv ste­chen da­bei vor al­lem die Län­der Ir­land (+ 54 Pro­zent), Un­garn (+ 30 Pro­zent) und Por­tu­gal (+ 27 Pro­zent) her­aus. Wäh­rend in Ir­land die kräf­tig an­zie­hen­de Bau­pro­duk­ti­on den­noch nicht mit der deut­lich ge­stie­ge­nen Wohn­raum­nach­fra­ge mit­hal­ten kann, ist in Ita­li­en mit­tel­fris­tig mit kei­ner we­sent­li­chen Markt­be­le­bung zu rech­nen. Im Ge­gen­satz zu den meis­ten an­de­ren Eu­ro­con­struct-Län­dern ist die wirt­schaft­li­che La­ge dort noch im­mer sehr an­ge­spannt. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren ist die An­zahl po­ten­zi­el­ler Im­mo­bi­li­en­er­wer­ber in Ita­li­en er­heb­lich ge­schrumpft, auch die ho­he Zahl un­ver­kauf­ter Woh­nun­gen sinkt nur lang­sam.

Die Zahl der Woh­nungs­fer­tig­stel­lun­gen in neu er­rich­te­ten Wohn­ge­bäu­den dürf­te im Eu­ro­con­struct-Ge-

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.