Qua­li­tät, Kun­den­ser­vice und In­no­va­ti­on sind die gro­ßen The­men für die Be­fes­ti­gungs­spe­zia­lis­ten von Hal­fen. Wir spra­chen da­zu mit Stefan Nimz und Thomas Kalt­hoff.

Von den ein­hun­dert größ­ten Ge­bäu­den der Welt ist Hal­fen in gut ei­nem Drit­tel mit sei­nen Pro­duk­ten ver­tre­ten. Wie man das schafft, er­klä­ren uns Stefan Nimz, Mar­ke­ting & Sa­les Di­rek­tor, und Thomas Kalt­hoff, Lei­ter Mar­ke­ting und Pro­dukt­ma­nage­ment, bei ei­nem

baustoffmarkt - - Trend + Meinung - TEXT: THORSTEN SCHMIDT

Qua­li­tät, Kun­den­ser­vice und In­no­va­ti­on sind die gro­ßen The­men von Hal­fen mit Fir­men­sitz in Lan­gen­feld. Seit 2006 ge­hört das Un­ter­neh­men zum iri­schen CHR-Kon­zern. Ziel ist es, sich vor die­sem Hin­ter­grund in den tra­di­tio­nel­len Ge­schäfts­fel­dern Ver­an­ke­rungs­tech­nik, Be­weh­rungs­tech­nik, Mon­ta­ge­tech­nik, Fas­sa­den­be­fes­ti­gungs­tech­nik und Trans­portan­ker­sys­te­me wei­ter als Markt- und Tech­no­lo­gie­füh­rer zu po­si­tio­nie­ren. „Da­für sind wir im­mer in Be­we­gung“, sagt Stefan Nimz, der seit fünf Jah­ren für den Be­fes­ti­gungs­spe­zia­lis­ten ak­tiv ist und in sei­ner Po­si­ti­on die in ver­schie­de­nen in­ter­na­tio­na­len Märk­ten tä­ti­gen Ver­triebs­ge­sell­schaf­ten so­wie die Be­rei­che Mar­ke­ting, Pro­dukt­ma­nage­ment und Presa­les ver­ant­wor­tet. Ge­schäfts­füh­rer des Un­ter­neh­mens ist Richard Wach­ter.

„Wir wol­len un­se­ren Kun­den ein aus­ge­reif­tes Ge­samt­pa­ket an Pro­duk- ten und Di­enst­leis­tun­gen bie­ten. Denn wir ent­wi­ckeln und ver­trei­ben am En­de nicht nur Pro­duk­te, son­dern Lö­sun­gen. Des­halb ist das In­no­va­ti­ons­ma­nage­ment mit den ent­spre­chen­den Pro­zes­sen ei­ner sys­te­ma­ti­schen Planung, Steue­rung und Kon- trol­le fes­ter Be­stand­teil un­se­rer Or­ga­ni­sa­ti­on und in das Ge­schäfts­mo­dell in­te­griert“, führt Nimz wei­ter aus.

Da­bei zielt das In­no­va­ti­ons­ma­nage­ment in Lan­gen­feld in ers­ter Li­nie dar­auf ab, Ide­en aus dem Markt in wirt­schaft­lich er­folg­rei­che Pro­duk­te um­zu­set­zen. „Wir er­hal­ten aus dem Markt pro Jahr ei­ne Viel­zahl von Im­pul­sen und Pro­dukt­ide­en, die sich aus be­son­de­ren An­for­de­run­gen des je­wei­li­gen Bau­vor­ha­bens er­ge­ben. Die­se wer­den von uns be­wer­tet, aus­ge­siebt oder weiter­folgt. Wenn wir uns für ein The­ma ent­schie­den ha­ben, ge­hen wir in die Tie­fe und su­chen nach ei­ner Lö­sung. Ein Pro­zess, der mit den ent­spre­chen­den Zu­las­sun­gen ein Jahr oder län­ger dau­ern kann, be­vor am En­de ein ver­mark­tungs­fä­hi­ges Pro­dukt steht. Aber als tech­nisch ge­trie­be­nes Un­ter­neh­men brau­chen wir die­se Ide­en. Sie sind am En­de der Treib­stoff für un­ser Wachs­tum“, führt Nimz aus. Da­mit nichts durch das Ras­ter fällt, hat das Un­ter­neh­men in den Ver­triebs­ge­sell­schaf­ten ein eng­ma­schi­ges Netz ge­knüpft, um die Ide­en und An­for­de­run­gen aus dem Markt gleich in die rich­ti­gen Bah­nen zu len­ken. Mit Er­folg: Ak­tu­ell er­zielt

