Bau­en+Le­ben star­tet Ver­trieb neu­er Ei­gen­mar­ke

baustoffmarkt - - Trend + Meinung -

Das Bau­en+Le­ben-Fran­chise­sys­tem ent­wi­ckelt sich ste­tig wei­ter und geht jetzt mit ei­ner neu­en Ei­gen­mar­ke an den Start. Ei­ne we­sent­li­che Rol­le im Ent­ste­hungs­pro­zess von „Bau­li­ne Pro“ha­ben die Mit­ar­bei­ter ge­spielt.

(sb) Aus drei Nie­der­las­sun­gen kam die glei­che Idee: „Bau­li­ne“. Das Mar­ke­ting setz­te noch ein „Pro“da­zu, fer­tig war der Na­me für die neue Ei­gen­mar­ke: „Bau­li­ne Pro“(Ei­gen­schreib­wei­se mit klei­nen An­fangs­buch­sta­ben). Mit mehr als 500 Ar­ti­keln hat Bau­en+Le­ben am 3. April den Ver­trieb ge­star­tet. Al­le Mit­ar­bei­ter von Be­ginn an mit ins Boot zu ho­len, be­trach­tet Ge­schäfts­füh­rer Patrick No­wak als wich­ti­gen Er­folgs­fak­tor bei der Mar­ken­ent­wick­lung. „Wenn un­se­re Mit­ar­bei­ter über ,Bau­li­ne’ spre­chen, ist rich­tig Feu­er drin. Die ste­hen voll da­hin­ter“, freut er sich.

Et­wa zehn Mo­na­te hat es ge­dau­ert, bis für die Markt­ein­füh­rung al­les start­klar war: der Na­me, das Lo­go, die Ver­pa­ckung. Vie­le klei­ne, aber wich­ti­ge De­tails muss­ten be­dacht wer­den. In zahl­rei­chen Work­shops rauch­ten die Köp­fe. „Ei­ne Men­ge Ar­beit“, er­in­nert sich No­wak. Nicht nur bei der Na­mens­fin­dung wa­ren die Mit­ar­bei­ter aus den 53 Nie­der­las­sun­gen auf­ge­ru­fen, ih­re Vor­schlä­ge ein­zu­rei­chen. Das bes­te Pro­dukt mit der schöns­ten Ver­pa­ckung taugt we­nig, steht kein ver­nünf­ti­ges Ver­triebs­kon­zept da­hin­ter. Des­halb wur­den auch an die­ser Stel­le die Mit­ar­bei­ter in den Ent­wick­lungs­pro­zess mit ein­be­zo­gen.

„Un­ter , Bau­li­ne Pro’ bie­ten wir hoch­wer­ti­ge Qua­li­täts­pro­duk­te an, die nicht über den Preis ver­kauft wer­den“, be­tont No­wak. Ei­ne der wich­tigs­ten Her­aus­for­de­run­gen für den Ver­trieb sei es jetzt, Hand­wer­ker von der neu­en Ei­gen­mar­ke zu über­zeu­gen, die schon lan­ge mit an­de­ren (Mar­ken-)Pro­duk­ten ar­bei­ten. „Bau­li­ne“müs­se die Köp­fe der Kun­den er­rei­chen.

Zu­stän­dig da­für ist auch das Mar­ke­ting um Ab­tei­lungs­lei­te­rin Si­mo­ne Win­ter. „Wir un­ter­stüt­zen die Markt­ein­füh­rung un­se­rer neu­en Ei­gen­mar­ke mit ei­ner groß an­ge­leg­ten Kam­pa­gne“, er­läu­tert sie im Ge­spräch mit un­se­rer Re­dak­ti­on. Ne­ben der Prä­sen­ta­ti­on am Po­int of Sa­le will Bau­en+Le­ben die Ei­gen­mar­ke vor al­lem auch über sei­ne On­li­ne-Ka­nä­le be­wer­ben, un­ter an­de­rem ist ei­ne ei­ge­ne Home­page für die Pro­dukt­fa­mi­lie ge­plant. In Zu­sam­men­ar­beit mit der In­dus­trie – ins­ge­samt 20 Lie­fe­ran­ten sind be­tei­ligt – sol­len zu­dem in den Nie­der­las­sun­gen Ver­an­stal­tun­gen or­ga­ni­siert wer­den, bei de­nen Ver­ar­bei­ter die Pro­duk­te aus­gie­big tes­ten kön­nen.

