Hoch­bau bleibt auf Wachs­tums­kurs

Für 2017 pro­gnos­ti­ziert OC&C dem Hoch­bau in Deutsch­land ei­ne leicht ab­neh­men­de Dy­na­mik mit ei­nem Plus von 1,2 Pro­zent. Für 2018 und 2019 weist die Hoch­bau­pro­gno­se ein durch­schnitt­li­ches Wachs­tum von rund 1 Pro­zent aus.

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Der po­si­ti­ve Trend der ver­gan­ge­nen Jah­re im deut­schen Hoch­bau hat auch 2016 an­ge­hal­ten: Das Markt­vo­lu­men wuchs im Ver­gleich zum Vor­jahr um 1,4 Pro­zent auf 221,3 Mil­li­ar­den Eu­ro. We­sent­li­che Trieb­fe­der war da­bei der Woh­nungs­bau (+ 2 Pro­zent). Mit ei­nem pro­gnos­ti­zier­ten Wachs­tum von 1,8 Pro­zent für 2017 wer­de der Woh­nungs­bau auch zu­künf­tig ein Ga­rant für die Sta­bi­li­tät der Bran­che blei­ben. Da­bei wer­de ins­be­son­de­re der ge­werb­li­che Neu­bau mit ei­nem ver­an­schlag­ten Wachs­tum von 9Pro­zent in die­sem Jahr (2016: + 11,5 Pro­zent) die po­si­ti­ve Dy­na­mik be­flü­geln. Auch der pri­va­te Woh­nungs­neu­bau sei ein Wachs­tums­trei­ber und wer­de 2017 mit ei­nem pro­gnos­ti­zier­ten Wachs­tum von + 2,2 Pro­zent ei­nen Bei­trag zur er­freu­li­chen Ge­samt­ent­wick­lung der Bran­che leis­ten.

Im Nicht­woh­nungs­bau se­hen die OC&C-Ex­per­ten leicht po­si­ti­ve Ten­den­zen bei der In­ves­ti­ti­ons­be­reit­schaft, wo­bei sich der öf­fent­li­che Bau auf­grund stei­gen­der Steu­er­ein­nah­men und des In­ves­ti­ti­ons­be­dar­fes bei öf­fent­li­chen Ge­bäu­den et­was er­freu­li­cher als der Wirt­schafts­bau ent­wi­ckeln dürf­te. Über al­le Seg­men­te hin­weg wer­de das Neu­bau­ge­schäft ei­ne bes­se­re Ent­wick­lung neh­men

als der deut­lich grö­ße­re Re­no­vie­rungs­markt, für den die Stu­di­en­au­to­ren im Jahr 2017 ein leich­tes Wachs­tum von 0,2 Pro­zent an­neh­men. Ins­ge­samt wer­de die Wachs­tums­dy­na­mik des Hoch­baus in Deutsch­land in die­sem Jahr an­hal­ten: Die ak­tu­el­le Pro­gno­se geht für die Hoch­bau­bran­che von ei­nem Ge­samt­wachs­tum von 1,2 Pro­zent im Jahr 2017 aus. Auch in 2018 und 2019 pro­gnos­ti­ziert die Stu­die der Bau­bran­che wei­te­res Wachs­tum, je­doch mit ei­nem leicht ab­fla­chen­den Trend von durch­schnitt­lich et­wa 1 Pro­zent.

Wirt­schafts­bau er­holt sich

Der Wirt­schafts­bau hat sich der Er­he­bung zu­fol­ge nach ei­ner schwie­ri­gen Pha­se er­holt und war 2016 mit ei­ner Ent­wick­lung von + 0,1 Pro­zent sta­bil. Für die Jah­re bis 2019 geht die Hoch­bau­pro­gno­se von ei­ner wei­ter­hin sta­bi­len Ent­wick­lung mit ei­nem durch­schnitt­li­chen jähr­li­chen Wachs­tum von 0,2 Pro­zent aus. Ge­ra­de Un­ter­neh­men wür­den je­doch auf­grund un­si­che­rer wirt­schafts­po­li­ti­scher Rah­men­be­din­gun­gen in wich­ti­gen Ex­port­märk­ten – aus­ge­löst et­wa durch den Br­ex­it oder An­kün­di­gun­gen zur US-Wirt­schafts­po­li­tik – mög­li­che In­ves­ti­tio­nen ge­nau ab­wä­gen. OC&C-Part­ner Dr. Björn

Rei­ne­ke: „Ob­wohl die Un­si­cher­hei­ten der Welt­wirt­schaft auch Deutsch­land be­rüh­ren, sind wir hin­sicht­lich der Ent­wick­lung des Wirt­schafts­baus für die nä­he­re Zu­kunft ver­hal­ten op­ti­mis­tisch. Die Zu­ver­sicht stützt sich ne­ben der zu er­war­ten­den so­li­den ge­samt­wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung auf die stei­gen­de An­zahl an Bau­ge­neh­mi­gun­gen, güns­ti­ge Fi­nan­zie­rungs­be­din­gun­gen so­wie grund­sätz­li­chen In­ves­ti­ti­ons­be­darf auf­grund aus­ge­las­te­ter Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten.“

Nach­fra­ge­sei­tig sei die Markt­la­ge am Bau der­zeit sehr sta­bil. Zeit­gleich fän­den in der Bran­che je­doch er­heb­li­che Ve­rän­de­run­gen statt. Ein The­ma, das zu­neh­mend an Be­deu­tung ge­win­ne, sei die Di­gi­ta­li­sie­rung, die sich in den ver­schie­dens­ten Be­rei­chen aus­wir­ke: bei­spiels­wei­se bei der Ent­wick­lung „smar­ter“Bau­pro­duk­te, der In­no­va­ti­on von Ge­schäfts­mo­del­len, der Op­ti­mie­rung von Pro­duk­ti­on und Supp­ly Chain, der Markt­be­ar­bei­tung und auch der Ge­bäu­de­er­rich­tung. Ei­ne wich­ti­ge Ve­rän­de­rung in die­sem Be­reich sei die ver­stärk­te Nut­zung von Da­ten und die Um­stel­lung auf BIM. Vie­le Un­ter­neh­men sei­en auf die Um­set­zung in­des noch nicht aus­rei­chend vor­be­rei­tet. Doch die gu­te wirt­schaft­li­che Si­tua­ti­on bie­te ih­nen her­vor­ra­gen­de Rah­men­be­din­gun­gen, um jetzt in sol­che Zu­kunfts­the­men zu in­ves­tie­ren.

„Wir er­war­ten, dass sich der Hoch­bau in den kom­men­den Jah­ren ins­ge­samt po­si­tiv ent­wi­ckeln wird. Das Markt­vo­lu­men wird sich lang­fris­tig zwi­schen 200 bis 240 Mil­li­ar­den Eu­ro be­we­gen. Die sta­bi­le wirt­schaft­li­che La­ge soll­te Bau­un­ter­neh­mer da­zu ani­mie­ren, In­ves­ti­tio­nen in die Zu­kunft zu tä­ti­gen. Die Di­gi­ta­li­sie­rung der Bran­che wird vor­an­schrei­ten. Da­her sind die Un­ter­neh­men gut be­ra­ten, bei­spiels­wei­se in di­gi­ta­le Pla­nungs­in­stru­men­te wie BIM zu in­ves­tie­ren“, fasst OC&C-Part­ner

Axel Schä­fer zu­sam­men.

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