„Wir ent­wi­ckeln und ver­trei­ben nicht nur Pro­duk­te, son­dern Lö­sun­gen.“Stefan Nimz

das Un­ter­neh­men rund 30 Pro­zent sei­nes Um­sat­zes mit Pro­dukt­neu­und wei­ter­ent­wick­lun­gen aus den letz­ten fünf Jah­ren. Wie er­folg­reich das 1929 ge­grün­de­te Un­ter­neh­men mit sei­nem In­no­va­ti­ons­ma­nage­ment ist, hat zu­letzt auch die BAU in München ge­zeigt. Hier prä­sen­tier­te sich der Hersteller in sei­ner für München kon­zi­pier­ten „World of In­no­va­ti­on“mit vie­len neu­en und wei­ter­ent­wikkel­ten Pro­duk­ten. Dem­ent­spre­chend zu­frie­den zei­gen sich Nimz und Tho

mas Kalt­hoff in ih­rer Be­wer­tung der Mes­se. Zu­dem dem Un­ter­neh­men im Rah­men der Mes­se of­fi­zi­ell die Um­welt­pro­dukt­de­kla­ra­ti­on EPD für die Ori­gi­nal-Hal­fen­schie­ne und das HIT Iso Ele­ment durch das In­sti­tut für Bau­en und Um­welt (IBU) über­reicht wur­de.

Pro­dukt­neu­hei­ten, wie in München vor­ge­stellt, die das Un­ter­neh­men braucht, um die ehr­gei­zig for­mu­lier­ten Wachs­tums­zie­le bis 2020 zu er­rei­chen. Von heu­te rund 200 Mil­lio­nen Eu­ro Um­satz will das Un­ter­neh­men in den nächs­ten drei Jah­ren ein Um­satz­le­vel von rund 250 Mil­lio­nen Eu­ro er­rei­chen. Mit Blick auf die letz­ten zwei Jah­re, die sehr gut für die Lan- gen­fel­der ge­lau­fen sei­en, wie un­se­re Ge­sprächs­part­ner sa­gen, lie­ge das Un­ter­neh­men bis jetzt im Plan. Ak­tu­ell pro­fi­tie­ren die Lan­gen­fel­der un­ter an­de­rem von dem an­hal­ten­den Trend zum Mehr­fa­mi­li­en­haus­bau. Hier sieht sich der Hersteller mit sei­nem Pro­dukt­pro­gramm rund um das The­ma Bal­kon­an­schlüs­se sehr gut po­si­tio­niert.

Ne­ben der ste­ti­gen Pro­dukt­ent­wick­lung ist die lang­fris­ti­ge Zu­sam­men­ar­beit mit dem Fach­han­del ein wei­te­rer Eck­pfei­ler für den Un­ter­neh­mens­er­folg. „Der Fach­han­del bringt die für uns so wich­ti­ge Nä­he zum Kun­den ein, um un­ser brei­tes Sor­ti­ment für den Wirt­schafts- und Woh­nungs­bau so­wie Ver­kehrs- und In­fra­struk­tur­bau­ten in die Re­gi­on zu be­kom­men“, sagt Nimz. Da­für bie­tet das Un­ter­neh­men sei­nen Han­dels­part­nern ei­nen star­ken Vor­ver­kauf mit ei­ner ei­ge­nen Pla­nungs­ab­tei­lung so­wie ei­nem welt­weit ver­netz­ten Stab von An­wen­dungs­tech­ni­kern, denn klas­si­sche La­ger­wa­re lie­fert der Hersteller in der Re­gel nicht. Im Schnitt wird je­der zwei­ter Auf­trag für ein spe­zi­el­les Ob­jekt ge­ne­riert und ge­fer­tigt. Für die­se Vor­leis­tung er- war­ten die Lan­gen­fel­der auch, dass man nicht nur mit ih­nen in ein Pro­jekt rein-, son­dern auch wie­der raus­geht.

Gu­tes Wachs­tum in Über­see

Ein wei­te­rer Wachs­tums­trei­ber ist das in­ter­na­tio­na­le Bau­ge­schäft. Zwar blei­be Deutsch­land für das Un­ter­neh­men der größ­te Ein­zel­markt, aber mitt­ler­wei­le ist Hal­fen mit sei­nen Ver­triebs­ge­sell­schaf­ten in na­he­zu al­len eu­ro­päi­schen Län­dern gut po­si­tio­niert und so­mit über­all da­bei, wo Bau­ge­sche­hen in Eu­ro­pa statt­fin­det.

Auch in Über­see sei das Un­ter­neh­men nach den Wor­ten von Nimz mitt­ler­wei­le sehr gut po­si­tio­niert. So ha­ben sich zum Bei­spiel Chi­na und der Mitt­le­re Os­ten für das Un­ter­neh­men be­son­ders durch Groß­pro­jek­te zu in­ter­es­san­ten Märk­ten ent­wi­ckelt. Eben­so sei das Un­ter­neh­men in Nord­ame­ri­ka gut auf­ge­stellt und ha­be hier vor kur­zem ei­ne neue Pro­duk­ti­on in Te­xas hoch­ge­fah­ren. Wie wich­tig die­se Märk­te für das Un­ter­neh­men sind, zeigt der Blick auf die Um­satz­sta­tis­tik. Ak­tu­ell er­zielt der Hersteller be­reits 25 Pro­zent sei­nes Um­sat­zes au­ßer­halb von Eu­ro­pa.