2018 kommt „Bau­li­ne Style“

Die „Bau­li­ne Pro“-Serie um­fasst zur Markt­ein­füh­rung mehr als 500 Ar­ti­kel, von Acryl über Mau­er­sperr­bah­nen bis hin zu Ze­ment­mör­tel deckt Bau­en+Le­ben zu­nächst die tech­ni­schen Bau­stof­fe ab. Da­mit aber nicht ge­nug: Schon im kom­men­den Jahr

2018 soll mit „Bau­li­ne Style“die nächs­te Stu­fe ge­zün­det wer­den. Un­ter die­sem La­bel wer­den dann un­ter an­de­rem Bo­den­be­lä­ge wie Par­kett und La­mi­nat, Bau­ele­men­te und GaLa­bauPro­duk­te ver­kauft, de­ko­ra­ti­ve Bau­stof­fe im We­sent­li­chen. „Das ist ein noch grö­ße­rer Markt, wir wer­den vie­le ei­ge­ne Se­ri­en auf­le­gen“, kün­digt No­wak an.

Bei der Ent­wick­lung der Ei­gen­mar­ke konn­te Bau­en+Le­ben auf vor­han­de­nes Know-how in Bad Nau­heim zu­rück­grei­fen: Teil­wei­se wur­den Eu­ro­bau­stoff-Mar­ken auf „Bau­li­ne“um­ge­la­belt, teil­wei­se sind in Ko­ope­ra­ti­on mit den In­dus­trie­part­nern neue Pro­duk­te ent­stan­den. No­wak sieht in der Ei­gen­mar­ke ein wich­ti­ges In­stru­ment, um sich vom Wett­be­werb zu dif­fe­ren­zie­ren. Den Um­satz kal­ku­liert der Ge­schäfts­füh­rer kon­ser­va­tiv. „Es wä­re toll“, meint er, „wenn wir mit der Ei­gen­mar­ke ir­gend­wann ei­nen Um­satz­an­teil von 10 Pro­zent er­rei­chen wür­den.“Und schiebt auf Nach­fra­ge hin­ter­her: „Vi­el­leicht sind wir im Jahr 2025 so­weit.“

In deut­lich kür­ze­rer Zeit wird vor­aus­sicht­lich die Kre­fel­der Fir­men­zen­tra­le er­wei­tert. Um rund 40 neue Ar­beits­plät­ze schaf­fen zu kön­nen, soll ei­ne an das Haupt­ge­bäu­de an­gren­zen­de Halle ab­ge­ris­sen wer­den und ein neu­er Ge­bäu­de­rie­gel ent­ste­hen. So­bald die De­tails mit dem Ar­chi­tek­ten ab­schlie­ßend be­spro­chen sind und die be­hörd­li­chen Ge­neh­mi­gun- gen vor­lie­gen, sol­len die Bau­ar­bei­ten star­ten. Steht der An­bau, wer­den rund 20 Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­ter, die der­zeit noch in Bochum sit­zen, nach Kre­feld um­zie­hen.

Nach wie vor möch­te Bau­en+Le­ben bun­des­weit neue Fran­chise­part­ner ge­win­nen, wie zu­letzt die Firma Seibert mit Sitz im hes­si­schen Ge­mün­den (wir be­rich­te­ten). Ganz ein­fach sei es nicht, in­ter­es­sier­te Bau­stoff­händ­ler zu über­zeu­gen, räumt No­wak ein. „Es wird viel Fal­sches über uns er­zählt“, be­dau­ert er. „Wir kom­men nir­gend­wo hin, um al­les zu be­stim­men und dem Un­ter­neh­mer sei­ne Selbst­stän­dig­keit zu rau­ben.“Das Ge­gen­teil sei der Fall: „Wir wol­len mit un­se­ren Di­enst­leis­tun­gen für Frei­räu­me sor­gen, da­mit sich der Un­ter­neh­mer auf das We­sent­li­che kon­zen­trie­ren kann. Na­tür­lich gibt es bei uns be­stimm­te Re­geln, an die sich je­der hal­ten muss. Wir ge­ben un­se­ren Part­ner aber auch die Zeit, sich lang­sam an un­ser Sys­tem zu ge­wöh­nen.“

Mit der Ge­schäfts­ent­wick­lung ist No­wak „hoch­zu­frie­den“, um 5 Pro­zent auf rund 271 Mil­lio­nen Eu­ro sei der Grup­pen­um­satz im ver­gan­ge­nen Jahr ge­wach­sen. Dies ha­be zu ei­ner er­heb­li­chen Stei­ge­rung des Be­triebs­er­geb­nis­ses ge­führt. Ins­be­son­de­re auch die ehe­ma­li­gen Bay­wa-Stand­or­te in Nord­rhein-Westfalen ent­wi­ckel­ten sich wei­ter po­si­tiv. Die Teams sei­en zu­sam­men­ge­wach­sen und har­mo­nier­ten sehr gut mit­ein­an­der.

Zen­tra­le in Kre­feld: Um das Ge­bäu­de um ei­nen Rie­gel zu er­wei­tern, wird die an­gren­zen­de Halle dem­nächst ab­ge­ris­sen.

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