Ein wei­te­rer Ef­fekt der welt­um­spann­ten Ak­ti­vi­tä­ten des Be­fes­ti­gungs­spe­zia­lis­ten ist die frü­he Be­schäf­ti­gung mit dem The­ma „Buil­ding In­for­ma­ti­on Mo­de­ling“(BIM). Mit dem Er­geb­nis, dass die Ge­bäu­de­da­ten­mo­del­lie­rung für die Lan­gen­fel­der, wie Kalt­hoff aus­führt, heu­te be­reits zum Ta­ges­ge­schäft zählt. „Un­se­re In­ge­nieu­re sind bes­tens aus­ge­bil­det, um die­sen Pro­zess kom­pe­tent zu über­wa­chen und durch ih­re Er­fah­rung die stei­gen­de Nach­fra­ge an BIM-Pro­jek­ten op­ti­mal zu er­fül­len“, sagt Nimz. Auch weil das Un­ter­neh­men im in­ter­na­tio­na­len Feld viel Er­fah­run­gen sam­meln konn­te und be­reits auf ei­ne Rei­he er­folg­reich ab­ge­schlos­se­ner Pro­jek­te auf Ba­sis der BIM-Me­tho­dik zu­rück­blickt. Deutsch­land ist nach Ein­schät­zung un­se­rer Ge­sprächs­part­ner im Ver­gleich zu eu­ro­päi­schen Nach­bar­län­dern, wie zum Bei­spiel den Nie­der­lan­den, zwar spät auf den „BIM-Zug“auf­ge­sprun­gen, aber da­für nun um­so kon­se­quent an dem The­ma dran. Ein

wei­te­rer Vor­teil, der sich aus die­ser brei­ten in­ter­na­tio­na­len Auf­stel­lung er­gibt, ist das frü­he Wis­sen um die Trends, die den Markt be­we­gen. Als Bei­spiel nen­nen Nimz und Kalt­hoff das The­ma „Mo­du­la­res Bau­en“, das Sie als ei­nen zu­künf­ti­gen Treiber für die Bau­wirt­schaft se­hen.

Viel Wert le­gen un­se­re Ge­sprächs­part­ner als Pre­mi­um­an­bie­ter auf die Mar­ken­pfle­ge. „ Da­zu ge­hört für den Lei­ter Mar­ke­ting & Pro­dukt­ma­nage­ment bei­spiels­wei­se die ste­ti­ge Op­ti­mie­rung des In­ter­net­auf­tritts, den das Un­ter­neh­men im letz­ten Jahr erst re­laun­ched hat und so laut Kalt­hoff noch ein­mal für ei­nen deut­li­chen Sprung nach oben bei den Be­su­cher­zah­len ge­sorgt ha­be. Auch bei der App-Ent­wick­lung war das Un­ter­neh­men ent­spre­chend früh da­bei und ver­fügt heu­te über ei­ne aus­ge­reif­te App, die sehr gut ge­nutzt wird. „Die App hat sich für uns zu ei­nem sehr wich­ti­gen In­stru­ment ent­wi­ckelt, um die Kun­den über un­ser Pro­dukt­pro- gramm rund um die Uhr im­mer auf dem Lau­fen­den zu hal­ten. Denn bei ei­nem Port­fo­lio mit 20 000 Pro­duk­ten kann sich schnell et­was ver­än­dern“, sagt Nimz. Aber auch im ana­lo­gen Feld ist das Un­ter­neh­men nicht un­tä­tig ge­blie­ben. Hier hat der Hersteller neue An­wen­dungs­bro­schü­ren zu aus­ge­wähl­ten The­men auf­ge­legt: „Dar­in se­hen Sie, wie un­se­re Pro­duk­te in be­stimm­ten, pra­xis­re­le­van­ten Si­tua­tio­nen ein­ge­setzt wer­den kön­nen“, sagt Kalt­hoff, „das kommt bei un­se­ren Kun­den sehr gut an.“

FOTO: RE­DAK­TI­ON/TS

Stefan Nimz (r.), Mar­ke­ting und Ver­kaufs­di­rek­tor, und Thomas Kalt­hoff, Lei­ter Mar­ke­ting und Pro­dukt­ma­nage­ment, wol­len Hal­fen noch stär­ker als Tech­no­lo­gie­füh­rer po­si­tio­nie­ren.

FOTO: HAL­FEN

Mit ih­rem Pro­dukt­pro­gramm rund um das The­ma Bal­kon­an­schlüs­se sieht sich das Un­ter­neh­men im wach­sen­den Markt des Mehr­fa­mi­li­en­haus­baus sehr gut po­si­tio­niert.

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